Dienstag, 10. November 2015

Toskanisch-Emilianischer Appennin ist neues Unesco-Biosphärenreservat

Das internationale Koordinierungskomitee des MAB-Programms der Unesco hat am 9. Juni 2015 auf seiner 27. Sitzung den Vorschlag zur Einrichtung eines Biosphärenreservats im toskanisch-emilianischen Appennin (Appennino Tosco-Emiliano) anerkannt. Italien hat damit 13 Biosphärenreservate.

Das neue Biosphärenreservat befindet sich in den Regionen Toskana und Emilia-Romagna in Nord-Zentral-Italien. Es umfasst die Gebirgskette des Appennin vom Cisa-Pass bis zum Forbici-Pass, der geographischen und klimatischen Grenze zwischen Kontinental- und Mittelmeer-Europa. 


Das Biosphärenreservat erstreckt sich über das Gebiet von 38 Gemeinden. Seine Fläche beträgt 223.229 Hektar. Die Kernzonen umfassen 10.110 Hektar (4,5 Prozent) sowie die vier höchsten Gipfel des Gebiets. Die Pufferzone ist 25.706 Hektar (11.5 Prozent) groß. Die Entwicklungszone umfasst 187.413 Hektar. 

Das Gebiet beherbergt 70 Prozent der in Italien vorkommenden Tier- und Pflanzenarten. Darunter sind 122 Vogelarten, sowie Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Fische, der Wolf, der Steinadler und mindestens 260 Wasser- sowie Landpflanzen. Landwirtschaft ist die hauptsächliche wirtschaftliche Aktivität. Der Tourismus ist in Entwicklung begriffen. In der Pufferzone leben 1.300 Menschen, in der Entwicklungzone ca. 100.000 Menschen. Dazu kommen 68.500 Touristen und Zweitwohnungsbesitzer. 

Das Gebiet deckt sich weitgehend mit dem Nationalpark Parco Nazionale Appennino Tosco-Emiliano. Auf dessen Internetseite sind auch Informationen zum Biosphärenreservat zu finden.

http://www.parcoappennino.it/     

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