Montag, 31. Oktober 2016

Flächenbesitz der BUNDstiftung ist 2015 weiter gewachsen

Gemäß dem Jahresebericht 2015 der BUNDstiftung ist der Flächenbesitz im Jahr 2015 weiter gewachsen. Die BUNDStiftung ist nun Eigentümerin von insgesamt 1.350 Hektar Fläche.

Im Jahr 2015 konnten zusätzliche Gebiete vor allem in der Hohen Garbe erworben werden. Der dortige Flächenbesitz betrug Ende 2015 42,3 Hektar. Die Hohe Garbe ist ein ca. 400 Hektar großes Naturschutzgebiet in der nördlichen Altmark in Sachsen-Anhalt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Die Hohe Garbe wird von der Elbe in einer großen Schleife umflossen und stellt einen der wenigen verbliebenen Hartholzauwälder an der unteren Mittelelbe dar. Der Flächenerwerb durch die BUNDstiftung läuft seit dem Jahr 2014. Im Februar 2016 konnte bereits die 50 Hektar-Marke beim Flächenbesitz in der Hohen Garbe überschritten werden. Im Jahr 2016 sollen noch weitere 15 Hektar Wald und Grünland gekauft werden. Das Grünland soll der natürlichen Wiederbewaldung überlassen werden.

Ein weiterer Flächenschwerpunkt der BUNDStiftung befindet sich in der Goitzsche-Wildnis (bei Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt), wo die Stiftung ca. 1.300 Hektar Fläche besitzt. Das Jahr 2015 markiert das 15jährige Bestehen des Wildnisprojekts Goitsche-Wildnis.

Weitere Schwerpunkte der BUNDStiftung sind das Grüne Band (ehemalige innerdeutsche Grenze) und das Rettungsnetz Wildkatze. 

Website des BUND: www.bund.net   

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Österreichischer Nationalpark Donau-Auen zum ersten Mal vergrößert

Vor 20 Jahren, am 27. Oktober 1996, wurde der Staatsvertrag zwischen der Republik Österreich, dem Bundesland Niederösterreich und dem Bundesland Wien zur Errichtung und Erhaltung des Nationalparks Donau-Auen unterzeichnet. Nun wird das Schutzgebiet zum ersten Mal erweitert.

Die Fläche des Nationalparks wächst um 277 Hektar. Davon befinden sich 260 Hektar im Bundesland Niederösterreich in der Petroneller Au. 17 Hektar befinden sich im Bundesland Wien in Fischamend. Bei seiner Gründung war der Nationalpark 9.300 Hektar groß. Die Flächen in der Petroneller Au werden durch einen Vertragsabschluss mit dem Grundbesitzer Abensperg-Traun dem Nationalpark hinzugefügt. Eine zweite Erweiterung des Nationalparks um 140 Hektar ist geplant.

Der Staatsvertrag sieht eine Erweiterung des Nationalparks ausdrücklich vor. Aus der Sicht von 1996 sollte spätestens im Jahr 2000 durch die Einbeziehung privater Flächen der Nationalpark bereits von 9.300 Hektar auf 11.500 Hektar Fläche angewachsen sein. Das wurde bisher jedoch nicht erreicht.

Sonntag, 23. Oktober 2016

Mecklenburg-Vorpommern vergrößert Naturschutzgebiet Putzarer See

Mit der Verordnung vom 23.08.2016 hat die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern das Naturschutzgebiet Putzarer See vergrößert und neu ausgewiesen. Der Putzarer See liegt nordwestlich der Stadt Friedland und am nordwestlichen Rand der Friedländer Großen Wiese. Das Naturschutzgebiet befindet sich in den Landkreisen Vorpommern-Greifswald (Gemeinde Boldekow) und Mecklenburgische Seenplatte (Gemeinde Galenbeck). 

Das Naturschutzgebiet Putzarer See hat eine Fläche von ca. 520 Hektar. Das NSG ist gleichzeitig Teil des EU-Vogelschutzgebiets Großes Landgrabental, Galenbecker und Putzarer See sowie des FFH-Gebiets Putzarer See. Das Naturschutzgebiet selbst ist unzugänglich, kann aber vom erhöht gelegenen Nordufer aus etwas eingesehen werden. Am Ostufer des mittleren Torfstiches ist das Angeln teilweise möglich. Ein Teil des Naturschutzgebiets ist Totalreservat ohne Nutzung.

Gemäß der Verordnung dient das NSG der dauerhaften Sicherung, der Erhaltung und Entwicklung einer nacheiszeitlich entstandenen Talmoorblänke im Durchströmungsmoor des großen Landgrabens mit störungsfreier offener Wasserfläche und breiten Verlandungsbereichen, seenahen Grünlandflächen und alten Torfstichkomplexen, welche in ihrer Gesamtheit durch eine besonders reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt ausgezeichnet sind. Der See besitzt eine internationale Bedeutung als Rast- und Überwinterungsplatz für Zugvögel wie Schwäne, Enten, Gänse und Kraniche.


Der Putzarer See wurde bereits im Jahr 1958 mit einer Fläche von 400 Hektar einstweilig sichergestellt und 1967 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Im Jahr 1995 wurde das Erweiterungsgebiet einstweilig gesichert.

Der Putzarer See ist ein Verlandungssee mit einer Länge von 2,5 Kilometern, einer Breite von 980 Metern und einer durchschnittlichen Tiefe von nur 0,4 Metern. Der See ist in der letzten Eiszeit entstanden.  

 

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Neues Meeresschutzgebiet "Reserva marina de Freu de sa Dragonera" bei Mallorca


Die Balerarenregierung hat mit der Verordnung 62/2016 vom 07.10.2016 das neue Meeresschutzgebiet "Reserva marina de Freu de sa Dragonera" bei der Insel Mallorca eingerichtet. Dies ist das achte Meeresschutzgebiet der Balearen und das sechste Meeresschutzgebiet bei Mallorca. 

Die Reserva marina de Freu de sa Dragonera befindet sich im Südwesten von Mallorca im Meeresgebiet zwischen der vorgelagerten Insel Sa Dragonera und der Küstenlinie von Mallorca im Gemeindegebiet von Andratx. Die Fläche des neuen Meeresschutzgebiets umfasst ca. 912 Hektar.

Die Umgrenzung der Reserva marina de Freu de sa Dragonera ist wie folgt: 

Samstag, 15. Oktober 2016

Tirols Naturpark Zillertaler Alpen soll vergrößert werden

Der Naturpark Zillertaler Alpen, einer von fünf Naturparks im österreichischen Bundesland Tirol, soll vergrößert werden. Das hat die Tiroler Landesregierung in einer Pressemitteilung vom 07.10.2016 bekanntgegeben.

Der Hochgebirgsnaturpark Zillertaler Alpen soll um 43 km² auf dann 422 km² vergrößert werden, indem der nördliche Tuxer Hauptkamm in den Naturpark einbezogen wird. Die Erweiterungsfläche liegt in den Gemeinden Finkenberg und Tux. Die Grenze der Erweiterungsfläche verläuft von der Grenze des bestehenden Naturparks entlang des Grats des Hohen Rifflers über den gesamten Tuxer Hauptkamm in Richtung Nordosten bis zum Naturwaldreservat Ebenschlag, das auf einer Höhe von 1.600 bis 1.900 m ü NN liegt. Der bestehende Naturpark Zillertaler Alpen endet zur Zeit im Tuxer Hauptkamm am Gipfel des Hohen Riffler, 3.231 m ü NN.

Gemäß dem Tiroler Naturschutzgesetz dürfen nur solche Flächen zum Naturpark erklärt werden, die bereits als Landschaftsschutzgebiete, Ruhegebiete, Naturschutzgebiete, Sonderschutzgebiete, geschützte Landschaftsteile oder Naturdenkmal ausgewiesen sind. Voraussetzung für die Erweiterung des Naturparks Zillertaler Alpen ist somit die Erweiterung des Ruhegebiets Zillertaler Hauptkamm. Das bestehende Ruhegebiet Zillertaler Hauptkamm soll im Zuge der Erweiterung in Ruhegebiet Zillertaler und Tuxer Hauptkamm umbenannt werden.

Das Ruhegebiet Zillertaler Hauptkamm wurde im Jahr 1991 eingerichtet. Im Jahr 2001 wurde das Ruhegebiet als Naturpark (Hochgebirgs-Naturpark) verordnet. Im Jahr 2015 wurde der Naturpark Zillertaler Alpen als österreichischer Naturpark des Jahres ausgezeichnet. 

Aktualisierung:
Mit der Verordnung 108/2016 der Tiroler Landesregierung vom 3. Oktober 2016 wurde das erweiterte Ruhegebiet Zillertaler und Tuxer Hauptkamm ausgewiesen.

Mit der Verordnung 109/2016 der Tiroler Landesregierung vom 3. Oktober 2016 wurde der erweiterte Hochgeburgsnaturpark Zillertaler Alpen ausgewiesen.   

Dienstag, 11. Oktober 2016

Der Alteiner Wasserfall bei Arosa in Graubünden - ein punkthaftes Naturobjekt von regionaler Bedeutung

Der Alteiner Wasserfall bei Arosa in den Plessuralpen ist gemäß dem kantonalen Richtplan des Schweizer Kantons Graubünden ein punkthaftes Naturobjekt von regionaler Bedeutung. Die Kurzbeschreibung spricht von einem imposanten und beliebten Wasserfall. Die Objektnummer ist 5416.

Die Gesamthöhe des Wasserfalls beträgt 73 Meter. Man unterscheidet den Oberen Alteinerfall mit einer Höhe von 59 Metern und den Unteren Alteinerfall mit einer Höhe von 14 Metern. 

Der Alteiner Wasserfall befindet sich gemäß dem kantonalen Richtplan innerhalb einer Landschaft von regionaler Bedeutung mit Namen Sapün-Mederger Alp-Welschtobel-Altein. Diese Landschaft hat die Objektnummer 516. Die Kurzbeschreibung spricht von einer weitgehend unberührten alpinen Landschaft.

Direkt am Fuß des Alteiner Wasserfalls befindet sich gemäß dem kantonalen Richtplan eine besondere Waldgesellschaft von regionaler Bedeutung. Sie trägt den Namen Iselwald Süd, Welschtobel und die Objektnummer 99. Gemäß der Kurzbeschreibung handelt es sich um einen Steinrosen-Bergföhrenwald.

Der Talboden zwischen dem Fuß des Alteiner Wasserfalls und dem weltberühmten Kurort Arosa ist eine Aue von regionaler Bedeutung. Sie hat den Namen Aue im Welschtobel und die Objektnummer 1611. Gemäß der Kurzbeschreibung ist die Aue am Welschtobel und Alteinbach mit vegetationslosen Sedimenten, kleinen Pionierkrautfluren und Föhrenwald, der Arten der Pionierkrautfluren enthält, ausgestattet.

Freitag, 7. Oktober 2016

Englands South Downs-Nationalpark ist neues Schutzgebiet für den dunklen Nachthimmel (International Dark Sky Reserve)

Die Internationale Gesellschaft zum Schutz des dunklen Nachthimmels (International Dark-Sky Association, IDA) hat am 10. Mai 2016 den South Downs-Nationalpark in Südostengland in den Counties Sussex und Hampshire als Schutzgebiet für den dunklen Nachthimmel anerkannt (International Dark Sky Reserve).

Das neue Schutzgebiet befindet sich in leichter Erreichbarkeit für fast 17 Millionen Menschen aus dem Großraum London und Südostengland. Dies ist gleichzeitig auch ein Beweis für die harte Arbeit des Personals des South Downs Nationalparks sowie der Bewohner des Gebiets, die für die Anerkennung als Schutzgebiet für den dunklen Nachthimmel erforderlich war. 

Das neue Schutzgebiet ist erst das zweite dieser Schutzgebietskategorie in England und das elfte in der Welt. Vor dem Hintergrund, dass der Süden Englands Gefahr läuft, auch noch seine letzten nachtdunklen Flächen zu verlieren, ist die Anerkennung des neuen Schutzgebiets ein Statement zum Schutz des Himmels über den South Downs. Innerhalb eines Streifens von 5 Kilometern von der Außengrenze des Nationalparks leben alleine 2 Milllionen Menschen. Damit ist die neue International Dark Sky Reserve eine der am besten zugänglichen der Welt und auch eine der am besten gepflegten.

Einige Daten zum neuen Schutzgebiet:

Montag, 3. Oktober 2016

Bergtour auf das Steinköpfle im bayerisch-vorarlbergischen Naturpark Nagelfluhkette

Der Naturpark Nagelfluhkette ist nach wie vor der einzige Naturpark Deutschlands, der in den Alpen liegt. Zudem ist der Naturpark Nagelfluhkette der einzige deutsch-österreichische Naturpark.

Der Naturpark Nagelfluhkette wurde am 31.12.2007 durch eine Erklärung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz ausgewiesen. Im Jahr 2008 sind acht Vorarlberger Gemeinden dem Naturpark Nagelfluhkette beigetreten. Im Jahr 2014 wurde das Gebiet in Vorarlberg gesetzlich verordnet als Biosphärenpark Naturpark Nagelfluhkette (Verordnung 56/2014). Diese etwas umständliche Konstruktion war erforderlich, weil das Vorarlberger Naturschutzgesetz die Schutzgebietskategorie des Naturparks nicht kennt. Dagegen ist der Biosphärenpark Bestandteil des Vorarlberger Naturschutzrechts.  

Der Naturpark umfasst eine Gesamtfläche von 40.500 Hektar. Davon befinden sich 25.103 Hektar in Bayern und 15.397 Hektar in Vorarlberg. Als Kennzeichen des Naturparks Nagelfluhkette wird die höchste Alpdichte im gesamten Alpenraum genannt. Man hat es hier also mit einer Kulturlandschaft zu tun. Es gibt jedoch auch alpine, wilde Landschaftsteile.

Das Gebiet des Naturparks Nagelfluhkette wird zu den Allgäuer Voralpen gerechnet. Die Wander- und Bergwandermöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Im heutigen Post in diesem Blog soll eine Wanderung von Immenstadt auf das Steinköpfle im Hauptkamm der Nagelfluhkette das Thema sein. Das Steinköpfle erreicht eine Höhe von 1.669 m ü NN. Es ist der am wenigsten bekannte Berg der ganzen Nagelfluhkette. Es befindet sich zwischen dem Steineberg und dem Stuiben. In der amtlichen topographischen Karte ist zwar die Höhenkote, nicht aber der Name des Steinköpfle eingetragen. Der Gratweg, der die ganze Nagelfluhkette überzieht, geht nur ca. 10 bis 15 Höhenmeter unterhalb des Gipfels des Steinköpfle vorbei. Die Besteigung des Gipfels erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.