Sonntag, 20. Januar 2013

Westerwald-Lahn-Taunus ist der 14. Nationale Geopark Deutschlands

Die für die Zertifizierung von Geoparks in Deutschland zuständige Geo-Union Alfred-Wegener-Stiftung hat den Geopark Westerwald-Lahn-Taunus im November 2012 als Nationalen Geopark ausgezeichnet. Damit verfügt Deutschland jetzt über 14 Nationale Geoparks.

Der neue Geopark Westerwald-Lahn-Taunus befindet sich in den Bundesländern Hessen und Rheinland-Pfalz. Er umfasst eine Fläche von ca. 3.800 km².

Das Hauptthema des neuen Geoparks ist die Nutzung von geogenen Rohstoffen im Verlauf der verschiedene Phasen der Regionalgeschichte. Dazu gehören zum Beispiel die Gewinnung von Eisenerz, der Abbau von Basalt zur Verwendung als Straßenschotter, der Abbau von Marmor als Baumaterial, der Abbau von Kalkstein für die Zementherstellung und die Abfüllung von Mineralwasser.

Das Gebiet des Geoparks gehört zum rechtsrheinischen Teil des rheinischen Schiefergebirges. Es teilt sich auf in zwei großräumige geologische Strukturen, die Lahn-Dill-Mulde und den Westerwald. Das rheinische Schiefergebirge wird von Sedimentgesteinen des Erdaltertums aufgebaut. Die Sedimente sind von vulkanischem Gestein durchsetzt. Das Gebiet ist seit der variszischen Gebirgsbildung emporgehoben und seit dieser Zeit nicht mehr überflutet worden. 

Der neue Geopark Westerwald-Lahn-Taunus grenzt unmittelbar an den Geopark Grenzwelten, der sich beidseits der Grenze zwischen Hessen und Nordrhein-Westfalen erstreckt. In Hessen gibt es jetzt drei Geoparks (Bergstraße-Odenwald, Grenzwelten, Westerwald-Lahn-Taunus). In Rheinland-Pfalz gibt es zwei Geoparks (Vulkanland Eifel, Westerwald-Lahn-Taunus). 


Die Internetseite des Geoparks Westerwald-Lahn-Taunus ist: http://geopark-wlt.de/

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