Mittwoch, 14. Oktober 2009

Maximiliansweg durch das Vogelschutzgebiet Estergebirge in Oberbayern




Das Vogelschutzgebiet Estergebirge ist ein Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000. Das Schutzgebiet hat eine Größe von 11.993 Hektar. Es befindet sich in Deutschland, Bayern, Regierungsbezirk Oberbayern, Landkreise Bad Tölz und Garmisch-Partenkirchen.

Das Schutzgebiet erstreckt sich nahezu über das gesamte Estergebirge und einen Teil des nördlich daran anschließenden Vorgebirges von Herzogstand und Heimgarten, das zu den Walchenseebergen gehört.

Der Maximiliansweg verläuft durch den nördlichen Teil des Schutzgebiets. Der Maximiliansweg ist ein Weitwanderweg durch den gesamten bayerischen Alpenanteil von Lindau bis nach Berchtesgaden. Die hier interessierende Etappe verläuft von Eschenlohe im Loisachtal über den Heimgarten und den Herzogstand bis zur Passhöhe Kesselberg zwischen Walchensee und Kochelsee. Die Weglänge ist 20 Kilometer, der zu bewältigende Höhenunterschied ist ca. 1200 Meter. Die Gehzeit beträgt ca. 7 bis 8 Stunden. Dies ist somit eine ausgewachsene Tagestour, die einiges an Kondition erfordert. Eine Übernachtungsmöglichkeit gibt es auf den Herzogstandhäusern (vorher erkundigen!). Damit kann die doch recht lange Tour in zwei Abschnitte geteilt werden. Selbstverständlich gibt es im Gebiet eine Vielzahl von kürzeren Wandermöglichkeiten. Die bequemste Variante ist die Auffahrt mit der Seilbahn von Walchensee und die kurze Wanderung von der Bergstation zum Herzogstand.

Der Maximiliansweg tritt von Eschenlohe her kommend sofort hinter dem Ort am Waldrand in das Vogelschutzgebiet Estergebirge ein. Die bald darauf folgende Rodungsinsel Wengwies ist aus dem Schutzgebiet ausgenommen. Am Gipfel des Heimgarten kommt man wieder an den Rand des Schutzgebiets und geht beim Gratübergang zum Herzogstand am Schutzgebietsrand entlang. Beim Herzogstand verlässt der Maximiliansweg das Schutzgebiet.

Die Aufnahmen wurden an einem prachtvollen Herbsttag Mitte Oktober gemacht. Das Flachland lag unter einem für diese Jahreszeit typischen Nebelmeer verborgen. Die Gratwanderung vom Herzogstand zum Heimgarten und umgekehrt gehört zu den bekanntesten und beliebesten alpinen Wanderungen in Oberbayern. Entsprechend viel Betrieb herrscht an schönen Tagen. 

Anstieg von Eschenlohe im Loisachtal auf dem Maximiliansweg in Richtung Heimgarten und Herzogstand. Im Hintergrund das Estergebirge mit der Hohen Kiste.

Vom Sattel bei der Ohlstädter Alm geht der Blick nach Osten auf den Herzogstand, 1731 m (Mitte).

Blick nach Südosten vom Sattel bei der Ohlstädter Alm über den Walchensee hinweg auf das Karwendelgebirge.

Der Hirschberg, 1659 m, ist rechts, das Estergebirge links, im Hintergrund sieht man das Wettersteingebirge.

Vom Gipfel des Heimgartens, 1790 m, verläuft ein Gratweg hinüber zum Herzogstand. Das Voralpenland ist unter einem Nebelmeer verborgen.

Blick vom Heimgarten in Richtung Westen. Im Hintergrund erheben sich die Ammergauer Alpen. Unter dem Nebelmeer nach links verläuft das Loisachtal.

Die Heimgartenhütte befindet sich direkt unterhalb des Heimgartengipfels. Im Mittelgrund links ist das Estergebirge, dahinter das Wettersteingebirge mit der Zugspitze.

Blick vom Heimgarten über den Walchensee hinweg auf das Karwendelgebirge.

Vom Gipfel des Herzogstands sieht man im Osten die Benediktenwand (im Hintergrund links), davor ist der Jochberg, zwischen dem Jochberg und dem Herzogstand ist tief unten die Passhöhe des Kesselbergs.

Eine Seilbahn führt vom Ort Walchensee auf den Fahrenbergkopf, einen Vorgipfel des Herzogstands.


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