Sonntag, 11. Dezember 2011

Grenzüberschreitende Ramsar-Gebiete ("Transboundary Ramsar Sites")

Nach dem Artiktel 5 der Ramsar-Konvention (internationales Übereinkommen zum Schutz der Feuchtgebiete) sowie nach der Resolution VII.19 von 1999 können Staaten bestimmte Ramsar-Gebiete als grenzüberschreitende Ramsar-Gebiete deklarieren, wenn diese Gebiete auf beiden Seiten einer Staatsgrenze aneinandergrenzen. Die Staaten müssen sich in diesem Fall verpflichten, beim Management der betroffenen Ramsar-Gebiete zusammenzuarbeiten sowie das Ramsar-Sekretariat darüber in Kenntnis zu setzen.

Das Ramsar-Sekretariat hat nun eine Liste der aktuell erklärten grenzüberschreitenden Ramsar-Gebiete (Transboundary Ramsar Sites) herausgegeben. Insgesamt werden in dieser Liste 13 Gebiete genannt. Davon befindet sich nur ein Gebiet außerhalb Europas (in Afrika). Bei der Mehrzahl der Gebiete sind zwei Staaten beteiligt. Bei einem grenzüberschreitenden Gebiet sind drei Staaten beteiligt. Die 12 europäischen Gebiete sind:

 

  • Baradla Höhlensystem und angrenzende Feuchtgebiete (Ungarn) sowie Domica (Slovakei)
  • Felsö-Tisza (Ungarn) sowie Fluss Tisa (Slovakei)
  • Vallee de la Haute-Sure (Belgien) sowie Vallee de la Haute-Sure (Luxemburg)
  • Donau-March-Thaya-Auen und Untere Lobau (Österreich) sowie Mokrady dolniho Podyji (Tschechien) sowie Moravske luhy (Slowakei)
  • Naturschutzgebiet Nigula (Estland) sowie Naturschutzgebiet Sookuninga (Lettland)
  • Ipoly-Tal (Ungarn) sowie Poiplie (Slowakei)
  • Prostyr (Weißrussland) sowie Prypiat- und Stokhid- Schwemmlandschaften (Ukraine)
  • Bayerische Wildalm und Wildalmfilz (Österreich) sowie Bayerische Wildalm (Deutschland)
  • Rhin superieur (Frankreich) sowie Oberrhein (Deutschland)
  • Krkonoska raseliniste (Tschechien) sowie subalpine Moore in den Karkonosze-Bergen (Polen)
  • Neusiedler See - Seewinkel (Österreich) sowie Fertö-See und Nyirkai-Hany (Ungarn)
  • Kotra (Weißrussland) sowie Cepkeliai (Lettland) 

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