Freitag, 28. Juni 2013

In den Südalpen wurde der erste europäische Naturpark geschaffen

Der französische Nationalpark Mercantour und der italienische Naturpark Alpi Marittime haben sich am 6. Juni 2013 zum ersten europäischen Naturpark vereinigt. Die Verbindung zwischen den beiden Parks findet im Rahmen der EU-Initiative "Europäische Verbünde für territoriale Zusammenarbeit" (EVTZ) statt.

Beide Parks befinden sich in den Seealpen, nicht weit vom Mittelmeer entfernt. Sie grenzen auf eine längere Strecke aneinander und bilden auch geographisch einen einzigen Park.

Montag, 24. Juni 2013

Neue Biosphärenreservate in Frankreich, Italien und Spanien

Das internationale Koordinationskommittee des MAB-Programms der Unesco hat vom 27. bis 30. Mai 2013 seine 25. Sitzung abgehalten. Unter anderem wurden bei dieser Sitzung auch neue Biosphärenreservate anerkannt.

Weltweit wurden 12 neue Biosphärenreservate anerkannt und ein bereits bestehendes Biosphärenreservat erweitert. 6 der neuen Biosphärenreservate sowie das erweiterte Biosphärenreservat befinden sich in Europa.

In Europa ist Frankreich mit zwei neuen Biosphärenreservaten vertreten. In Italien gibt es ein neues Biosphärenreservat. Und in Spanien gibt es gleich drei neue Biosphärenreservate. Ebenso liegt das jetzt erweiterte Biosphärenreservat in Spanien. Spanien festigt damit seine Stellung als das Land mit den meisten Biosphärenreservaten weltweit.

In Frankreich gibt es jetzt insgesamt 13 Biosphärenreservate, in Italien sind es 9 und Spanien verfügt jetzt über 44 Biosphärenreservate.

Die neuen europäischen Biosphärenreservate im Einzelnen:

Samstag, 22. Juni 2013

Vulkan Ätna ist eine von fünf neuen Weltnaturerbestätten

Die Unesco hat gestern den Vulkan Ätna auf der Mittelmeerinsel Sizilien als Weltnaturerbestätte anerkannt (siehe auch bereits hier in diesem Blog). Der Ätna ist damit eine von fünf Weltnaturerbestätten sowie die einzige neue Weltnaturerbestätte in Europa, die das Welterbekommittee der Unesco auf seiner diesjährigen Sitzung in Phnom Penh anerkannt hat.

Außer dem Ätna wurden als Weltnaturerbestätte anerkannt:
  • Tajikistan Nationalpark (Tadschikistan)
  • El Pinacate and Gran Desierto de Altar Biosphere Reserve (Mexico)
  • Xinjiang Tianshan (China)
  • Namib Sand Sea (Namibia)
Außerdem wurde die bestehende Weltnaturerbestätte Mount Kenya Natural Park / Natural Forest (Kenia) vergrößert.

Die neue Weltnaturerbestätte des Ätna umfasst 19.237 Hektar in den oberen Bereichen des riesigen Stratovulkans, die unbesiedelt sind. Der Ätna ist der höchste Berg einer Mittelmeerinsel und der aktivste Stratovulkan der Welt. Die Eruptionsgeschichte des Vulkans kann über 500.000 Jahre zurückverfolgt werden. Mindestens 2.700 Jahre der Tätigkeit des Vulkans wurden dokumentiert.    
 

Donnerstag, 20. Juni 2013

Neue Ramsar-Gebiete in Rumänien, Island, Montenegro, Weißrussland, Türkei und Bulgarien

Im Frühjahr 2013 haben einige europäische Länder weitere Ramsar-Gebiete (Feuchtgebiete im Rahmen der Ramsar-Konvention) ausgewiesen, über die hier in diesem Blog noch nicht berichtet worden ist.

Im Februar 2013 hat Rumänien gleich sieben neue Ramsar-Gebiete gemeldet. Das sind Blahnita (45.286 Hektar), Bratul Borcea (21.529 Hektar), Calafat-Ciuperceni-Danube (29.206 Hektar), Canaralele de la Harsova (7.406 Hektar), Ostroavele Dunarii-Bugeac-Iortmae (82.832 Hektar), Confluenta Jiu-Dunare (19.800 Hektar) und Dunarea-Bratul Macin (26.792 Hektar). Damit hat Rumänien insgesamt 19 Ramsar-Gebiete. 

Sonntag, 16. Juni 2013

Ist der Ätna auf Sizilien bald Unesco-Weltnaturerbe?

Das Unesco-Welterbekommittee hält seine jährliche Sitzung vom 16. bis zum 27. Juni in Phnom Penh in Kambodscha ab. Bei dieser Sitzung werden 32 Vorschläge für neue Stätten des Welterbes untersucht und ggf. gutgeheißen.

Darunter befinden sich 9 Weltnaturerbestätten, 3 gemische Weltnatur- und -kulturerbestätten und 20 Weltkulturerbestätten.

Unter den vorgeschlagenen neuen Weltnaturerbestätten befindet sich eine Stätte in Europa. Das ist der Ätna in Sizilien. Von den vorgeschlagenen gemischten Weltnatur- und -kulturerbestätten befindet sich keine in Europa. Von den vorgeschlagenen Weltkulturerbestätten sind die folgenden in Europa:
  • Bergpark Kassel Wilhelmshöhe (Deutschland)
  • Villen und Gärten der Medici (Italien)
  • Stadt und Schloss Vianden (Luxemburg)
  • Wieliczka und Bochnia königliche Salzminen (Polen)
  • Hölzerne Kirchen der Karpaten (Polen, Ukraine)
  • Universität von Coimbra (Portugal)
  • Historischer und Archäologischer Komplex Bolgar (Russland) 

Im Laufe der kommenden Tage wird man wissen, welche Stätten tatsächlich Welterbestätten geworden sind. Bestandteil der Sitzung des Welterbekommittees ist auch die Prüfung des Erhaltungszustands der bestehenden Welterbestätten. Hier könnte es zu Überraschungen kommen.

Mittwoch, 12. Juni 2013

Südtirol will Unesco-Weltnaturerbegebiet Dolomiten erweitern

Die autonome Region Südtirol will das Unesco-Weltnaturerbegebiet Dolomiten um die Langkofelgruppe und möglicherweise auch um die Sellagruppe erweitern. Das hat der Südtiroler Landesrat Elmar Pichler am 13. Mai 2013 angekündigt.

Anlass war die Übernahme des Vorsitzes in der Stiftung, die das Unesco-Welterbe Dolomiten verwaltet, durch Südtirol. Anteil am Unesco-Weltnaturerbegebiet Dolomiten haben die fünf Provinzen Südtirol, Trentino, Belluno, Pordenone und Udine. Der Vorsitz der Stiftung wechselt alle drei Jahre. Seit Gründung der Stiftung am 13. Mai 2010 hatte die Provinz Belluno den Vorsitz inne.

Voraussetzung für die Ausdehnung des Welterbegebiets auf die Langkofelgruppe ist, dass dieses Gebiet bei der Ausarbeitung des neuen Gebietsplans der Seiser Alm als Naturpark ausgewiesen wird. Von den drei betroffenen Gemeinden haben sich bereits St. Christina und St. Ulrich positiv geäußert. Von der Gemeinde Wolkenstein liegt noch keine Stellungnahme vor. 

Samstag, 8. Juni 2013

Nationalpark Schwarzwald auf der Zielgeraden


Die Chancen, dass Baden-Württemberg noch im Jahr 2013 seinen ersten Nationalpark erhält, sind gestiegen. Der baden-württembergische Landwirtschaftsminister Bonde hat am 4. Juni 2013 den Entwurf für die Gebietskulisse des zukünftigen Nationalparks Schwarzwald vorgestellt. Der Landtag von Baden-Württemberg wird sich voraussichtlich im Herbst 2013 mit dem Nationalparkprojekt befassen.

Der jetzt vorgestellte Entwurf für den Nationalpark Schwarzwald sieht zwei Teilgebiete vor, die ca. 3 Kilometer auseinanderliegen. Die Fläche des Nationalparks soll 10.190 Hektar betragen. Die größere der beiden Teilflächen mit 7.485 Hektar Staatswaldfläche befindet sich im Gebiet um den Ruhestein, wo heute bereits ein Naturschutzzentrum besteht. Die kleinere der beiden Teilfächen umfasst ein Gebiet um den Großen Ochsenkopf. Dort sind 2.145 Hektar Staatswaldfläche und zusätzlich 430 Hektar des Stadtwalds von Baden-Baden und 130 Hektar des Stadtwalds von Bühl vorgesehen.

Dienstag, 4. Juni 2013

Biosphärenreservat Rhön in Bayern vor der Vergrößerung

Der bayerische Anteil des Biosphärenreservats Rhön soll in den kommenden Monaten vergrößert werden. Zudem sollen zusätzliche Kernzonen ausgewiesen werden, um sowohl für den Bestand als auch für die Erweiterungsfläche den Mindestanteil an Kernzonen von drei Prozent an der Gesamtfläche des Bioshärenreservats zu erreichen. Das hat die zuständige Regierung von Unterfranken in einer Presseinfo vom 15. Mai 2013 mitgeteilt.

Der Entwurf einer Verordnung über alle Kernzonen im bayerischen Teil des Biosphärenreservats Rhön ging jetzt als Entwurf an die betroffenen Landkreise und Gemeinden sowie die Träger öffentlicher Belange.