Montag, 31. Mai 2010

Oeschinensee im Unesco-Welterbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn


Der Oeschinensee oberhalb von Kandersteg im Berner Oberland gehört zu den größeren Alpenseen der Schweiz und zu den schönstgelegenen Seen der Alpen. Der 1,5 km² große und bis 56 m tiefe See mit seiner Bergumrahmung gehört seit dem Jahr 2007 zum Unesco-Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn. Dieses im Jahr 2001 durch die Unesco anerkannte Gebiet wurde im Jahr 2007 nach Westen und nach Osten hin vergrößert. Dadurch wurde auch der Oeschinensee Bestandteil des Welterbes.

Das Unesco-Welterbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn umfasst wesentliche Teile der Berner Alpen. Dieses Gebirge gehört ohne Zweifel zu den imposantesten Hochgebirgsregionen der Welt. Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn ist zur Zeit das höchstgelegene Unesco-Welterbegebiet Europas (ohne Kaukasus). Immer mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerät hierbei der Umstand, dass der höchste Berg der Alpen und der EU, der Mont Blanc, noch keinerlei Schutzstatus genießt. Zahlreiche Organisationen und Einzelpersonen kämpfen seit Jahren um eine Unterschutzstellung des Mont Blanc - Gebiets, bisher allerdings mit wenig Erfolg.
Der Oeschinensee ist von Kandersteg aus zu Fuß in 1,5 Stunden oder mit einer Seilbahn erreichbar. Von der Bergstation der Seilbahn muss man leicht absteigend noch 20 Minuten zu Fuß bis zum Seeufer gehen. Kandersteg hat Bahnanschluss von Spiez im Berner Oberland bzw. von Brig im Wallis aus. Man kann den See umrunden. Hierbei ist jedoch absolute Schwindelfreiheit erforderlich, denn der Weg führt teilweise über ein Grasband inmitten senkrechter Felswände.

Am Oeschinensee vorbei führt auch die Alpenpassroute, ein Fernwanderweg, der an der Nahtstelle zwischen den Berner Voralpen und den Berner Hochalpen verläuft und hierbei in ständiger Abfolge hohe Pässe überschreitet. Die Alpenpassroute ist vor wenigen Jahren auch ein Bestandteil der Via Alpina geworden. Das Kernstück der Alpenpassroute zwischen Meiringen und Gsteig, in dessen Verlauf sich auch der Oeschinensee befindet, wird auch Hintere Gasse genannt.

Steile Felswände säumen das Ostufer des Oeschinensees. Über das nahezu horizontal verlaufende Grasband in der Mitte der Felswände verläuft der Seerundweg.

Blick vom Westufer des Oeschinensees in Richtung Osten zum Hohtürlipass, über den die Alpenpassroute verläuft.
Traumblick auf den Oeschinensee an einem klaren Herbsttag aus Richtung Westen, vom Anstieg von Kandersteg auf die Bunderchrinde (Passübergang von Kandersteg nach Adelboden). Wie ein türkisener Juwel liegt der See am Fuß steilster Fels- und Eiswände.

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