Montag, 28. Februar 2011

Thüringen unterstützt Biodiversitätsstrategie der Bundesregierung

Eines der Ziele der Biodiversitätsstrategie der Bundesregierung ist, dass bis zum Jahr 2020 zwei Prozent der Fläche der Bundesrepublik Deutschland als Wildnisgebiet bzw. Wildnisentwicklungsgebiet ausgewiesen sind. Zu den ersten Bundesländern, die konkrete Maßnahmen in Richtung der Umsetzung dieses Ziels einleiten, gehört Thüringen.

Die Landesregierung von Thüringen hat jetzt angekündigt, dass im Freistaat bereits bis Ende 2012 25.000 Hektar Staatswaldfläche aus der forstwirtschaftlichen Nutzung genommen und der natürlichen Entwicklung überlassen bleiben sollen. Die zukünftige Wildnisfläche entspricht einem Anteil von 12,5 Prozent der Staatswaldfläche Thüringens. Bezogen auf die gesamte Waldfläche Thüringens ist dies ein Anteil von über 5 Prozent. Bezogen auf die gesamte Fläche Thüringens (1.617.210 Hektar) wären dann etwas mehr als 1,5 Prozent der Fläche Wildnis.


Die heute in Thüringen bereits bestehenden Wildnisflächen verteilen sich auf mehrere Orte. Schwerpunkte sind der Nationalpark Hainich (Laubwaldnationalpark) mit einer Wildnisfläche von 5.650 Hektar, die Kernzonen in den Biosphärenreservaten Thüringer Wald / Vessertal und Rhön sowie die Hohe Schrecke, ein Höhenzug am Nordrand des Thüringer Beckens.

Noch sind nicht alle Flächen festgelegt, auf denen bis Ende 2012 die Wildnisentwicklung vonstatten gehen soll. Bereits bekannte Flächen sind:
  • Grünes Band entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze mit ca. 1.000 Hektar
  • Erweiterung der Kernzonen im Biosphärenreservat Thüringer Wald / Vessertal mit ca. 440 Hektar
  • Erweiterung der Kernzonen im Biopshärenreservat Rhön mit ca. 700 Hektar
  • Naturpark Hainich mit ca. 500 Hektar 

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