Montag, 27. Dezember 2010

Planung für ersten Nationalpark in Sizilien schreitet voran

Italien ist in 20 Regionen unterteilt und hat zur Zeit 24 Nationalparks. Aus diesen Zahlen kann man ableiten, dass einige Regionen Italiens mehr als einen Nationalpark besitzen. Was aus diesen Zahlen jedoch nicht hervorgeht ist der Umstand, dass es mit Friaul-Julisch Venetien und Sizilien auch zwei Regionen gibt, die bisher noch nicht über einen Nationalpark verfügen.

Das soll sich zumindest für Sizilien in absehbarer Zeit ändern. Es gibt Planungen für vier Nationalparks in Sizilien. Am weitesten fortgeschritten sind die Planungen für den Nationalpark Iblei (Parco Nazionale degli Iblei).


Die Monti Iblei sind eine Hügelkette im Südosten von Sizilien. Der geplante Nationalpark soll das bisher größte Schutzgebiet Siziliens werden und sich auf die Provinzen Syrakus, Ragusa und Catania erstrecken. 60 Prozent des zukünftigen Nationalparkterritoriums werden sich auf dem Gebiet der Provinz Syrakus befinden. Innerhalb des zukünftigen Nationalparks befinden sich 16 Natura 2000 - Gebiete mit einer Ausdehnung von 27.847 Hektar, 5 Naturschutzgebiete mit einer Ausdehnung von 4.913 Hektar, 21.000 Hektar Waldfläche sowie 9 archäologische Stätten von besonderer Bedeutung.

Ein Hindernis für die Ausweisung als Nationalpark stellen zur Zeit noch Wünsche nach Ausbeutung der im Gebiet vorhandenen Bodenschätze dar, insbesondere im Noto-Tal (Val di Noto). Die italienische Umweltministerin hat deshalb erst Ende Oktober 2010 an die Region appelliert, jetzt so schnell wie möglich die Voraussetzungen für die Ausweisung des Nationalparks zu schaffen. Die Ausweisung des Nationalparks sei der Königsweg, um die im Val di Noto geplanten Abbauarbeiten zu stoppen.   

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