Montag, 16. August 2010

Biosphärenreservate in Frankreich

Zehn von der Unesco anerkannte Biosphärenreservate gibt es zur Zeit in Frankreich. Davon befinden sich allerdings nur acht in Europa. Eines der zehn Bioshärenreservate ist in der Karibik, ein weiteres befindet sich im Pazifik.

Dies sind die acht Biosphärenreservate Frankreichs auf europäischem Boden:


Mer d`Iroise: eine Insellandschaft vor der bretonischen Küste
anerkannt: 1988, Größe: 20.600 Hektar 

Fontainebleau - Gatinas: ein berühmtes Waldgebiet im Süden des Großraums Paris
anerkannt: 1998, Größe: 108.000 Hektar 

Vosges du Nord - Pfälzerwald: das einzige grenzüberschreitende Biosphärenreservat Frankreichs, eines der größten Waldgebiete Europas im Buntsandsteingebirge Nordvogesen-Pfälzer Wald
anerkannt: 1998, Größe: 130.000 Hektar 

Cevennes: Landschaft im Süden des französischen Zentralmassivs, die wegen ihrer geologischen Vielfalt und der Anwesenheit des Menschen seit dem Neolothikum durch eine große biologische Vielfalt gekennzeichnet ist.
anerkannt: 1984, Größe: 323.000 Hektar 

Mont Ventoux: Außenposten der südlichen Voralpen
anerkannt: 1990, Größe: 89.408 Hektar 

Luberon: Bergmassiv in den Südalpen
anerkannt: 1997, Größe:179.600 Hektar 

Camargue (Delta du Rhone): artenreiches Mündungs- und Steppengebiet in der Camargue  
anerkannt: 1977, erweitert 2006, Größe: 32.000 Hektar

Vallee du Fango: Einzugsgebiet des Flusses Fango von Meereshöhe bis über 2000 Meter Höhe
anerkannt: 1977, erweitert 1990, Größe: 23.400 Hektar

In einem Bericht zur jährlichen Versammlung des Unesco-MAB-Kommittees kündigt die Vereinigung der französischen Biosphärenreservate die Vorbereitung von vier weiteren Biosphärenreservaten an, darunter drei in Europa.

Gorges du Gardon: Kalkschluchten in der Region Languedoc-Roussillion
Bassin Versant de la Dordogne: Einzugsgebiet der Dordogne (Fluss zwischen Zentralmassiv und Atlantik)
Hautes vallees de la loire et d`Allier: Landschaft im Südosten des Zentralmassivs, die Loire ist der einzige größere noch frei fließende Fluss Westeuropas, der keine Wasserstraße ist.

Die Angaben auf der Internetseite der französischen Biosphärenreservate decken sich nicht ganz mit dem o.a. Bericht. Von den drei oben genannte Projekten wird hier nur das Projekt Hautes vallees de la loire et d`Allier genannt. Hingegen werden zwei weitere Projekte genannt: 

Queyras-Viso: dies wäre das zweite grenzüberschreitende Biosphärenreservat Frankreichs (Frankreich-Italien), auf französischer Seite betrifft es Gebiete im Naturpark Queyras, auf italienischer Seite Gebiete um den Mont Viso, den höchsten Berg der Cottischen Alpen und herausragende Landmarke in den Alpen südlich des Dauphine.
Pyrenees centrales: ebenfalls ein grenzüberschreitendes Biosphärenreservat dockt dieses Reservat an das bereits bestehende spanische Biosphärenreservat Ordesa an. Auf französischer Seite befinden sich in diesem Gebiet die höchsten Kalkberge Europas mit dem höchsten Wasserfall Europas (ohne Island), auf spanischer Seite liegen die größten Canyons Europas.

www.mab-france.org   

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