Dienstag, 25. Februar 2014

Roque Nublo - das Wahrzeichen von Gran Canaria

Gran Canaria, die Drittgrößte der Kanarischen Inseln, wird in Deutschland oft mit Strandurlaub und ewiger Sonne gleichgesetzt. Das mag wenigstens zum Teil seine Berechtigung haben. Weitgehend unbekannt ist jedoch, dass Gran Canaria eine sehr gebirgige Insel ist, die im Zentrum fast 2.000 Meter Höhe erreicht.

Gran Canaria besteht aus einem Schichtvulkan. Die einzelnen Gesteinsschichten des Schichtvulkans prägen Gran Canaria so stark wie das bei keinem anderen Vulkangebiet weltweit der Fall ist. Große Teile vor allem des Südens von Gran Canaria machen auf den Betrachter den Eindruck eines Sedimentgebirges und ähneln eher Sedimentlandschaften wie dem Grand Canyon als typisch vulkanischen Landschaften.

Über 40 Prozent der Fläche Gran Canarias sind Schutzgebiete der unterschiedlichsten Kategorien. Die Wandermöglichkeiten sind so groß, dass man viele Monate benötigt, um die wichtigsten Gebiete kennenzulernen. 

Der Roque Nublo (Wolkenfels) ist zwar nicht der höchste Berg von Gran Canaria, jedoch der bekannteste. Dieser riesige Fels ist das Wahrzeichen der Insel. Der Roque Nublo befindet sich im Zentrum des Monumento Natural del Roque Nublo (Naturdenkmal). Dieses Naturdenkmal hat eine Fläche von 451,8 Hektar und wurde mit dem Gesetz 12/1994 ausgewiesen.

Freitag, 21. Februar 2014

Schweizerischer Nationalpark wird im Jahr 2014 hundert Jahre alt

Am 1. August 1914 wurde der Schweizerische Nationalpark gegründet. Dies war einer der ersten Nationalparks in Europa sowie der erste Nationalpark in den Alpen. Bis heute ist es der einzige Nationalpark der Schweiz geblieben. Als einer der wenigen Nationalparks ist der Schweizerische Nationalpark in die IUCN-Kategorie Ia eingeordnet.

Fast die gesamte Fläche des Nationalparks ist Wildnisgebiet. Eine Zonierung existiert nicht. Die Einrichtung dieser großen Wildnisfläche war im Jahr 1914 eine Pionierleistung. Im Nationalpark herrscht ein Wegegebot. Vor der Einrichtung des Nationalparks wurde in diesem Gebiet im Südosten des Schweizer Kantons Graubünden eine intensive Forstwirtschaft mit Kahlschlägen betrieben. Das führt dazu, dass viele Bäume im Nationalpark heute ein ähnliches Alter haben und in die Zerfallsphase kommen. Vor diesem Hintergrund machte schnell die Nachricht vom sterbenden Wald die Runde.

Montag, 17. Februar 2014

Aktualisierte Listen der EU zu den FFH-Gebieten im Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000

Die EU gibt mittlerweile jährlich aktualisierte Listen zu den FFH-Gebieten im Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 heraus. Jede der Listen bezieht sich auf eine biogeographische Region. Das Gebiet der EU erstreckt sich zur Zeit auf neun biogeographische Regionen. 

Bei der Mehrzahl der Listen liegt nun bereits die siebte Aktualisierung vor. Die biogeographischen Regionen, deren Listen noch nicht so oft aktualisiert worden sind, sind erst einige Jahre nach dem Start des Natura 2000-Netzwerks zur EU gekommen. Die makaronesische biogeographische Region war zwar von Anfang an dabei. Hier gab es jedoch nicht so viele Ergänzungen/Änderungen wie bei den anderen Regionen. 

Donnerstag, 13. Februar 2014

Erweiterung des Welterbes Wattenmeer auf Vorschlagsliste Deutschlands für neue Weltnaturerbestätten

Die Erweiterung des bestehenden Weltnaturerbes Wattenmeer ist zur Zeit die einzige Weltnaturerbestätte, die in der Vorschlagsliste Deutschlands für neue Welterbestätten ("tentative list") enthalten ist.

Die Vorschlagsliste Deutschlands für neue Welterbestätten umfasst zur Zeit 10 Stätten. Bis auf die Welterbestätte Wattenmeer sind alle diese Stätten Weltkulturerbestätten. Die Vorschlagsliste stellt noch keine direkte Bewerbung bei der Unesco zur Ausweisung einer bestimmten Welterbestätte dar. Konkrete Bewerbungen aus Deutschland zur Erklärung als Welterbestätte liegen zur Zeit für die Hamburger Speicherstadt und für den Naumburger Dom vor. 

Sonntag, 9. Februar 2014

England`s Northumberland Nationalpark wird Reservat für dunklen Nachthimmel (Dark Sky Park)

Die in den USA beheimatete Organisation "International Dark Sky Association" (IDA) (Internationale Vereinigung für einen dunklen Nachthimmel) hat im Dezember 2013 zwei neue Gebiete in Großbritannien für ihren dunklen Nachthimmel anerkannt. 

Der Northumberland Nationalpark hat zusammen mit dem angrenzenden Kielder Water Forest Park den Titel "International Dark Sky Park" erhalten. Es handelt sich hier um die größte Fläche zum Schutz des dunklen Nachthimmels, die es zur Zeit in ganz Europa gibt. Die Gemeinde Isle of Coll in Schottland hat den Titel "Dark Sky Community" zuerkannt bekommen. Mit der Vergabe der Titel würdigt die IDA die außergewöhnlichen Anstrengungen der beiden Gebiete, den dunklen Nachthimmel über Großbritannien zu erhalten.

Mittwoch, 5. Februar 2014

Neun Nationalparks unter den TOP 100-Sehenswürdigkeiten Deutschlands

Neun Nationalparks sowie weitere Naturparks und Unesco-Welterbestätten befinden sich unter den TOP 100-Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Das hat die Deutsche Zentrale für Tourismus e.V. (DZT) im Auftrag der Bundesregierung ermittelt. Die DZT ermittelt jedes Jahr die beliebtesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Jedermann/frau kann an der Abstimmung teilnehmen. (www.germany.travel.de

Auf Platz 6 der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands im Jahr 2013 ist die Loreley im Unesco-Welterbe (Kulturlandschaft) Mittelrheintal.
Auf Platz 7 sind die beiden Naturparks im Schwarzwald, der Naturpark Südschwarzwald sowie der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord. Beide Naturparks zählen jeweils zu den flächengrößten Naturparks Deutschlands.
Auf Platz 16 befindet sich der Königsee im Nationalpark Berchtesgaden.
Auf Platz 18 kommt die Insel Rügen mit dem Nationalpark Jasmund, dem Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft und dem Naturpark Rügen.
Auf Platz 25 ist die Sächsische Schweiz mit dem Nationalpark Sächsische Schweiz.
Auf Platz 45 rangiert das Wattenmeer mit den drei Wattenmeer-Nationalparken sowie der Unesco-Weltnaturerbestätte Wattenmeer.
Auf Platz 52 kommt der Brocken im Nationalpark Harz.
Auf Platz 58 befinden sich der Nationalpark und der Naturpark Harz
Platz 61 nehmen der Nationalpark und der Naturpark Eifel ein.
Auf Platz 69 rangiert der Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge mit den Externsteinen.

Den ersten Platz der TOP 100-Sehenswürdigkeiten Deutschlands hatte im Jahr 2013 das Schloss Neuschwanstein inne, im Jahr 2012 war es das Heidelberger Schloss. 

Samstag, 1. Februar 2014

Die Kreuzspitze im Naturschutzgebiet Ammergebirge in den Bayerischen Alpen

Das Ammergebirge ist das größte Naturschutzgebiet in Bayern. Die Kreuzspitze ist mit einer Höhe von 2.185 m ü NN der höchste Punkt des Naturschutzgebiets Ammergebirge sowie des bayerischen Teils der Ammergauer Alpen.

Das Naturschutzgebiet Ammergebirge bedeckt eine Fläche von 28.850 Hektar. Es wurde im Jahr 1963 eingerichtet und im Jahr 1986 neu verordnet. Das Gebiet des Naturschutzgebiets Ammergebirge umfasst den natürlichsten Teil des bayerischen Alpenanteils. Es gibt Bestrebungen, in den Ammergauer Alpen einen Nationalpark einzurichten, der sich bis ins benachbarte Wettersteingebirge mit der Zugspitze sowie nach Tirol erstrecken soll.

Im Naturschutzgebiet Ammergebirge gibt es keine Seilbahnen. Eine Straße (Ammerwaldstraße) führt durch das Gebiet hindurch. Sie verläuft vom Plansee in Tirol über das Schloss Linderhof bis nach Oberammergau. Schutzhütten gibt es nur im Nordteil des Gebiets. Teilweise sind von den Parkplätzen lange Talwege erforderlich, um nur an den Fuß der Gipfel zu kommen.

Auch die Kreuzspitze erfordert einen langen Anstieg. Zwei Bergpfade führen auf die Kreuzspitze hinauf. Darüber hinaus gibt es einige weglose Gratanstiege. Die Aussicht von der Kreuzspitze ist vor allem an klaren Herbsttagen überwältigend. Gipfel an Gipfel der Kalkalpen sowie Teile der Zentralalpen reihen sich auf.