Sonntag, 27. September 2015

Jahresbericht 2014 der NABU-Stiftung weist über 16.000 Hektar Stiftungsflächen aus

Der Flächenbesitz der NABU-Stiftung in Deutschland ist im Jahr 2014 auf über 16.000 Hektar angestiegen. Das weist der vor kurzem herausgegebene Jahresbericht 2014 der NABU-Stiftung aus.

Im Jahr 2014 konnten 388 Hektar Naturschutzfläche zugekauft werden. Damit besitzt die NABU-Stiftung jetzt insgesamt 16.191 Hektar Fläche. Den größten Anteil an den neu erworbenen Flächen stellen die BVVG-Flächen (BVVG = Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH) dar. 

Mittwoch, 23. September 2015

Erste Welterbeterrasse im Unesco-Weltnaturerbegebiet Dolomiten eingeweiht

Am 27.08.2015 wurde die erste Welterbeterrasse im Unesco-Weltnaturerbe Dolomiten eingeweiht. Die Dolomiten sind eine sogenannte serielle Weltnaturerbestätte. Das heißt, sie bestehen aus mehreren separaten Gebietsteilen. 

Die erste von geplanten 20 Welterbeterrassen im Welterbegebiet Dolomiten wurde nun am Strudelkopf in einer Seehöhe von 2.307 Metern eingeweiht. 7 der 20 Welterbeterrassen werden sich in Südtirol befinden. Die anderen 13 Welterbeterrasen werden im Trentino und in der Provinz Belluno errichtet. Die Welterbeterrassen sind gut in die Landschaft eingebundene Aussichtspunkte, bei denen nicht nur die Aussicht erklärt wird, sondern auch verschiedene Themen zum Unesco-Weltnaturerbe Dolomiten angesprochen werden.

Der Strudelkopf befindet sich innerhalb des Naturparks Fanes-Sennes-Prags in der Nähe der Grenze zwischen den Gemeinden Toblach und Prags sowie den Provinzen Bozen (Südtirol) und Belluno. Startpunkt für eine Wanderung auf den Strudelkopf ist die bekannte Plätzwiese, ein großes, mit dem Auto erreichbares Almengebiet. Schaustück der Aussicht vom Strudelkopf ist der im Süden aufragende Monte Cristallo. Nach Osten hin erheben sich die Sextener Dolomiten mit den Drei Zinnen. Die Sicht im Westen dominiert der wuchtige Felsklotz der Hohen Gaisl.


Dies sind die neun Teilgebiete des Welterbegebiets Dolomiten:

Samstag, 19. September 2015

Schweiz muss zusätzliche Schutzgebiete im Rahmen der Berner Konvention des Europarats schaffen

In einem Bericht zum Stand der Umsetzung des Schutzgebietsnetzwerks "Smaragd" (Emerald Network) im Rahmen der Berner Konvention des Europarats hat die Schweiz erhebliche Defizite eingeräumt. Der Bericht steht auf der Tagesordnung des siebten Treffens der Expertengruppe für Schutzgebiete und ökologische Netzwerke des Europarats, das vom 16.-17.09.2015 in Straßburg stattfindet.

Alle Mitgliedsländer des Europarats müssen im Rahmen der Berner Konvention eine ausreichende Zahl an Schutzgebieten ausweisen, um den Schutz der prioritären Arten zu gewährleisten. Diese Schutzgebiete werden im Netzwerk Smaragd zusammengefasst. Für die Staaten der europäischen Union gilt das Smaragd-Netzwerk durch das EU-Schutzgebietssystem Natura 2000 als erfüllt.

In der Schweiz gibt es 43 Habitate und 140 Arten, die im Rahmen des Smaragd-Netzwerks geschützt werden müssen. Im Jahr 2012 wurden 37 Schutzgebiete in der Schweiz als Smaragd-Gebiete durch den Europarat offiziell anerkannt. Das biogeographische Seminar für die Schweiz im Jahr 2012 hat jedoch gezeigt, dass die 37 Schutzgebiete bei weitem nicht ausreichen, um die Anforderungen der Berner Konvention zu erfüllen. Die geforderten Kriterien wurden nur für ganz wenige Arten und für überhaupt kein Habitat erfüllt.

Dienstag, 15. September 2015

Organisation "Rewilding Britain" will 1 Millionen Hektar Land in Großbritannien für natürliche Entwicklung

Die gemeinnützige Organisation "Rewilding Britain" hat sich zum Ziel gesetzt, dass mindestens eine Million Hektar Landfläche in Großbritannien die natürlichen ökologischen Prozesse sowie die Schlüsselarten unterstützen. Auch mindestens 30 Prozent der Territorialgewässer Großbritanniens sollen diesem Ziel dienen. Dies soll durch eine großflächige Restaurierung der Ökosysteme in Großbritannien erreicht werden.

Rewilding Britain besteht seit dem Jahr 2013. Die Organisation will ein breitgestreutes Netzwerk für die Rückkehr von Wildnis aufbauen. Hierzu sind vor allem bereits bestehende und örtlich verankerte Gruppen und Organisationen wichtig, die vernetzt werden sollen.

Die Internetseite von Rewilding Britain listet bereits 13 konkrete Projekte in England, Schottland und Wales auf. Die Mehrzahl der Projekte befindet in Schottland. Dies sind die zur Zeit bereits laufenden Wildnisprojekte:

Freitag, 11. September 2015

Unesco besorgt um Zustand des Weltnaturerbes Doñana-Nationalpark in Andalusien

Bei seiner 39. Sitzung vom 28.06. bis 08.07.2015 in Bonn hat sich das Welterbekomitee der Unesco besorgt über den Zustand der Weltnaturerbestätte Doñana-Nationalpark gezeigt.

Zunächst einmal hat die Unesco die Entscheidung des obersten spanischen Gerichtshofs begrüßt, wonach das Projekt zur Ausbaggerung und Vertiefung des Guadalquivir-Flusses als ungültig erklärt worden ist. Der spanische Staat wurde zugleich aufgefordert, eine dauerhafte Verpflichtung zum Stopp des Projekts einzugehen und keine zukünftigen Pläne für eine Vertiefung des Flusses zu genehmigen.

Positiv nimmt die Unesco auch die vorläufige Aufhebung einer allgemeinen Erlaubnis für die Gasförderung und für Speicherprojekte in der unmittelbaren Umgebung der Welterbestätte zur Kenntnis. Die Erlaubnis zur Gasförderung bleibt solange aufgehoben, bis eine Umweltverträglichkeitsstudie mit einer detailierten Prüfung der kumulativen Auswirkungen der Gasförderung fertiggestellt ist. Spanien wird aufgefordert, die Auswirkungen der geplanten Gasförderung auf das Weltnaturerbe gründlich zu prüfen.

Montag, 7. September 2015

Naturschutzgebiet Schlappolt in den Allgäuer Alpen

Das Naturschutzgebiet Schlappolt in den Allgäuer Alpen erhält seinen Reiz durch die unmittelbare Nähe eines für den Skitourismus erschlossenen Gebiets einerseits und eines Reststücks einigermaßen ursprünglicher Natur andererseits.

Das Naturschutzgebiet Schlappolt hat eine Fläche von 163 Hektar. Es wurde im Jahr 1986 von der bayerischen Bezirksregierung Schwaben verordnet. Das Naturschutzgebiet befindet sich im Naturraum Allgäuer Hochalpen auf dem Gebiet der Gemeinde Oberstdorf im Landkreis Oberallgäu. In der Beschreibung zum Naturschutzgebiet heißt es wörtlich:

Donnerstag, 3. September 2015

"Gorges du Gardon" ist das 14. Biosphärenreservat Frankreichs

Das Internationale Koordinierungskomitee des MAB-Programms der Unesco hat bei seiner 27. Sitzung vom 8. bis 12. Juni 2015 in Paris dem Vorschlag Frankreichs zur Schaffung des Biosphärenreservats Gorges du Gardon zugestimmt.

Das neue Biosphärenreservat befindet sich im Département Gard in der Region Languedoc-Roussillon in Südfrankreich. Das Biosphärenreservat Gorges du Gardon umfasst eine Fläche von 45.501 Hektar. Davon gehören 7.800 Hektar zur Kernzone, 13.907 Hektar zur Pufferzone und 23.794 Hektar zur Entwicklungszone. 26 Gemeinden mit ca. 250.000 Einwohnern haben Anteil am neuen Biosphärenreservat. Zum Biosphärenreservat gehören auch die Städte Uzès im Norden des Gebiets sowie Nîmes im Süden. Auch die bekannte Brücke Pont du Gard, seit 1985 eine Welterbestätte, befindet sich innerhalb des Biosphärenreservats und dort sogar in der Kernzone.