Freitag, 30. November 2012

Die Schleierfälle in der Ammerschlucht


Die Ammer gehört zu den letzten Flüssen Oberbayerns, die fast ohne Verbauungen einen großen See (Ammersee) erreichen. Zwischen den Ammergauer Alpen und dem Ammersee verläuft die Ammer zu einem großen Teil in einer Schlucht, die auf Abschnitten nicht einmal gangbar ist. 

Bei den Schleierfällen auf Höhe von Bad Bayersoien tritt Wasser an einer Gesteinsgrenze am Hang der Ammerschlucht aus. Dieses Wasser führt Kalk mit, der sich nach dem Austritt als Tuff ablagert. Oberhalb des Wasseraustritts lagern wasserdurchlässige Kiese aus der letzten Eiszeit. Unterhalb steht wasserundurchlässiges Molassegestein an. Die im Laufe der letzten Jahrtausende entstandenen Kaskaden aus Tuffgestein sind als Geotop geschützt. Ein weiteres Geotop ist gleich um die Ecke. Es heißt Ammerprallhang bei den Schleierfällen. 

Montag, 26. November 2012

Deichrückverlegung schafft neue Kernzonen im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe

Durch aktuell stattfindende Deichrückverlegungsmaßnahmen werden im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe neue dynamische Naturzonen geschaffen. Damit wird die bisher unbefriedigende Situation bei den Kernzonen in diesem Biosphärenreservat verbessert.

Das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe umfasst einige Besonderheiten. Das Biosphärenreservat erstreckt sich über fünf Bundeländer (Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein). Das ist in Deutschland ein Rekord. Zudem ist es das größte Biosphärenreservat Deutschlands ohne Meeranteil. Mit über 400 Kilometern Länge ist es auch das längste Biosphärenreservat Deutschlands.

Donnerstag, 22. November 2012

Bald erstes Wildnisgebiet Frankreichs im Naturpark Vercors

Das Naturschutzgebiet Hauts Plateaux im Naturpark Vercors könnte das erste richtige Wildnisgebiet Frankreichs werden. Das hat jetzt die PAN Parks-Organisation auf ihrer Internetseite bekanntgegeben.

Frankreich ist zwar dünner besiedelt als zum Beispiel Deutschland. Deshalb ist es jedoch trotzdem nicht einfach, in Frankreich ein Wildnisgebiet zu finden, das dem Anspruch an Wildnis in Größe und Qualität genügt. Oft sind potenzielle Gebiete zu klein oder sie weisen doch irgend eine Form der Nutzung (z.B. Schafhaltung) auf.

Das musste jetzt auch die Organisation PAN Parks erfahren. PAN Parks ist eine Nichtregierungsorganisation, die wichtige Arbeiten für das Wildnisprogramm der EU durchführt. Für ihr "million project" (mindestens eine Million Hektar Wildnis in Europa bis zum Jahr 2015) benötigt PAN Parks dringend auch ein oder zwei Wildnisgebiete in Frankreich.

Samstag, 17. November 2012

Die pannonische biogeographische Region

Die pannonische biogeographische Region ist eine von insgesamt neun biogeographischen Regionen, mit denen im Rahmen des europäischen Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000 die Fläche der EU unterteilt wird.

Vier Staaten der EU haben Anteil an der pannonischen biogeographischen Region. Dies sind die Tschechische Republik, Ungarn, Rumänien und die Slowakei. Als einziges Land liegt Ungarn vollständig in der pannonischen biogeographischen Region. Die anderen drei EU-Länder befinden sich nur mit Randgebieten in der Region. Die pannonische Region setzt sich auch in Gebiete außerhalb der EU fort. Sie erstreckt sich auch über Teile Serbiens, Kroatiens und der Ukraine. Die pannonische biogeographische Region bedeckt drei Prozent der Fläche der EU.

Montag, 12. November 2012

Nationalparks in Dänemark

Dänemark ist unter den europäischen Ländern ein Spätentwickler in Sachen Nationalpark. Gerade auch im Vergleich zu anderen skandinavischen Ländern wie Schweden, Norwegen und Finnland wird dies deutlich. Während Schweden z.B. über den ältesten Nationalpark Europas verfügt und - wie auch Norwegen und Finnland - heute weit über 20 oder 30 Nationalparks besitzt, wurde in Dänemark erst im Jahr 2008 der erste Nationalpark eingerichtet.

Allerdings gibt es, was Dänemark betrifft, ein Kuriosum. Grönland, das ein selbstverwalteter und autonomer Teil des Königreichs Dänemark ist, verfügt über den flächengrößten Nationalpark der Welt. Der Gronlands Nationalpark (Nationalpark in Nordostgrönland) hat eine Fläche von 972.000 km² und wurde bereits im Jahr 1974 eingerichtet und im Jahr 1988 erweitert. Dies ist auch der nördlichste Nationalpark der Welt  Seit 1977 ist der Nationalpark auch ein Unesco-Biosphärenreservat. Der überwiegende Teil des Parks besteht aus arktischer Wüste mit Eisbedeckung und in kleineren Teilen Felsen und Steine.

Donnerstag, 8. November 2012

Luxemburg-Belgischer Wanderweg "Eisleck Trail" ist der zweite Qualitätswanderweg Europas

Am 1. Oktober 2012 wurde in Luxemburg und Belgien der "Eisleck Trail" eröffnet. Auf einer Länge von 104 Kilometern verläuft dieser Wanderweg von Kautenbach in Luxemburg bis nach La Roche-en-Ardenne in Belgien.

Als zweiter Wanderweg in Europa ist der Eisleck Trail mit dem Label "Leading Quality Trails - Best of Europe" der Europäischen Wandervereinigung (EWV) ausgezeichnet worden. Dieses Label wurde von der Europäischen Wandervereinigung in Anlehnung an das vom Deutschen Wanderverband bereits seit längerer Zeit vergebene Label "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" geschaffen. Als erster Wanderweg in Europa wurde im Frühjahr 2012 der Lechweg in Tirol mit dem europäischen Label ausgezeichnet (siehe auch die Posts vom 10.03.2012 und vom 06.08.2012 in diesem Blog.)

Der Eisleck Trail wird in 5 Tagesetappen zurückgelegt: 
Kautenbach – Clervaux : 25 km
Clervaux – Asselborn : 19 km
Asselborn – Houffalize : 21,5 km
Houffalize – Nadrin : 21.5 km
Nadrin – La Roche-en-Ardenne : 17 km

In Belgien verläuft der Eisleck Trail durch den Naturpark Parc Naturel des Deux Ourthes in den Ardennen. Dieser im Jahr 2001 verordnete Naturpark hat eine Fläche von 76.000 Hektar.

Sonntag, 4. November 2012

Tschechische Republik meldet zwei neue Ramsar-Gebiete

Die Tschechische Republik hat im September 2012 zwei neue Gebiete als Ramsar-Gebiete ausgewiesen. Ramsar ist das weltweite Übereinkommen zum Schutz der Feuchtgebiete. Damit hat die Tschechische Republik jetzt insgesamt 14 Ramsar-Gebiete mit einer Fläche von 60.207 Hektar.

Wie das Ramsar-Sektretariat mitteilt, heißen die beiden neuen Ramsar Gebiete "Horni Jezera" (der Oberlauf des Flusses Jezera) und "Pramenne vyvery a raseliniste Slavkoskeho lesa" (Quellen und Seen des Slavkov-Waldes).