Freitag, 4. März 2011

Vulkan Ätna wird Kandidat für Unesco-Weltnaturerbeliste

Italien ist das Land der Erde mit den meisten Unesco-Weltkulturerbestätten. Das ist sicher kein Wunder, befindet sich doch ca. die Hälfte aller Baudenkmäler der Welt auf italienischem Boden. Beim Unesco-Weltnaturerbe sieht es in Italien jedoch wesentlich bescheidener aus. Bisher gibt es in Italien nur zwei Weltnaturerbestätten: die Äolischen Inseln und die Dolomiten.

Am 26. Januar 2011 hat Italien nun bei der Unesco ein weiteres potenzielles Weltnaturerbegebiet angemeldet: den Vulkan Ätna auf der Insel Sizilien. Die Anmeldung des Ätna für die sogenannte Tentative List (Liste der Unesco, auf der alle Welterbestätten in Wartestellung verzeichnet sind) wurde vom Naturpark Ätna mit Unterstützung des italienischen Umweltministeriums vorangetrieben. Wie bei allen Stätten, die auf der Tentative List verzeichnet sind, wird es einige Jahre dauern, bis eine formelle Anerkennung des Ätna als Weltnaturerbe erfolgen wird.


Die Anmeldung des Ätna als Weltnaturerbe erfolgte unter den folgenden Kriterien:
  • Der Ätna ist der höchste aktive Vulkan Europas sowie einer der größten und aktivsten Vulkane der Erde. Es gibt an den Hängen des Ätna zudem verschiedene Vulkane mit einer großen Vielfalt der vulkanischen Erscheinungsformen.
  • Der Ätna ist während der Geschichte des Menschen viele Male ausgebrochen. Dies hat dazu geführt, dass der Ätna Eingang gefunden hat in viele Mythen, Legenden und wissenschaftliche Beobachtungen seit Jahrtausenden.
  • Der Ätna ist weltweit bekannt als Ikone eines typischen Vulkans.
  • Der Ätna ist seit langer Zeit bis heute ein Zentrum der wissenschaftlichen Forschung.
  • Der Ätna ist ein einmaliges Studienobjekt für die Wiederbesiedlung zerstörter Flächen durch Pflanzen und Tiere.

Hoffen wir, dass in Italien in der nächsten Zeit weitere Weltnaturerbestätten benannt werden. Denn dieses Land weist ja nicht nur außergewöhnliche kulturelle Werte auf, sondern umfasst auch eine vielfältige, grandiose Natur. 

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