Freitag, 17. Juni 2016

"Pays de Sarrebourg - Moselle Sud" will neues französisches Unesco-Biosphärenreservat werden

Das Gebiet "Pays de Sarrebourg-Moselle Sud" in Frankreich will für die Anerkennung als Unesco-Biosphärenreservat kandidieren. Am 16. April 2016 wurde die Kandidatur vorgestellt. Das Gebiet befindet sich in der Region Alsace-Champagne-Ardenne-Lorraine, die seit dem 01.01.2016 besteht und die aus der Fusion der früheren Region Lorraine mit anderen Regionen hervorgegangen ist. Der Name der neuen Region ist noch provisorisch. Aus einer Bürgerbefragung ging im April 2016 der neue Name Grand Est (Großer Osten) als Favorit für die zukünftige Bezeichnung der Region hervor. Nach der Zustimmung des französischen Staates kann dieser Name dann im Laufe des Jahres 2016 in Kraft treten. 

Die Kandidatur gründet sich auf ein hydrologisches System, das einmalig in Europa ist. Die 993 km² des Pays de Sarrebourg bieten die größte Konzentration an großen Teichen in Frankreich. Im Gebiet befinden sich auch die Quelle der Saar, ein Kanal sowie an die 40 bemerkenswerte Feuchtgebiete. Dazu gibt es Offenlandschaften. Fast die Hälfte des Gebiets ist zudem von Wald bedeckt.

Im zukünftigen Biosphärenreservat gibt es bereits zahlreiche Schutzgebiete, darunter Natura 2000-Gebiete, den Naturpark Lorraine, die Zones naturelles d’intérêt écologique faunistique et floristique (Znieff) (Gebiete von faunistischen und floristischem Interesse) sowie Ramsar-Gebiete. Das bestehende staatenübergreifende Biosphärenreservat Pfälzer Wald-Nordvogesen befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft.     

In Frankreich gibt es zur Zeit 14 Unesco-Biosphärenreservate. Darunter gibt es zwei staatenübergreifende Biosphärenreservate.

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