Dienstag, 29. September 2009

Graubünden`s Schutzgebiete im Internet

Graubünden ist der flächengrößte Kanton der Schweiz. Er befindet sich im Südosten des Landes und hat eine Grenze zu Liechtenstein, Österreich und Italien. Neben so bekannten Gebieten wie dem Oberengadin mit St. Moritz und Pontresina oder der Davoser Landschaft umfasst Graubünden viele Dutzend Täler und Berggruppen, die nur wenig Besuch erhalten und gerade deshalb noch viel Natur aufweisen.

In diesem Post will ich die interaktive Karte des Kantons Graubünden zu den Schutzgebieten vorstellen. Enthalten sind hierin sowohl die auf Bundesebene ausgewiesenen Schutzgebiete als auch die kantonalen Schutzgebiete.


Man geht auf die Internetseite des Kantons Graubünden www.gr.ch

In der linken Spalte der Startseite erscheint unter "unser Kanton" auch die Schaltfläche "Graubünden Karte". Nach dem Anklicken erscheint auf der neuen Seite in der rechten Spalte die Schaltfläche "zur interaktiven Karte".
Auf der neuen Seite erscheint links das roll-down-Menü "Thema wechseln". Man geht zum Thema "Naturschutz".

Es erscheint eine kleinmaßstäbliche Karte des Kantons mit den bereits voreingestellten Schutzgebietskategorien:
  • Hochmoore
  • Flachmoore
  • Auen
  • Amphibienlaichgebiete
  • Trockenwiesen und -weiden
  • Magerwiesen
  • Naturobjekte punkthaft
  • Naturobjekte flächenhaft
  • pendente Naturobjekte
  • besondere Waldgesellschaften
  • Geotope punkthaft
  • Geotope linienhaft
  • Geotope flächenhaft
  • Landschaften
  • Moorlandschaften
  • pendente Landschaften

Will man nur eine bestimmte Schutzgebietskategorie sehen, kann man das Häckchen bei den anderen Kategorien wegklicken.

Nun kann man in die Karte hineinzoomen. Beispielhaft könnte man nun auf den sehr interessanten Geotop "Plassegga" zoomen. Hierzu zoomt man in der Karte auf die folgende Stelle: vom Dreiländereck Schweiz / Liechtenstein / Österreich geht die Grenze nach Osten, dort wo die Grenze nach Süden abknickt, befindet sich der zoom-Punkt. Man zoomt mehrmals hinein bis etwa zum Maßstab 1:25.000 oder noch kleiner. Man befindet sich nun im Rätikon, einer geologisch sehr interessanten Alpengruppe. Hat man genügend gezoomt, erscheint der Namenszug "Sarotlaspitzen" in der Karte und südlich davon "Sarotlapass". Man klickt nun auf die Schaltfläche "i" (=Information) und in der Karte auf die rot eingerandete Fläche südwestlich des Sarotlapasses.

Darauf erscheint ein neues Fenster mit Informationen zu den Schutzgebieten an der betreffenden Stelle. Man erfährt, dass es hier zwei Schutzgebiete gibt. Einmal die Landschaft von nationaler Bedeutung "Plasseggen-Schijenflue" und dann auch noch der flächenhafte Geotop "Plassegga". Hierbei handelt es sich um das einzige bekannte Vorkommen von sich kreuzenden Moränenwällen verschiedenen Alters, eine junge Stirnmoräne überdeckt eine ältere Mittelmoräne im Punkt 2252. Der Geotop befindet sich im Gemeindegebiet von St. Antönien.

Man könnte noch beliebig lange weiter auf der Karte durch den Kanton Graubünden wandern und hierbei vielleicht die eine oder andere Besonderheit oder einen weiteren Geheimtip entdecken.

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