Dienstag, 28. Dezember 2010

Licht und Schatten im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe

Das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe ist eines von zur Zeit 15 Biospärenreservaten in Deutschland. Und dieses Biosphärenreservat kann mit einigen Superlativen aufwarten.

Als einziges der deutschen Biosphärenreservate erstreckt sich das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe über 5 Bundesländer: Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein. Die Federführung hat das Land Sachsen-Anhalt. Und die Länge des Schutzgebiets entlang des Flusslaufs Elbe ist 400 Kilometer, auch ein Rekord. Und auch die Größe des Biosphärenreservats ist für Deutschland rekordverdächtig, auch wenn die einzelnen Quellen verschiedene Angaben machen: die Unesco gibt eine Größe von 374.432 Hektar an, das Land Brandenburg nennt auf seiner Internetseite eine Größe von 343.000 Hektar und die Wikipedia gibt zur Zeit 278.660 Hektar an.

Auf jeden Fall ist das Biosphärenrervat Flusslandschaft Elbe größer als die von der Unesco vorgegebene Obergrenze für Biosphärenreservate von 200.000 Hektar. Da mag es sogar förderlich sein, dass die Fläche des Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe nicht zusammenhängend ist. Das Biosphärenreservat wird wie folgt in vier Teilgebiete aufgeteilt:
  • Biosphärenreservat Mittelelbe (Sachsen-Anhalt)
  • Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe - Brandenburg (Brandenburg)
  • Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe - Mecklenburg-Vorpommern (Meckl.-Vorp.)
  • Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue (Niedersachsen, Schleswig-Holstein)

Leider führt das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe zur Zeit auch einen negativen Superlativ. Der Kernzonenanteil ist in diesem Biosphärenreservat der Kleinste unter allen 15 Biosphärenreservaten. Im Brandenburger Teil des Biosphärenreservats beträgt der Kernzonenanteil gerade einmal 0,6 Prozent. Auf der Internetseite der Unesco heißt es zu den Kernzonen des Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe: "Zonation not yet defined".

Dem will die Landesregierung von Brandenburg jetzt aber Abhilfe schaffen. Bis zur nächsten Evaluierung des Biosphärenreservats durch die Unesco im Jahr 2017 will man den Anteil der Kernzonen auf die von der Unesco geforderte Mindestgröße von 3 Prozent der Gebietsfläche erhöhen. In Frage kommen dafür Flächen bei der Deichrückverlegung bei Lenzen, aber auch im Rühstädter Vorland, bei Gnevsdorf und im Quitzöbeler Vorland. Voraussichtlich können Kernzonen jedoch nur auf landeseigenen Flächen geschaffen werden.    


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