Mittwoch, 23. Dezember 2015

Weinbaugebiete in Burgund sind neue Kulturlandschaft im Unesco-Welterbe

Das Welterbekomitee der Unesco hat bei seiner 39. Sitzung vom 28.06. bis 08.07.2015 in Bonn einigen Weinbaugebieten in Burgund den Welterbetitel als Welterbe-Kulturlandschaft zuerkannt.

Das neue Welterbegebiet heißt auf französich "Les climats du vignoble de Bourgogne". Das Wort "climat" hat dabei nichts mit Klima zu tun. Vielmehr steht dieses Wort in Burgund für ein Gebiet, in dem Wein angebaut wird. Die original englische Bezeichnung der neuen Welterbestätte ist "Climats, terroirs of Burgundy".

Die Burgunder Climats sind kleine und genau abgegrenzte Weinstock-Grundstücke an den Hängen der Cotes de Nuits und der Cotes de Beaune, die sich auf einer Länge von 50 Kilomtern südlich von Dijon bis nach Maranges erstrecken. Die Welterbestätte umfasst die Elemente, die die Entwicklung und passgenaue Ausgestaltung der Grundstücke in Bezug auf die Eigenart und Qualität des jeweils angebauten Weins ermöglichen. Dies beinhaltet zwei verschiedene Elemente.


Das erste Element besteht aus einer Reihe kleiner Hügel, die für 1.247 kleine Grundstücke hergerichtet wurden. Dies nennt man die Climats. Jedes Climat ist mit einem eigenen Namen und eigenen Kadasterdaten identifiziert. Damit verbunden sind die Produktionsstätten, die Dörfer und die Stadt Beaune. 

Das zweite Element ist die Altstadt von Dijon, die den politischen Anstoß für die Bildung des Climat-Systems darstellt.

Trotz der Gegenwart der Autobahn A 6, trotz der Ausbreitung des Siedlungsbreis in der Umgebung und trotz einiger Veränderungen der Landschaft besitzt die neue Welterbestätte einen zufriedenstellenden Grad von Ursprünglichkeit. Die Kadaster-Struktur wurde nie nennenswert verändert, wie Studien zur Geschichte der Stätte zeigen.

Die Erteilung des Welterbetitels für die climats du vignoble de Bourgogne verband das Welterbekomitee mit neun Empfehlungen an den französischen Staat. Über die Erfüllung der Empfehlungen muss Frankreich bis zum 01.12.2017 berichten. Zu den Empfehlungen gehört unter anderem, dass die Verlängerung der Genehmigungen für Steinbrüche in der Gegend auch die visuellen Auswirkungen der Steinbrüche auf das Welterbegebiet berücksichtigt.   


Internetseite des Unesco-Welterbes:
whc.unesco.org
    

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