Dienstag, 19. April 2011

Rumänien weist neues Ramsar-Gebiet "Eisernes Tor" aus

Rumänien hat vor wenigen Tagen sein sechstes Gebiet nach dem Ramsar-Abkommen zum Schutz der Feuchtgebiete ausgewiesen. Dies ist der Naturpark Eisernes Tor, der flächengrößte Naturpark Rumäniens. Das neue Ramsar-Gebiet hat eine Größe von 115.655 Hektar.

Das Gebiet befindet sich an der Donau im Bereich des berühmten Eisernen Tors im Südwesten von Rumänien. Das Eiserne Tor ist der 134 Kilometer lange Durchbruch der Donau durch die Verbindung zwischen den Karpaten (Banater Gebirge) und dem Westbalkan. Die Donau bildet hier die Grenze zwischen Rumänien und Serbien.
 
Das neue Ramsar-Gebiet kann in der Zukunft ein grenzüberschreitendes Gebiet werden. Denn die auf der Serbischen Seite der Donau gelegenen Gebiete eignen sich genauso als Ramsar-Gebiet wie das auf der rumänischen Seite gelegene Gebiet. In Serbien befindet sich gegenüber dem rumänischen Naturpark Eisernes Tor der 63.608 Hektar große Nationalpark Derdap.

Das neue Ramsar-Gebiet ist zum größeren Teil mit Wald bedeckt. Dazwischen sind Fließwasserflächen und Seen. Im Gebiet kommen über 3.700 Pflanzenarten und 5.200 Tierarten vor. Einige der Arten sind im Gebiet endemisch. Die Donau wird im Bereich des Eisernen Tors aufgestaut. Der Stausee dient der Stromproduktion, der Schifffahrt, der Fischerei und für Freizeitaktivitäten. Auch als Rast- und Überwinterungsgebiet für viele Zugvögel ist die Wasserfläche wichtig.    

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