Montag, 22. Juli 2013

Unesco besorgt über Skipistenpläne in Bulgariens Weltnaturerbe Pirin Nationalpark

Bei der 37. Sitzung des Welterbekommittees der Unesco im Juni 2013 war unter vielen anderen Themen auch der aktuelle Zustand der Unesco-Weltnalturerbestätte Pirin Nationalpark in Bulgarien auf der Tagesordnung.

Die Unesco hat hierbei zum wiederholten Mal ihre Besorgnis über Pläne ausgedrückt, die den Bau von Seilbahnen und Pisten im Gebiet der Welterbestätte Pirin Nationalpark vorsehen. Zur Zeit erwägt die Regierung Bulgariens eine Änderung des Managementplans für das Gebiet, so dass innerhalb der Pufferzone eine weitere skitouristische Entwicklung möglich wäre. 


Die Unesco hält die geplante Änderung des Managementplans für nicht vereinbar mit der im Jahr 2010 einvernehmlich verabschiedeten Strategie für einen naturverträglichen Tourismus im Pirin Nationalpark. Die Unesco hat zudem angekündigt, dass das Weltnaturerbe Pirin Nationalpark auf die Liste des Welterbes in Gefahr gesetzt wird, sollten in der Pufferzone skitechnische Entwicklungen stattfinden. Bulgarien wurde aufgefordert, bis zum 01.02.2014 einen Bericht über den Zustand des Weltnaturerbes und die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele zu fertigen.

Der Pirin Nationalpark ist eine von zur Zeit 9 Welterbestätten in Bulgarien und eine von zwei Weltnaturerbestätten in diesem Land. Der Pirin Nationalpark wurde im Jahr 1983 in die Welterbeliste aufgenommen. Im Jahr 2010 wurde die Fläche der Weltnaturerbestätte vergrößert. Die Weltnaturerbestätte hat zur Zeit eine Fläche von 38.350 Hektar. Dazu kommt eine Pufferzone mit einer Fläche von 1.078 Hektar. Das Pirin-Gebirge befindet sich in Südwestbulgarien. Es erreicht eine Höhe von 2.914 m ü NN.     

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