Mittwoch, 20. März 2013

Nationalpark für Rheinland-Pfalz auf der Zielgeraden

Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sind die beiden einzigen großen Flächenländer in Deutschland, die noch nicht über einen Nationalpark verfügen. Ebenfalls noch ohne Nationalpark sind die kleinen Bundesländer Saarland, Berlin und Bremen.

Nun scheint ein erster Nationalpark für Rheinland-Pfalz auf der Zielgeraden zu sein. Noch im Jahr 2013 könnte das Gesetzgebungsverfahren für einen Nationalpark Hunsrück in Gang kommen. Die aktuelle Koalitionsregierung in Rheinland-Pfalz aus SPD und Grünen hat ja die Schaffung eines Nationalparks in ihrer Koalitionsvereinbarung festgehalten.


Die Schaffung eines ersten Nationalparks in Rheinland-Pfalz sollte nicht von oben verordnet werden, sondern in der Zusammenarbeit mit den Regionen und den Menschen vor Ort stattfinden. Zunächst wurden fünf Gebiete identifiziert, die für einen Nationalpark geeignet schienen. Das sind die Gebiete Hochwald-Idarwald, Soonwald, Pfälzer Wald, Saargau-Hochwald und Baumholder.

Am geeignetsten erwies sich das Gebiet Hochwald-Idarwald im Hunsrück. Die für einen zukünftigen Nationalpark ins Auge gefasste Fläche umfasst mit dem Erbeskopf den höchsten Berg des Hunsrücks. Zudem soll sich der zukünftige Nationalpark zu einem Teil auch auf das benachbarte Saarland erstrecken. Denn der Naturraum Hochwald setzt sich von Rheinland-Pfalz ins Saarland fort. Damit hätte dann auch das Saarland einen ersten Nationalpark aufzuweisen. Gemäß einem Vorschlag der Bürger soll der zukünftige Nationalpark Hunsrück heißen. Der Hochwald-Idarwald ist ein Teil des Hunsrücks. Die Namen Hochwald und Idarwald sind jedoch in Deutschland kaum bekannt.

Der zukünftige Nationalpark soll ca. 8.500 Hektar Fläche in Rheinland-Pfalz und weitere ca. 950 Hektar Fläche im Saarland umfassen. Damit hätte der Nationalpark jedoch noch nicht die für die internationale Anerkennung erforderliche Mindestfläche von 10.000 Hektar erreicht. Es bleibt zu hoffen, dass hier noch nachgebessert wird. Ansonsten ist es der erklärte Wille aller Beteiligten, dass der Nationalpark alle internationalen Standards erfüllen soll. Und dazu gehört  auch, dass sich die Natur zukünftig auf mindestens 75 Prozent der Fläche ungestört entwickeln darf.      

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