Freitag, 1. Februar 2013

In der Schweiz gibt es bald drei neue Regionale Naturpärke

Im Januar 2013 haben drei Kantone der Schweiz ihre Gesuche für die Einrichtung eines Regionalen Naturparks beim Bundesamt für Umwelt (BAFU) hinterlegt. Dies sind:
  • der Kanton Schaffhausen mit dem geplanten Regionalen Naturpark Schaffhausen
  • der Kanton Wallis mit dem geplanten Regionalen Naturpark Simplon
  • die Kantone St. Gallen und Appenzell-Ausserrhoden mit dem geplanten Regionalen Naturpark Neckertal
In der Schweiz verwendet man für die Mehrzahl des Begriffs Park das Wort Pärke. Zur Zeit gibt es in der Schweiz insgesamt 16 Pärke. Darunter sind ein Nationalpark, ein Naturerlebnispark und 14 Regionale Naturpärke. Grundlage bildet die sogenannte Pärkeverordnung (PäV), die sich auf das Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz stützt. Die PäV definiert die drei Kategorien des Nationalparks, des Regionalen Naturparks und des Naturerlebnisparks.


Durch die geplanten neuen Regionalen Naturpärke wird in idealer Weise die bisher in der Ostschweiz bestehende Lücke beim Netz der Pärke geschlossen. 

Der geplante Regionale Naturpark Schaffhausen umfasst Rebberge und den Randen, ein Bindeglied zwischen dem Schweizer Jura und der Schwäbischen Alb in Baden-Württemberg. Als Besonderheit soll sich dieser Naturpark auch auf zwei Gemeinden in Baden-Württemberg erstrecken. Damit wäre der Regionale Naturpark Schaffhausen der erste grenzüberschreitende Park zwischen der Schweiz und Deutschland. Die Fläche des Parks ist ca. 161,1 km² groß. Davon befinden sich 127,08 km² in der Schweiz.

Der geplante Regionale Naturpark Simplon ist ca. 195 km² groß und umfasst eine Passlandschaft, die durch die jahrhundertelange Geschichte des Passverkehrs geprägt ist. 

Der geplante Regionale Naturpark Neckertal ist ca. 100,51 km² groß und erstreckt sich über zwei Kantone. Er zeichnet sich durch eine wertvolle traditionelle Kulturlandschaft aus. Der Fluss Necker entspringt wenige Kilometer nordwestlich des bekannten Berges Säntis und mündet in die Thur, die wiederum in den Rhein mündet.

Bis zur konkreten Ausweisung der drei neuen Pärke wird noch einige Zeit vergehen. Zunächst einmal müssen die Gesuche vom BAFU geprüft werden. Das soll bis August 2013 dauern. Darauf haben die Kantone drei bis vier Jahre Zeit, um die Parkstrukturen festzulegen und die obligatorischen Volksabstimmungen über die Projekte vorzubereiten.    

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