Samstag, 1. Februar 2014

Die Kreuzspitze im Naturschutzgebiet Ammergebirge in den Bayerischen Alpen

Das Ammergebirge ist das größte Naturschutzgebiet in Bayern. Die Kreuzspitze ist mit einer Höhe von 2.185 m ü NN der höchste Punkt des Naturschutzgebiets Ammergebirge sowie des bayerischen Teils der Ammergauer Alpen.

Das Naturschutzgebiet Ammergebirge bedeckt eine Fläche von 28.850 Hektar. Es wurde im Jahr 1963 eingerichtet und im Jahr 1986 neu verordnet. Das Gebiet des Naturschutzgebiets Ammergebirge umfasst den natürlichsten Teil des bayerischen Alpenanteils. Es gibt Bestrebungen, in den Ammergauer Alpen einen Nationalpark einzurichten, der sich bis ins benachbarte Wettersteingebirge mit der Zugspitze sowie nach Tirol erstrecken soll.

Im Naturschutzgebiet Ammergebirge gibt es keine Seilbahnen. Eine Straße (Ammerwaldstraße) führt durch das Gebiet hindurch. Sie verläuft vom Plansee in Tirol über das Schloss Linderhof bis nach Oberammergau. Schutzhütten gibt es nur im Nordteil des Gebiets. Teilweise sind von den Parkplätzen lange Talwege erforderlich, um nur an den Fuß der Gipfel zu kommen.

Auch die Kreuzspitze erfordert einen langen Anstieg. Zwei Bergpfade führen auf die Kreuzspitze hinauf. Darüber hinaus gibt es einige weglose Gratanstiege. Die Aussicht von der Kreuzspitze ist vor allem an klaren Herbsttagen überwältigend. Gipfel an Gipfel der Kalkalpen sowie Teile der Zentralalpen reihen sich auf.


Wie kommt man hin? 
Der nächstgelegene mit dem Auto erreichbare Startpunkt für eine Besteigung der Kreuzspitze ist ein Parkplatz an der Ammwaldstraße. Der Parkplatz befindet sich zwischen dem Schloss Linderhof und dem Plansee direkt an der deutsch-österreichischen Staatsgrenze am Fuß der einzigen Serpentine, die diese Straße beschreibt.

Besteigung der Kreuzspitze
Vom Parkplatz ist der Steig auf die Kreuzspitze ausgeschildert. Man überquert zunächst weglos die Geröllwüste, die der Neualpbach hinterlassen hat. Am gegenüberliegenden Berghang sieht man einen Forstweg, der zunächst auf eine kleine bewaldete Terrasse steigt und dann fast eben bis an den Hang der Kreuzspitze heranführt.

Am Ende des Forstwegs bietet ein Pfad die Fortsetzung. Der Pfad steigt nur mäßig an. Man kann erkennen, dass dieser Pfad früher breiter und besser ausgebaut war. Möglicherweise war es ein königlicher Jagdsteig. Nach einiger Zeit steigt der Pfad in unzähligen Kehren in das Hochgrießkar am Nordfuß der Kreuzspitze an. Man verlässt das Kar in Richtung Norden und steigt auf eine Schulter im Westgrat der Kreuzspitze an (Schwarzenkopf). Von dort folgt man durch Latschen ungefähr dem Grat. Schließlich steigt man steil über Felsen am Gipfelaufbau der Kreuzspitze nach oben. Über den Nordgrat erreicht man den höchsten Punkt. Der Höhenunterschied vom Parkplatz bis zum Gipfel ist ca. 1.100 Meter.  


Im Hochgrießkar nördlich der Kreuzspitze
Blick vom Schwarzenkopf in Richtung Kuchelbergkopf: Der Gipfelaufbau der Kreuzspitze ist rechts außerhalb des Bilds.
Blick vom Schwarzenkopf auf den Gipfel der Kreuzspitze
Blick vom Gipfel der Kreuzspitze in Richtung Süden auf das Wettersteingebirge mit der Zugspitze
Blick vom Gipfel der Kreuzspitze über den Westgrat abwärts in den Ammerwald
Blick über den Nordgrat auf den Gipfel der Kreuzspitze
Blick vom Gipfel der Kreuzspitze auf den südlich anschließenden Nachbargipfel, der kurioserweise ebenfalls Kreuzspitze heißt. In der linken Bildhälfte im Hintergrund sieht man die Zentralalpen.
Blick vom Gipfel der Kreuzspitze in Richtung Westnordwesten: Rechts erhebt sich die Hochplatte in den Ammergauer Alpen. Links im Hintergrund sieht man einen Teil der Allgäuer Alpen.
Blick vom Gipfel der Kreuzspitze in Richtung Nordnordosten auf die Nachbargipfel Kuchelbergkopf und Kuchelbergspitz. Hinter diesen Gipfeln erhebt sich der Pürschlingkamm in den Ammergauer Alpen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen