Mittwoch, 21. Juni 2017

Europarat will Europadiplom für Russlands Totalreservat (zapovednik) Kostomuksha erneuern

Das beratende Komitee des Europarats zum Europadiplom für Schutzgebiete hat bei seiner Sitzung am 8. März 2017 in Straßburg eine Empfehlung zur Erneuerung des im Jahr 2018 auslaufenden Europadiploms für das Totalreservat Kostomuksha in Russland ausgesprochen.

Die Gültigkeit des Europadiploms soll bis zum 18. September 2028 verlängert werden. Die Verlängerung ist verbunden mit sieben Empfehlungen.

Das Totalreservat Kostomuksha in Karelien gehört zum finnisch-russischen Freundschafts-Naturschutzgebiet. Im Gebiet befinden sich zahlreiche Seen. Das Europadiplom wurde dem Totalreservat Kostomuksha zum ersten Mal im Jahr 1998 zuerkannt. Das Totalreservat hat eine Fläche von 48 km². Das Schutzgebiet wurde mit dem Dekret Nr. 557 geschaffen.

Sonntag, 18. Juni 2017

Neue Biosphärenreservate in Europa im Jahr 2017

23 neue Biosphärenreservate, davon 6 in Europa: Das ist eines der Ergebnisse der 29. Sitzung des International Coordinating Council (Internationaler Koordinierungsrat) des MAB-Programms der Unesco, die vom 12. bis 15. Juni 2017 in Paris stattgefunden hat.

In Europa wurden die folgenden Biosphärenreservate neu anerkannt:
Biosphärengebiet Schwarzwald, Deutschland, Baden-Württemberg
Biosphärenreservat Moen, Dänemark
Biosphärenreservat Tepilora, Rio Posada and Montalbo, Italien, Sardinien
Biosphärenreservat Castro Verde, Portugal
Biosphärenreservat Metsola, Russland, Grenze zu Finnland
Biosphärenreservat Backo Podunavlje, Serbien

Die größten Änderungen gab es darüber hinaus bei den Biosphärenreservaten in Bulgarien. Das Land besitzt zahlreiche Biosphärenreservate, die aber in der Mehrzahl nicht mehr den heutigen Bedingungen (Sevilla-Strategie) für Biosphärenreservate entsprechen.

Bulgarien hat zunächst einmal die drei Biosphärenreservate Doupkata, Kamtchia und Koupena zurückgezogen, weil die Anpassung an die Sevilla-Strategie nicht gelang. Die vier Biosphärenreservate Steneto, Tsaritchina, Djendema and Boatin wurden in das neue Biosphärenreservat Central Balkan überführt. Das Biosphärenreservat Uzunbudzhak wurde neu strukturiert in Anpassung an die Sevilla-Strategie. Ebenfalls neu strukturiert und teilweise erweitert wurden die Biosphärenreservat Chervenata Stena und Srébarna.

Polen hat das Biosphärenreservat Masurian Lakes neu benannt und erweitert.

Spanien hat das Biosphärenreservat Marismas del Odiel in Andalusien erweitert. 

Donnerstag, 15. Juni 2017

Spaniens Nationalpark "Garajonay"

Der Nationalpark Garajonay befindet sich auf der Kanareninsel La Gomera. Der Nationalpark umfasst die höchsten Teile der Insel. Schutzzweck ist das Relikt eines Lorbeer-Urwalds, einer Waldform, die vor Jahrmillionen noch weite Teile des Mittelmeerraums bedeckt hat und heute auf wenige einzelne Standorte beschränkt ist.   

Die Dachorganisation der spanischen Nationalparks hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden spanischen Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhunderts) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor.

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalparks unter Zuhilfenahme der in den drei genannten Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Heute ist als sechster Nationalpark der Nationalpark Garajonay an der Reihe. 

Montag, 12. Juni 2017

Europarat will Europadiplom für Spaniens Nationalpark Ordesa y Monte Perdido erneuern

Das beratende Komitee des Europarats zum Europadiplom für Schutzgebiete hat bei seiner Sitzung am 8. März 2017 in Straßburg eine Empfehlung zur Erneuerung des im Jahr 2018 auslaufenden Europadiploms für den Nationalpark Ordesa y Monte Perdido in Spanien ausgesprochen.

Der Nationalpark Ordesa y Monte Perdido (spanische Region Aragon, Pyrenäen) kommt damit in diesem Blog innerhalb kurzer Zeit bereits zum zweiten Mal zur Sprache. Im Post vom 06.Juni.2017 wurde der Nationalpark aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks bereits kurz porträtiert. 

Die Gültigkeit des Europadiploms soll bis zum 13. Juni 2028 verlängert werden. Die Verlängerung ist verbunden mit drei Empfehlungen.

Freitag, 9. Juni 2017

Nordrhein-Westfalen gibt Wildnisentwicklungsgebiete bekannt

Mit einer Bekanntmachung im Ministerialblatt, Ausgabe 2017, Nr. 13 vom 24.04.2017 hat das Bundesland Nordrhein-Westfalen die Wildnisentwicklungsgebiete des Landes veröffentlicht.

Die Wildnisentwicklungsgebiete gründen sich auf § 40 Abs. 3 Satz 2 des Landesnaturschutzgesetzes NRW. Mit der Bekanntmachung sind die Wildnisentwicklungsgebiete als Naturschutzgebiete gemäß § 23 des Bundesnaturschutzgesetzes gesetzlich geschützt. 

In § 40 des Landesnaturschutzgesetzes ist festgelegt, dass die Wildnisentwicklungsgebiete im Ministerialblatt für das Land Nordrhein-Westfalen sowie in der Karte der Wildniswälder in Nordrhein-Westfalen erfasst und veröffentlicht werden. Zudem ist der Schutzstatus als Naturschutzgebiet mit der Veröffentlichung festgelegt.

In der Anlage 01 der Bekanntmachung findet sich eine Tabelle der Wildnisentwicklungsgebiete. Die Tabelle listet 69 Wildnisentwicklungsgebiete auf. Die Anlagen 02 bis 69 umfassen Karten der Wildnisentwicklungsgebiete. Das größte Gebiet ist "Egge" im Regierungsbezirk Detmold mit acht Teilflächen und einer Gesamtfläche von 510,3 Hektar.

In den Wildnisgebieten ist die Nutzung von Holz untersagt. Das gilt nicht für Maßnahmen zur Verkehrssicherung sowie für die Entnahme nicht lebensraumtypischer Gehölze. 

Nordrhein-Westfalen ist eines der ganz wenigen oder sogar das einzige der Bundesländer, die den Wildnisbegriff als Schutzgebietskategorie eingeführt haben. 

Dienstag, 6. Juni 2017

Spaniens Nationalpark "Ordesa y Monte Perdido"

Der Nationalpark Ordesa y Monte Perdido befindet sich in den Zentralpyrenäen. Der Park umfasst einerseits die höchsten aus Kalksedimenten bestehenden Berge Europas und andererseits einige der größten Canyons Europas an der Südabdachung der Pyrenäen. 

Die Dachorganisation der spanischen Nationalparks hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden spanischen Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhunderts) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor.

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalparks unter Zuhilfenahme der in den drei genannten Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Heute ist als fünfter Nationalpark der Nationalpark Ordesa y Monte Perdido an der Reihe. 

Samstag, 3. Juni 2017

Europarat will Europadiplom für die Weltenburger Enge in Bayern erneuern

Das beratende Komitee des Europarats zum Europadiplom für Schutzgebiete hat bei seiner Sitzung am 8. März 2017 in Straßburg eine Empfehlung zur Erneuerung des im Jahr 2018 auslaufenden Europadiploms für das Naturschutzgebiet Weltenburger Enge in Bayern ausgesprochen.

Die Gültigkeit des Europadiploms soll bis zum 2. März 2028 verlängert werden. Die Verlängerung ist verbunden mit drei Bedingungen sowie mit acht Empfehlungen.

Erste Bedingung:
Es soll eine Expertise eingeholt werden, wie im Rahmen des gesetzlich Möglichen die Anlandung privater Boote am rechten Ufer der Donau zwischen dem Weltenburger Bootssteg und Flusskilometer 2416 gestoppt bzw. wenigstens reguliert werden kann. Das Campieren sowie das Feuermachen soll im gesamten Gebiet verboten werden.

Mittwoch, 31. Mai 2017

Nordrhein-Westfalen verordnet das Nationale Naturmonument Bruchhauser Steine

Mit der Verordnung vom 24. März 2017 über das Nationale Naturmonument Bruchhauser Steine (NNM-VO Bruchhauser Steine) hat das Bundesland Nordrhein-Westfalen ein neues Schutzgebiet von nationaler Bedeutung geschaffen.

Gemäß §2 der Verordnung umfasst das Nationale Naturmonument eine von Silikatfelsen überragte Waldfläche einschließlich der im Gebiet liegenden kulturhistorischen Anlagen. Das Nationale Naturmonument bedeckt eine Fläche von ca. 23,7 Hektar. Es befindet sich in der Stadt Olsberg im Hochsauerlandkreis.

Gemäß der Präambel der Verordnung stellen die Bruchhauser Steine eine äußerst markante und hunderte Millionen Jahre alte Felsformation dar. Sie überragen den Istenberg um bis zu 92 Meter. Diese herausragende Naturerscheinung ist aus naturgeschichtlichen und kulturhistorischen Gründen und wegen der Seltenheit der auf ihnen vorkommenden Pflanzen von nationaler Bedeutung. Die Bruchhauser Steine stellen eines der bedeutendsten Geotope Deutschlands dar.

Sonntag, 28. Mai 2017

Spaniens Nationalpark "Timanfaya"

Der Nationalpark Timanfaya befindet sich auf der Insel Lanzarote, einer der sieben Hauptinseln der Kanaren im Atlantischen Ozean.

Die Dachorganisation der spanischen Nationalparks hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhunderts) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor.

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalparks unter Zuhilfenahme der in den drei genannten Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Heute ist als vierter Nationalpark der Nationalpark Timanfaya an der Reihe.

Donnerstag, 25. Mai 2017

Europarat will Europadiplom für Estlands Matsalu-Nationalpark erneuern

Das beratende Komitee des Europarats zum Europadiplom für Schutzgebiete hat bei seiner Sitzung am 8. März 2017 in Straßburg eine Empfehlung zur Erneuerung des im Jahr 2018 auslaufenden Europadiploms für den Nationalpark Matsalu in Estland ausgesprochen.

Die Gültigkeit des Europadiploms soll bis zum 28. Mai 2028 verlängert werden. Die Verlängerung ist verbunden mit einer Bedingung sowie mit sechs Empfehlungen.

Zur Bedingung wurde gemacht, dass der Managementplan für den Zeitraum 2015 - 2024 in Kraft gesetzt sowie ausreichend finanziert wird. Rechtzeitig vor dem Auslaufen des Managementplans 2024 muss der Plan erneuert werden.

Montag, 22. Mai 2017

Spaniens Nationalpark "Sierra Nevada"

Der Nationalpark Sierra Nevada befindet sich im Zentrum des gleichnamigen Gebirges im Süden Spaniens. Die Sierra Nevada ist der höchste Teil der Betischen Kordilliere und gleichzeitig das höchste Gebirge der Iberischen Halbinsel.

Die Dachorganisation der spanischen Nationalparks hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhunderts) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor. 

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalparks unter Zuhilfenahme der in den drei genannten Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Heute ist als dritter Nationalpark der Nationalpark Sierra Nevada an der Reihe.

Freitag, 19. Mai 2017

Naturpark "Lago de Sanabria y Sierras Segundera y de Porto" in Spaniens Region Castilla y León umbenannt und vergrößert

Mit dem Gesetz 1/2017 vom 28. März 2017 hat die spanische Region Castilla y León den Naturpark Parque Natural Lago de Sanabria y alrededores (Zamora) in Parque Natural Lago de Sanabria y Sierras Segundera y de Porto (Zamora) umbenannt, die Fläche des Naturparks vergrößert und den Pflege-, Schutz- und Nutzungsplan verabschiedet.

Der jetzt vergrößerte Naturpark befindet sich im äußersten Nordwesten der Provinz Zamora und grenzt an die Provinzen Orense und León. Das Gebiet des Parks umfasst zum größeren Teil Mittel- und Hochgebirge mit einer Höhenlage um die 1.500 m ü NN sowie einigen Bergen über 2.000 m ü NN (Peña Trevinca, 2.127 m ü NN, Montalvo). Die im Park sich befindenden Feuchtgebiete sind glazialen Ursprungs und stellen eines der wichtigsten und vielgestaltigsten Beispiele für Feuchtgebiete dieses Typs auf der Iberischen Halbinsel dar. Der Lago de Sanabria (Sanabria-See) ist der größte See glazialen Ursprungs auf der Iberischen Halbinsel. Der See bedeckt eine Fläche von 318,7 Hektar und hat eine Tiefe von bis zu 51 Metern. Der Naturpark umfasst über 20 glaziale Seen.

Dienstag, 16. Mai 2017

Tiroler Lech ist Österreichs Naturpark des Jahres 2017

Der Verband der Naturparke Österreichs hat den Naturpark Tiroler Lech zum Naturpark des Jahres 2017 gewählt.

Der zweite Platz ging an den Naturpark Rosalia-Kogelberg im Burgenland. Den dritten Platz errang der Naturpark Südsteiermark im Bundesland Steiermark.

Besonders gelobt wurden beim Naturpark Tiroler Lech die Vielfalt an Bildungs- und Erholungsangeboten sowie die ausgewogenen und auf hohem Niveau angesiedelten Schutzmaßnahmen. 

Der Naturpark Tiroler Lech wurde im Jahr 2004 gegründet. Der Naturpark besteht vollumfänglich aus dem Naturschutzgebiet Tiroler Lechtal. 24 Gemeinden haben Flächen im Naturpark. Der Tiroler Lech gilt als der letzte Wildfluss der Nordalpen. Der Naturpark Tiroler Lech gilt als größtes zusammenhängendes Schutzgebiet im Talbereich Tirols. Die Fläche des Naturparks ist 41,38 km² groß. Der Naturpark erstreckt sich entlang des Verlaufs des Lechs von der Landesgrenze zu Vorarlberg bis zur Staatsgrenze zu Deutschland. Die Länge des Naturparks beträgt 62 Kilometer.     

In Österreich gibt es zur Zeit 48 Naturparks. Im Bundesland Tirol gibt es fünf Naturparks.

Samstag, 13. Mai 2017

Schweiz will staatenübergreifende Nationalparks ermöglichen

Die Schweiz will ermöglichen, dass sich zukünftige Nationalparks des Landes auch über Gebiete von angrenzenden Staaten erstrecken können.

Hierzu soll die Verordnung über die Pärke von nationaler Bedeutung (Pärkeverordnung, PäV) vom 7. November 2007 geändert werden. Artikel 16 Absatz 3bis der Pärkeverordnung wird hinzugefügt mit folgendem Wortlaut: "Höchstens die Hälfte der Kernzone kann im grenznahen Ausland liegen, sofern die Anforderungen nach den Absätzen 2 und 3 erfüllt sind".

Die geänderte Pärkeverordnung soll am 1. April 2018 in Kraft treten. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat die geänderte Pärkeverordnung vom 13.04.2017 bis zum 26.07.2017 in die Vernehmlassung (Anhörungsverfahren) geschickt.

Mittwoch, 10. Mai 2017

EU veröffentlicht zehnte aktualisierte Liste der FFH-Gebiete in der atlantischen biogeographischen Region

Die Europäische Union hat im EU-Amtsblatt L 353 vom 23. Dezember 2016 den "Durchführungsbeschluss (EU) 2016/2335 der Kommission vom 9. Dezember 2016 zur Annahme einer zehnten aktualisierten Liste von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung in der atlantischen biogeographischen Region" veröffentlicht.

Die Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (GGB), (auch: FFH-Gebiete) stützen sich auf die Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen.

An der atlantischen biogeographischen Region haben die EU-Staaten Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Irland, Niederlande, Portugal, Spanien und Vereinigtes Königreich Anteil. Die gesamte EU hat Anteil an neun biogeographischen Regionen.

Sonntag, 7. Mai 2017

Aare-Hagneck-Kanal ist Schweizer Landschaft des Jahres 2017

Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz hat den Aare-Hagneck-Kanal zur Schweizer Landschaft des Jahres 2017 gekürt.

Der Festakt fand am 6. Mai 2017 statt. Der Festakt war verbunden mit einer Tagung zum Thema "Energiewende und Landschaftsschutz - Kriterien der Vereinbarkeit". Beim Aare-Hagneck-Kanal handelt es sich um eine Energieinfrastrukturlandschaft.   

Der Preisempfänger sind die BKW Energie AG (Bern), der Energie Service Biel ESB und der Kanton Bern. Mit der Ernennung zur Landschaft des Jahres soll das Engagement zur sorgfältigen, umwelt- und landschaftsverträglichen Sanierung der Kraftwerke und Umsetzung der Hochwasserschutzmaßnahmen gewürdigt werden.

Donnerstag, 4. Mai 2017

Schottland weist 42 wilde Gebiete (Wild Land Areas) aus

Die staatliche schottische Naturschutzorganisation Scottish Natural Heritage (SNH) hat im Juni 2014 eine Landkarte vorgelegt, in der 42 Gebiete, die sich weitgehehend in natürlichem Zustand befinden, verzeichnet sind (Wild Land Areas, WLAs).

Wild Land Areas repräsentieren die ausgedehntesten Gebiete in Schottland, die Wildnischarakter aufweisen. Obwohl die WLAs keine Schutzgebietskategorie darstellen, sind diese Gebiete von nationaler Bedeutung im Bezug auf die Raumplanung und Landentwicklung. Somit spielen die WLAs eine wichtige Rolle beim Schutz der Wildnis Schottlands    

Vor kurzem hat SNH ausführliche Beschreibungen aller 42 Gebiete veröffentlicht. Diese Gebiete sollen zukünftig bei raumwirksamen Planungen berücksichtigt werden. Die Gesamtfläche der WLAs beträgt 1.537.326 Hektar. Das sind 19,7 Prozent der Landfläche Schottlands.

SNG führt gerade eine Anhörung durch, mit der die Auswirkungen raumwirksamer Planungen auf die WLAs abgeschätzt werden sollen. Die WLAs werden in der Planungspolitik Schottlands als sehr empfindlich in Bezug auf jede Form der Einflussnahme durch den Menschen eingeschätzt. WLAs haben wenig bzw. keine Möglichkeiten, neue Entwicklungsprojekte ohne Schaden aufzunehmen.

Dies sind die 42 WLAs in Schottland:

Montag, 1. Mai 2017

Spaniens Nationalpark "Caldera de Taburiente"

Der Nationalpark Caldera de Taburiente befindet sich auf der Insel La Palma, einer der sieben Hauptinseln der Kanaren im Atlantischen Ozean.

Die Dachorganisation der spanischen Nationalparks hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhunderts) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor.

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalparks unter Zuhilfenahme der in den drei genannten Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Heute ist als zweiter Nationalpark der Nationalpark Caldera de Taburiente an der Reihe.

Freitag, 28. April 2017

EU veröffentlicht zehnte aktualisierte Liste der FFH-Gebiete in der kontinentalen biogeographischen Region

Die Europäische Union hat im EU-Amtsblatt L 353 vom 23. Dezember 2016 den "Durchführungsbeschluss (EU) 2016/2334 der Kommission vom 9. Dezember 2016 zur Annahme einer zehnten aktualisierten Liste von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung in der kontinentalen biogeographischen Region" veröffentlicht.

Die Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (GGB), (auch: FFH-Gebiete) stützen sich auf die Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen.

An der kontinentalen biogeographischen Region haben die EU-Staaten Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Kroatien, Italien, Luxemburg, Österreich, Polen, Rumänien, Slowenien, Schweden und Tschechien Anteil. Die gesamte EU hat Anteil an neun biogeographischen Regionen.

Dienstag, 25. April 2017

Brandenburg verordnet Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung im Naturpark Westhavelland

Mit der sechsten Verordnung zur Festsetzung von Erhaltungszielen und Gebietsabgrenzungen für Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung vom 6. Februar 2017 hat das Bundesland Brandenburg die FFH-Gebiete festgesetzt, die vollständig oder anteilig im Naturpark Westhavelland liegen.

Dies sind die rechtlichen Hintergründe:

Gemäß §7 Bundesnaturschutzgesetz sind Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung die in die Liste nach Artikel 4 Absatz 2 Unterabsatz 3 der Richtlinie 92/43/EWG (FFH-Richtlinie) aufgenommenen Gebiete...

Gemäß §32(2) Bundesnaturschutzgesetz sind die in die Liste nach Artikel 4 Absatz 2 Unterabsatz 3 der Richtlinie 92/43/EWG aufgenommenen Gebiete zu geschützten Teilen von Natur und Landschaft zu erklären.

Gemäß §32(4) Bundesnaturschutzgesetz kann die Unterschutzstellung unterbleiben, soweit nach gebietsbezogenen Bestimmungen des Landesrechts ein gleichwertiger Schutz gewährleistet ist.

Gemäß §14(3) des Brandenburgischen Ausführungsgesetzes zum Bundesnaturschutzgesetz wird das für Naturschutz und Landschaftspflege zuständige Mitglied der Landesregierung ermächtigt, durch Rechtsverordnung die für das FFH-Gebiet festzulegenden gebietsspezifischen Erhaltungsziele sowie die Gebietsabgrenzung festzusetzen, wenn nach §32(4) des Bundesnaturschutzgesetzes eine Unterschutzstellung unterbleiben kann.

Diese Bestimmung ist im Falle der FFH-Gebiete im Naturpark Westhavelland wirksam geworden. Deshalb werden diese FFH-Gebiete nicht als eigenständige Schutzgebiete gemäß nationalem Recht ausgewiesen. Es werden lediglich durch Rechtsverordnung die Erhaltungsziele und die Gebietsabgrenzung festgesetzt.   

Im Naturpark Westhavelland befinden sich 17 FFH-Gebiete wie folgt:

Samstag, 22. April 2017

Spaniens Nationalpark "Aigüestortes y Lago de San Mauricio"

Der Nationalpark Aigüestortes y Lago de San Mauricio befindet sich in der Region Katalonien und in den Pyrenäen.

Die Dachorganisation der spanischen Nationalparks hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhunderts) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor.

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalparks unter Zuhilfenahme der in den drei Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Den Anfang macht der Nationalpark Aigüestortes y Lago de San Mauricio.

Mittwoch, 19. April 2017

"Marais Breton, Baie de Bourgneuf, Ile de Noirmoutier et Forêt de Monts" ist Frankreichs 45. Ramsar-Gebiet

Frankreich hat am 02. Februar 2017 das Gebiet Marais Breton, Baie de Bourgneuf, Ile de Noirmoutier et Forêt de Monts als Ramsar-Gebiet gemeldet und damit als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung bestimmt.

Die Meldung an das Sekretariat der Ramsar-Konvention, des internationalen Übereinkommens über Feuchtgebiete, erfolgte am internationalen Tag des Feuchtgebiets (World Wetlands Day), der jedes Jahr am 02. Februar begangen wird.

Marais Breton, Baie de Bourgneuf, Ile de Noirmoutier et Forêt de Monts ist bereits das 45. Ramsar-Gebiet Frankreichs. Es hat die Ramsar-Gebietsnummer 2283. Das neue Ramsar-Gebiet ist 55.826 Hektar groß. Es befindet sich an der Atlantikküste in der Region Pays de la Loire und umfasst ein wichtiges Vorkommen von Küstensümpfen und von Küstenlandschaften, die durch die Gezeiten geprägt sind. Die 45 Ramsar-Gebiete Frankreichs umfassen nun eine Fläche von 3.625.472 Hektar. 

Das Gebiet ist Teil einer Kette von Küsten-Feuchtgebieten, die für den Schutz von salz-toleranten Habitaten und Arten von Bedeutung sind. Im Gebiet gibt es 16 Habitate, die in der FFH-Richtlinie der EU als prioritäre Arten genannt sind. 

Das Gebiet ist ein Schwerpunkt (Hotspot) der Biodiversität. Dort halten sich 60.000 Wasservögel auf. Im Gebiet wird Fischerei betrieben und Salz produziert. Es ist ein beliebtes Ziel für Touristen. Es gibt ausgereifte Regelungen zur Minimierung der Auswirkungen des Tourismus auf das Gebiet.      

Sonntag, 16. April 2017

EU veröffentlicht achte aktualisierte Liste der FFH-Gebiete in der pannonischen biogeographischen Region

Die Europäische Union hat im EU-Amtsblatt L 353 vom 23. Dezember 2016 den "Durchführungsbeschluss (EU) 2016/2333 der Kommission vom 9. Dezember 2016 zur Annahme einer achten aktualisierten Liste von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung in der pannonischen biogeographischen Region" veröffentlicht.

Die Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (GGB), (auch: FFH-Gebiete) stützen sich auf die Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen.

An der pannonischen biogeographischen Region haben die EU-Staaten Tschechische Republik, Rumänien, Slowakei und Ungarn Anteil. Die gesamte EU hat Anteil an neun biogeographischen Regionen.

Die erste Liste von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung in der pannonischen biogeographischen Region wurde mit der Entscheidung 2008/26/EG der Kommission verabschiedet. Die letzte Aktualisierung erfolgte mit dem Durchführungsbeschluss (EU) 2015/2368 der Kommission.

Die achte Aktualisierung berücksichtigt neue Gebiete sowie geänderte Angaben zu bereits vorhandenen Gebieten, die von den Mitgliedstaaten zwischen dem 16. Januar 2015 und dem 31. Januar 2016 übermittelt worden sind.

Die Liste umfasst die folgenden Daten:
  • Gebietscode
  • Bezeichnung des Gebiets
  • Vorhandensein von einem oder mehreren prioritären natürlichen Lebensraumtypen und/oder einer oder mehrerer prioritärer Arten im Sinne von Artikel 1 der Richtlinie 92/43/EWG
  • Fläche des Gebiets in Hektar
  • Länge des Gebiets in Kilometer (wo sinnvoll)
  • Geographische Koordinaten 

   

Donnerstag, 13. April 2017

14 neue FFH-Gebiete in Vorarlberg durch Beschluss der EU vom 09.12.2016

Die Europäische Union hat am 23. Dezember 2016 eine zehnte aktualisierte Liste der FFH-Gebiete des Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000 für die alpine biogeographische Region veröffentlicht.

Hierbei gab es für das österreichische Bundesland Vorarlberg einen Zuwachs von 14 neuen FFH-Gebieten gegenüber der neunten aktualisierten Liste . Besonders hervor sticht das neue FFH-Gebiet Ifen mit einer Fläche von 2.466,72 Hektar. Die anderen neuen FFH-Gebiete sind alle unter 100 Hektar groß. Das FFH-Gebiet Ifen umfasst eine der großartigsten Karstlandschaften der Alpen (Hoher Ifen und Gottesackerplateau) und grenzt unmittelbar an ein FFH-Gebiet in Deutschland.  

Der Gebietscode der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (FFH-Gebiete) im Bundesland Vorarlberg beginnt mit "AT34". Dies sind die neuen FFH-Gebiete in Vorarlberg:

Montag, 10. April 2017

Die Ramsar-Gebiete in Belgien

Im heutigen Post in diesem Blog sind die Ramsar-Gebiete Belgiens aufgelistet. Zukünftige Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Ramsar-Gebieten Belgiens befassen, werden vom heutigen Post aus verlinkt.

Die Ramsar-Konvention ist ein internationales Übereinkommen über Feuchtgebiete. Das Ramsar-Übereinkommen wurde am 02.02.1971 in der iranischen Stadt Ramsar geschlossen.

In Belgien ist die Ramsar-Konvention am 4. Juli 1986 in Kraft getreten. Das Land hat zur Zeit neun Ramsar-Gebiete. Sie umfassen eine Fläche von 46.944 Hektar. In Belgien gibt es zur Zeit ein staatenübergreifendes Ramsar-Gebiet (Transboundary Ramsar Site). Dies ist Vallée de la Haute-Sûre (Belgien, Luxemburg).

Das größte Ramsar-Gebiet ist Vallée de la Haute-Sûre mit einer Fläche von 29.000 Hektar. Das kleinste Ramsar-Gebiet ist Grotte des Emotions mit einer Fläche von 3 Hektar.

Die Ramsar-Gebiete Belgiens im Einzelnen:

Freitag, 7. April 2017

Ruhezonen in Frankreichs Naturschutzgebiet (Réserve Naturelle Nationale) Haute Chaîne du Jura

Mit einem Erlass des Präfekten des Departements Ain vom 27. Januar 2017 sind für das im Französischen Jura gelegene Naturschutzgebiet (Réserve Naturelle Nationale) Haute chaîne du Jura mehrere Ruhezonen für die wild lebenden Tiere ausgewiesen worden.

Die Ruhezonen (Zones de Quiétude de la Faune Sauvage) wurden erforderlich, um die Auswirkungen der Freizeitaktivitäten auf empfindliche Tierarten, vor allem den Auerhahn, zu minimieren. In den Ruhezonen sind Freizeitaktivitäten (Wandern, Schneeschuhwandern, Skifahren) in der Zeit vom 15. Dezember bis zum 30. Juni eines Jahres verboten. Offen bleiben jedoch bestimmte Wege, die eigens gekennzeichnet sind. Diese Wege wurden so gelegt, dass sie die Störungen der wild lebenden Tiere minimieren und gleichzeitig attraktive Freizeitmöglichkeiten schaffen.    

Das Naturschutzgebiet Haute chaîne du Jura ist das viertgrößte Naturschutzgebiet Frankreichs (ohne die Übersee-Départements). Es umfasst eine Fläche von 10.909 Hektar (somit mitteleuropäische Nationalparkgröße) und erstreckt sich über 40 Kilometer Länge im Département Ain in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Die Grenze zur Schweiz (Kantone Genf und Waadt) liegt unweit östlich des Naturschutzgebiets.

Das Naturschutzgebiet Haute chaîne du Jura deckt die östlichste, schmalste und zugleich höchste Kette des Französischen Jura ab. Der höchste Punkt ist der Crêt de la Neige, 1.720 m ü NN. 

Das Naturschutzgebiet Haute chaîne du Jura wurde mit der Verordnung (Décret) Nr. 93-261 des Französisichen Umweltministeriums vom 26. Februar 1993 geschaffen. 
Haute-Chaîne du Jura

Dienstag, 4. April 2017

Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue legt Naturdynamikbereiche fest

Die Biosphärenreservatsverwaltung Niedersächsische Elbtalaue hat mit Datum vom 18.10.2016 (veröffentlicht im Niedersächsischen Ministerialblatt 1/2017) eine Allgemeinverfügung zur Bestimmung von Naturdynamikbereichen im Biosphärenreservat "Niedersächsische Elbtalaue" erlassen.

Das Gesetz über das Biosphärenreservat "Niedersächsische Elbtalaue" (NElbtBRG) legt im §7 (Besonderer Schutzzweck des Gebietsteils C), Absatz 2, Satz 1, fest:

"Die Biosphärenreservatsverwaltung bestimmt Flächen, die im Gebietsteil C des Biosphärenreservats liegen und sich im Eigentum des Landes befinden, zu Naturdynamikbereichen. Naturdynamikbereiche sind für das Biosphärenreservat beispielhafte Lebensräume, in denen ein möglichst ungestörter Ablauf der Naturvorgänge in ihrer natürlichen Dynamik gewährleistet wird. Mindestens 3 vom Hundert der Fläche des Biosphärenreservats sind zu Naturdynamikbereichen zu bestimmen".

Die Naturdynamikbereiche entsprechen somit den Kernzonen eines Unesco-Biosphärenreservats. Insgesamt wurden 11 Naturdynamikbereiche festgesetzt.

Dies sind die einzelnen Naturdynamikbereiche:

Samstag, 1. April 2017

EU veröffentlicht zehnte aktualisierte Liste der FFH-Gebiete in der alpinen biogeographischen Region

Die Europäische Union hat im EU-Amtsblatt L 353 vom 23. Dezember 2016 den "Durchführungsbeschluss EU 2016/2332 der Kommission vom 9. Dezember 2016 zur Annahme einer zehnten aktualisierten Liste von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung in der alpinen biogeographischen Region" veröffentlicht.

Die Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (GGB), (auch: FFH-Gebiete) stützen sich auf die Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen.

An der alpinen biogeographischen Region haben die EU-Staaten Bulgarien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Kroatien, Österreich, Polen, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien und Spanien Anteil. Die EU hat Anteil an neun biogeographischen Regionen.

Mittwoch, 29. März 2017

Hessen weist Naturpark Meißner-Kaufunger Wald neu aus

Das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat den Naturpark Meißner-Kaufunger Wald mit einer Erklärung zum Naturpark vom 16. Januar 2017 neu ausgewiesen und erweitert.

Die Erklärung wurde im Staatsanzeiger für das Land Hessen Nr. 6/2017 veröffentlicht. Mit der Neuausweisung des Naturparks ist die Erklärung zum Naturpark vom 28. Juni 2006 überholt. Sie wurde aufgehoben.

Alle bebauten Flächen innerhalb der Gebietskulisse sind nicht Bestandteil des Naturparks. Der Naturpark ist in der Öffentlichkeit durch Schilder zu kennzeichnen. Träger des Naturparks ist der Zweckverband "Meißner-Kaufunger Wald" mit Sitz in Eschwege. 

Die rechtlichen Anforderungen zur Erklärung eines Naturparks gemäß dem Bundesnaturschutzgesetz und gemäß dem Hessischen Ausführungsgesetz zum Bundesnaturschutzgesetz sind für den Meißner-Kaufunger Wald erfüllt. 

Sonntag, 26. März 2017

Biosphärenreservate im Vereinigten Königreich

Im heutigen Post in diesem Blog sind die Biosphärenreservate des Vereinigten Königreichs aufgelistet. Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Biosphärenreservaten des Vereinigten Königreichs befassen, sind vom heutigen Post aus verlinkt.

Biosphärenreservate gehören zum MAB (man and biosfere) Programm der UNESCO. Das Programm wurde im Jahr 1971 gestartet.

Im Vereinigten Königreich gibt es zur Zeit sechs Biosphärenreservate, die im Rahmen des MAB-Programms der Unesco anerkannt sind. Sie umfassen eine Fläche von 2.160.684 Hektar. 

Das größte Biosphärenreservat ist Wester Ross in Schottlang mit einer Fläche von 529.904 Hektar. Das kleinste Biosphärenreservat ist Brighton & Lewes Downs in England mit einer Fläche von 38.921 Hektar. 

Die Biosphärenreservate des Vereinigten Königreichs im Einzelnen:

Donnerstag, 23. März 2017

Die Ramsar-Gebiete in Spanien

Im heutigen Post in diesem Blog sind die Ramsar-Gebiete Spaniens aufgelistet. Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Ramsar-Gebieten Spaniens befassen, sind vom heutigen Post aus verlinkt.

Die Ramsar-Konvention ist ein internationales Übereinkommen über Feuchtgebiete. Das Ramsar-Übereinkommen wurde am 02.02.1971 in der iranischen Stadt Ramsar geschlossen.

In Spanien ist die Ramsar-Konvention am 4. September 1982 in Kraft getreten. Das Land hat zur Zeit 74 Ramsar-Gebiete. Sie umfassen eine Fläche von 303.090 Hektar. In Spanien gibt es zur Zeit keine staatenübergreifenden Ramsar-Gebiete (Transboundary Ramsar Sites). 

Das größte Ramsar-Gebiet ist Doñana mit einer Fläche von 111.646 Hektar. Das kleinste Ramsar-Gebiet ist Lago de Caicedo-Yuso y Salinas de Añana mit einer Fläche von 26 Hektar.

Das jüngste Ramsar-Gebiet ist Lagunas de Ruidera in der Region Castilla-La Mancha. Es wurde im Jahr 2012 gemeldet.

Die Ramsar-Gebiete Spaniens im Einzelnen:

Montag, 20. März 2017

Bundesland Salzburg schafft gesetzliche Grundlage für die Schutzgebietskategorie Biosphärenpark

Mit dem Gesetz vom 9. November 2016, mit dem das Salzburger Naturschutzgesetz 1999 geändert wird, hat das österreichische Bundesland Salzburg die Schutzgebietskategorie des Biosphärenparks in sein Naturschutzgesetz aufgenommen.

Der Biosphärenpark wird im neuen Unterabschnitt 8a. und im neuen Paragraph 23a des Salzburger Naturschutzgesetzes geregelt. 

Gemäß der neuen gesetzlichen Regelung kann die Landesregierung Biosphärenparks durch Verordnung erklären. Die Verordnung soll sich nur auf Gebiete beziehen, die als Biosphärenreservate der UNESCO anerkannt sind. Die gebietsmäßig berührten Gemeinden müssen gehört werden. Die Biosphärenparks müssen für Österreich repräsentative Natur- und Kulturlandschaftsräume enthalten. Wesentliche Teile der Biosphärenparks müssen als Naturschutzdenkmäler, geschützte Landschaftsteile, Landschaftsschutzgebiete, Naturschutzgebiete, Nationalparke und/oder Europaschutzgebiete bereits geschützt sein.

Biosphärenparke gliedern sich gemäß dem geänderten Salzburger Naturschutzgesetz in Kern-, Pflege- und Entwicklungszonen.

Im Bundesland Salzburg gibt es bereits einen Biosphärenpark. Dies ist der bundesländerübergreifende Biosphärenpark Salzburger Lungau & Kärntner Nockberge mit einer Fläche von 149.000 Hektar. Dieser Biosphärenpark besitzt im Bundesland Salzburg bisher keinen naturschutzrechtlichen Schutzstatus. Er ist lediglich in der Raumordnung festgelegt. Mit dem geänderten Salzburger Naturschutzgesetz steht nun einer eigenen Verordnung für den Salzburger Teil des Biosphärenparks nichts mehr im Wege.        

 

Freitag, 17. März 2017

Neues Naturschutzgebiet Allermöher Wiesen in Hamburg

Mit der Verordnung vom 10. Januar 2017 hat das Bundesland Hamburg das Naturschutzgebiet Allermöher Wiesen ausgewiesen. 

Die Naturschutzverordnung bezweckt den Schutz der Allermöher Marsch, einer von Grünlandnutzung geprägten, weiträumigen und offenen Kulturlandschaft. Zudem soll der Alte Billwerder Bahndamm mit seinen Trockenlebensräumen erhalten, entwickelt und wiederhergestellt werden.

Das Naturschutzgebiet Allermöher Wiesen befindet sich in den Gemarkungen Allermöhe und Billwerder. Die Fläche des Naturschutzgebiets beträgt 106 Hektar. Das neue Naturschutzgebiet bildet den Lückenschluss zwischen den bestehenden Naturschutzgebieten Die Reit und Boberger Niederung.

In Hamburg gibt es jetzt insgesamt 33 Naturschutzgebiete. Ihre Fläche beträgt 6.841 Hektar. Damit sind in Hamburg jetzt mehr als neun Prozent der Landesfläche als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Das ist mehr als in jedem anderen deutschen Bundesland.

In der laufenden Legislaturperiode plant der Hamburger Senat noch die Ausweisung zweier weiterer Naturschutzgebiete. Dabei handelt es sich um die Neuländer Moorwiesen an der Süderelbe im Bezirk Harburg mit einer Fläche von ca. 255 Hektar und um das Gebiet Duvenwischen in Volksdorf mit einer Fläche von 43 Hektar.  

Dienstag, 14. März 2017

EU veröffentlicht zehnte aktualisierte Liste der FFH-Gebiete in der borealen biogeographischen Region

Die Europäische Union hat im EU-Amtsblatt L 353 vom 23. Dezember 2016 den "Durchführungsbeschluss (EU) 2016/2331 der Kommission vom 9. Dezember 2016 zur Annahme einer zehnten aktualisierten Liste von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung in der borealen biogeographischen Region" veröffentlicht.

Die Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (GGB), (auch: FFH-Gebiete) stützen sich auf die Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen.

An der borealen biogeographischen Region haben die EU-Staaten Estland, Finnland, Lettland, Litauen und Schweden Anteil. Die EU hat Anteil an neun biogeographischen Regionen.

Die erste Liste von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung in der borealen biogeographischen Region wurde mit der Entscheidung 2005/101/EG der Kommission verabschiedet. Die letzte Aktualisierung erfolgte mit dem Durchführungsbeschluss (EU) 2015/2371 der Kommission.

Die zehnte Aktualisierung berücksichtigt neue Gebiete sowie geänderte Angaben zu bereits vorhandenen Gebieten, die von den Mitgliedstaaten zwischen dem 16. Januar 2015 und dem 31. Januar 2016 übermittelt worden sind.

Die Liste umfasst die folgenden Daten:
  • Gebietscode
  • Bezeichnung des Gebiets
  • Vorhandensein von einem oder mehreren prioritären natürlichen Lebensraumtypen und/oder einer oder mehrerer prioritärer Arten im Sinne von Artikel 1 der Richtlinie 92/43/EWG
  • Fläche des Gebiets in Hektar
  • Länge des Gebiets in Kilometer (wo sinnvoll)
  • Geographische Koordinaten     

Samstag, 11. März 2017

Ramsar-Gebiete in Europa

1.087 Ramsar-Gebiete mit einer Gesamtfläche von 27.811.130 Hektar gibt es zur Zeit in Europa

Die Ramsar-Konvention ist ein internationales Übereinkommen über Feuchtgebiete. Die Ramsar-Konvention ist das älteste der modernen zwischenstaatlichen Übereinkommen zum Schutz der Natur. Es wurde im Jahr 1971 in der iranischen Stadt Ramsar ausgehandelt und trat im Jahr 1975 in Kraft.

Weltweit gibt es zur Zeit 169 Vertragsstaaten und 2.260 gemeldete Ramsar-Gebiete. Sie bedecken eine Gesamtfläche von 215.276.293 Hektar. Fast alle Staaten Europas haben die Ramsar-Konvention unterzeichnet und somit mindestens ein Feuchtgebiet auf ihrem Territorium als Ramsar-Schutzgebiet gemeldet.

Drei Staaten in Europa haben die Ramsar-Konvention bisher nicht unterzeichnet. In diesen Staaten gibt es somit kein Ramsar Gebiet:
Kosovo, San Marino und Vatikanstadt. 

Im heutigen Post in diesem Blog sind die Staaten Europas mit den folgenden Daten aufgelistet:
  • Name
  • Fläche
  • Einwohner
  • Datum der Unterzeichnung der Ramsar-Konvention
  • Anzahl Ramsar-Gebiete
  • Gesamtfläche der gemeldeten Ramsar-Gebiete.
Artikel in diesem Blog, die sich mit den Ramsar-Gebieten einzelner Staaten befassen, sind vom heutigen Post aus verlinkt. Der heutige Post wird auch von der rechten Spalte des Blogs direkt verlinkt. Der Inhalt des heutigen Posts wird regelmäßig aktualisiert.

Der europäische Staat mit den meisten Ramsar-Gebieten ist das Vereinigte Königreich. Dort gibt es zur Zeit 174 Ramsar-Gebiete. Das Land mit der größten Ramsar-Fläche ist Russland mit 10.323.767 Hektar an Ramsar-Gebieten. Allerdings sind hier auch die Gebiete in Asien dabei. Auch bei Frankreich (3.623.749 Hektar), Dänemark (2.315.395 Hektar) und beim Vereinigten Königreich (1.281.989 Hektar) sind außereuropäische Gebiete dabei. Rumänien hat 1.156.448 Hektar Ramsar-Fläche, die sich ausschließlich in Europa befinden.

Beim Thema der Zugehörigkeit der einzelnen Staaten zu Europa orientieren wir uns hier in diesem Blog an den Angaben, die auf der Website der Ramsar-Konvention gemacht werden.

Die europäischen Staaten in Einzelnen:

Mittwoch, 8. März 2017

Naturschutzgebiet "Pfrunger-Burgweiler Ried" in Oberschwaben erweitert und neu ausgewiesen

Das Regierungspräsidium Tübingen in Baden-Württemberg hat am 9. Januar 2017 die Verordnung zur Neuausweisung und Vergrößerung des Naturschutzgebiets "Pfrunger-Burgweiler Ried" in Oberschwaben erlassen.

Das Pfrunger-Burgweiler Ried ist mit einer Fläche von ca. 2.600 Hektar das zweitgrößte zusammenhängende Moorgebiet in Südwestdeutschland. Es gab dort bereits ein Naturschutzgebiet mit einer Fläche von 774 Hektar. Eine 1997 geplante Vergrößerung dieses Naturschutzgebiets scheiterte an den Interessen der Landeigentümer. 

Darauf wurde für das Pfrunger-Burgweiler Ried ein vom Bund gefördertes und im Jahr 2002 bewilligtes Naturschutzgroßprojekt ins Leben gerufen. Dieses Projekt umfasste unter anderem die Wiedervernässung von degenerierten Moorflächen und eine Lösung der Landnutzungskonflikte.

Sonntag, 5. März 2017

EU veröffentlicht sechste aktualisierte Liste der FFH-Gebiete in der biogeographischen Region Makaronesien

Die Europäische Union hat im EU-Amtsblatt L 353 vom 23. Dezember 2016 den "Durchführungsbeschluss (EU) 2016/2330 der Kommission vom 9. Dezember 2016 zur Annahme einer sechsten aktualisierten Liste von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung in der biogeographischen Region Makaronesien" veröffentlicht.

Die Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (GGB), (auch: FFH-Gebiete) stützen sich auf die Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen.

An der biogeographischen Region Makaronesien haben die Staaten Portugal und Spanien Anteil. Die EU hat Anteil an neun biogeographischen Regionen. Die biogeographische Region Makaronesien umfasst die Inselgruppen der Azoren und Madeiras (Portugal) sowie der Kanaren (Spanien) im Atlantischen Ozean.

Donnerstag, 2. März 2017

Cirque de Navacelles ist der 15. Große Ort Frankreichs (Grand Site de France)

Die französische Umweltministerin Ségolène Royal hat mit einer Entscheidung vom 5. Januar 2017 das Gebiet Cirque de Navacelles mit dem Label Grand Site de France ausgezeichnet.

Dies ist bereits das 15. Gebiet Frankreichs, das das Label Grand Site de France ("Großer Ort Frankreichs") erhalten hat. In der südfranzösischen Region Occitanie (entstanden am 01.01.2016 durch den Zusammenschluss der Regionen Languedoc-Roussillon und Midi-Pyrénées) ist es bereits das fünfte Gebiet mit dem Label Grand Site de France (die anderen vier Gebiete: Camargue gardoise, Massif du Canigó, Pont du Gard und Saint-Guilhem-le Désert-Gorges de l’Hérault).

Cirque de Navacelles ist eine außergewöhnlich schöne Kulturlandschaft. Das Gebiet befindet sich mitten im Unesco-Welterbe Causses & Cévennes und in den Departements l'Hérault und Gard. Mit dem Label Grand Site de France wird der lange Weg anerkannt, den die Politik und die Bevölkerung vor Ort gegangen sind, um dem Gebiet Cirque de Navacelles eine nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen.

Montag, 27. Februar 2017

Die Ramsar-Gebiete in der Schweiz

Im heutigen Post in diesem Blog sind die Ramsar-Gebiete der Schweiz aufgelistet. Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Ramsar-Gebieten der Schweiz befassen, sind vom heutigen Post aus verlinkt.

Die Ramsar-Konvention ist ein internationales Übereinkommen über Feuchtgebiete. Das Ramsar-Übereinkommen wurde am 02.02.1971 in der iranischen Stadt Ramsar geschlossen.

In der Schweiz ist die Ramsar-Konvention am 16. Mai 1976 in Kraft getreten. Das Land hat zur Zeit 11 Ramsar-Gebiete. Sie umfassen eine Fläche von 14.688 Hektar. In der Schweiz gibt es zur Zeit kein staatenübergreifendes Ramsar-Gebiet (Transboundary Ramsar Site).

Das größte Ramsar-Gebiet der Schweiz ist Les Grangettes mit einer Fläche von 6.342 Hektar. Das kleinste Ramsar-Gebiet ist Kaltbrunner Ried mit einer Fläche von 157 Hektar.

Die Ramsar-Gebiete der Schweiz im Einzelnen:

Freitag, 24. Februar 2017

EU veröffentlicht vierte aktualisierte Liste der FFH-Gebiete in der biogeographischen Schwarzmeerregion

Die Europäische Union hat im EU-Amtblatt L 353 vom 23. Dezember 2016 den "Durchführungsbeschluss (EU) 2016/2329 der Kommission vom 9. Dezember 2016 zur Annahme einer vierten aktualisierten Liste von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung in der biogeographischen Schwarzmeerregion" veröffentlicht.

Die Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (GGB), (auch: FFH-Gebiete) stützen sich auf die Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen.

An der biogeographischen Schwarzmeerregion haben die EU-Staaten Bulgarien und Rumänien Anteil. Die EU hat Anteil an neun biogeographischen Regionen.

Die erste Liste von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung in der biogeographischen Schwarzmeerregion wurde mit der Entscheidung 2009/92/EG der Kommission verabschiedet. Die letzte Aktualisierung erfolgte mit dem Durchführungsbeschluss (EU) 2015/2375 der Kommission. 

Die vierte Aktualisierung berücksichtigt neue Gebiete sowie geänderte Angaben zu bereits vorhandenen Gebieten, die von den Mitgliedsstaaten zwischen dem 16. Januar 2015 und dem 15. Februar 2016 übermittelt worden sind.

Die aktualisierte Liste beinhaltet 32 Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung in Bulgarien und 13 Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung in Rumänien.

Die Liste umfasst die folgenden Daten:
  • Gebietscode
  • Bezeichnung des Gebiets
  • Vorhandensein von einem oder mehreren prioritären natürlichen Lebensraumtypen und/oder einer oder mehrerer prioritärer Arten im Sinne von Artikel 1 der Richtlinie 92/43/EWG
  • Fläche des Gebiets in Hektar
  • Länge des Gebiets in Kilometer (wo sinnvoll)
  • Geographische Koordinaten 

Dienstag, 21. Februar 2017

Schweden vergrößert Ramsar-Gebiet Tärnasjön

Gemäß einer Mitteilung des Sekretariats der Ramsar-Konvention, des internationalen Übereinkommens zum Schutz der Feuchtgebiete, vom 16.01.2017 hat Schweden das bestehende  Ramsar-Gebiet Tärnasjön um über 11.000 Hektar vergrößert.

Das Ramsar-Gebiet Tärnasjön wurde am 05.12.1974 zum ersten Mal gemeldet, noch bevor Schweden offiziell der Ramsar-Konvention beigetreten ist (am 05.04.1975). Tärnasjön hat die Gebietsnummer 29 und gehört damit zu den ältesten Ramsar-Gebieten weltweit. Das Gebiet befindet sich in der Landschaft Västerbotten in Nordschweden. Tärnasjön hat nun eine Fläche von 23.236 Hektar. Die Koordinaten sind 65°56'N 15°33'E.

Das Ramsar-Gebiet Tärnasjön befindet sich am Oberlauf des Flusses Umeälven (Ume). Das Gebiet umfasst vor allem einen großen alpinen See mit vielen Inseln und Inselchen. Zum Gebiet gehören auch große Sumpfflächen. Darunter befindet sich die südlichste Palsa-Moorfläche in Schweden. Unter Palsa versteht man eine niedrige ovale Bodenerhebung in Gebieten mit Permafrost. 

Zum Gebiet gehören auch viele kleinere Seen und ein Flussdelta, das keinerlei Beeinflussungen durch den Menschen aufweist. Die Erweiterungsfläche des Ramsar-Gebiets umfasst die Moorschutzfläche Tärnasjön och Ånkardalen und andere Feuchtgebietsflächen. Die Vegetation wird von der Polarbirke sowie von einer reichen Uferflora dominiert.

In Schweden gibt es mit Stand Februar 2017 insgesamt 68 Ramsar-Gebiete. Sie bedecken eine Fläche von insgesamt 666.507 Hektar.

Samstag, 18. Februar 2017

EU veröffentlicht zehnte aktualisierte Liste der FFH-Gebiete in der mediterranen biogeographischen Region

Die Europäische Union hat im EU-Amtsblatt L 353 vom 23. Dezember 2016 den "Durchführungsbeschluss (EU) 2016/2328 der Kommission vom 9. Dezember 2016 zur Annahme einer zehnten aktualisierten Liste von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung in der mediterranen biogeographischen Region" veröffentlicht.

Die Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (GGB), (auch: FFH-Gebiete) stützen sich auf die Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen.

An der mediterranen biogeographischen Region haben die EU-Staaten Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Spanien, Vereinigtes Königreich (wegen Gibraltar) und Zypern Anteil. Die EU hat Anteil an neun biogeographischen Regionen.

Die erste Liste von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung in der mediterranen biogeographischen Region wurde mit der Entscheidung 2006/613/EG der Kommission verabschiedet. Die letzte Aktualisierung erfolgte mit dem Durchführungsbeschluss (EU) 2015/2374 der Kommission.

Die zehnte Aktualisierung berücksichtigt neue Gebiete sowie geänderte Angaben zu bereits vorhandenen Gebieten, die von den Mitgliedsstaaten zwischen dem 01. Januar 2015 und dem 31. Januar 2016 übermittelt worden sind. 

Die Liste umfasst die folgenden Daten:
  • Gebietscode
  • Bezeichnung des Gebiets
  • Vorhandensein von einem oder mehreren prioritären natürlichen Lebensraumtypen und/oder einer oder mehrerer prioritärer Arten im Sinne von Artikel 1 der Richtlinie 92/43/EWG
  • Fläche des Gebiets in Hektar
  • Länge des Gebiets in Kilometer (wo sinnvoll)
  • Geographische Koordinaten 
 

Mittwoch, 15. Februar 2017

Die Ramsar-Gebiete in Österreich

Im heutigen Post in diesem Blog sind die Ramsar-Gebiete Österreichs aufgelistet. Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Ramsar-Gebieten Österreichs befassen, sind vom heutigen Post aus verlinkt.

Die Ramsar-Konvention ist ein internationales Übereinkommen über Feuchtgebiete. Das Ramsar-Übereinkommen wurde am 02.02.1971 in der iranischen Stadt Ramsar geschlossen. 

In Österreich ist die Ramsar-Konvention am 16. April 1983 in Kraft getreten. Das Land hat zur Zeit 23 Ramsar-Gebiete. Sie umfassen eine Fläche von 124.968 Hektar. Darunter befinden sich drei staatenübergreifende Ramsar-Gebiete (Transboundary Ramsar Sites).

Das größte Ramsar-Gebiet ist Neusiedler See, Seewinkel & Hanság mit einer Fläche von 44.229 Hektar. Das kleinste Ramsar-Gebiet ist Autertal/St. Lorenzener Hochmoor mit einer Fläche von 48 Hektar.

Die Ramsar-Gebiete Österreichs im Einzelnen:

Sonntag, 12. Februar 2017

Vier neue Ramsar-Gebiete in der Ukraine - Jetzt insgesamt 37 Ramsar-Gebiete

Die Ukraine hat Ende 2016 in zwei Tranchen vier neue Ramsar-Gebiete gemeldet. Das gab das Sekretariat der Ramsar-Konvention bekannt. Die bei der Unesco angesiedelte Ramsar-Konvention ist das internationale Abkommen zum Schutz der Feuchtgebiete.

Gemäß den Angaben des Sekretariats der Ramsar-Konvention gibt es in der Ukraine jetzt insgesamt 37 Ramsar-Gebiete. Sie umfassen eine Fläche von 770.545 Hektar. Die Ramsar-Konvention trat in der Ukraine am 1. Dezember 1991 in Kraft.

In einer Meldung vom 01.12.2016 gab das Sekretariat der Ramsar-Konvention die beiden neuen Ramsar-Gebiete Cheremske Bog und Sim Maiakiv Floodplain bekannt.

Das neue Ramsar-Gebiet Cheremske Bog (Cheremske-Moor) hat die Gebietsnummer 2272. Das Gebiet umfasst eine Fläche von 2.975,7 Hektar. Das Gebiet befindet sich zwischen den Flüssen Prypiat, Styr and Stokhid. Es besteht aus mesotrophischen Sümpfen, Moorwäldern und zwei glazialen Karst-Seen.

Mittwoch, 8. Februar 2017

Auf dem Weg Nr. 1 zur Fortaleza in Teneriffas Teide-Nationalpark

Die Fortaleza ist das einzige Überbleibsel des alten Kraterrandes im Norden des Teide-Nationalparks auf der Kanareninsel Teneriffa. Die Fortaleza ist auf dem Weg Nr. 1, einem von 37 offiziell freigegebenen Wegen im Nationalpark Teide, relativ einfach zu erreichen.

Im Teide-Nationalpark auf der Kanareninsel Teneriffa lassen sich zwei wichtige geomorphologische Strukturen unterscheiden. Einmal gibt es den Vulkan Teide, den mit 3.718 m ü NN höchsten Berg Spaniens. Dieser Vulkan und sein Nachbarvulkan, der Pico Viejo, sind relativ jung. 

Dann gibt es den Rand des Kraters eines vor ca. 150.000 Jahren eingestürzten Vulkans. Dieser Kraterrand (Caldera) mit einer Ost-West-Ausdehnung von 16 Kilometern und einer Nord-Süd-Ausdehnung von 9 Kilometern ist älter als der Vulkan Teide, der sich erst nach dem Einsturz des alten Vulkans bildete. Der alte Kraterrand ist von Osten über Süden bis Westen noch fast vollständig erhalten. Im Norden wurde der alte Kraterrand durch die mit dem Vulkan Teide zusammenhängenden Aktivitäten verschüttet - mit Ausnahme des Bereichs, der Fortaleza genannt wird.

Der Weg Nr. 1 im Teide-Nationalpark hat den passenden Namen La Fortaleza. Der Weg ist in einfacher Richtung 5.274 Meter lang und bewegt sich in einer Höhe von 1.900 bis 2.075 m ü NN. Die Gehzeit für die einfache Richtung wird mit 1 Stunde und 45 Minuten angegeben. Vom Ende des Wegs muss man dieselbe Strecke wieder zurückgehen. 

Samstag, 4. Februar 2017

Neues Naturdenkmal "Monumento Natural de los Mallos de Riglos, Agüero y Peña Rueba" in Aragón

Die autonome spanische Region Aragón hat mit der Verordnung 174/2016 vom 22. November 2016 das neue Naturdenkmal (Monumento Natural) Mallos de Riglos, Agüero y Peña Rueba ausgewiesen.

Die Verordnung wurde im Amtsblatt von Aragón (Boletín oficial de Aragón) Nr. 232/2016 am 1.12.2016 veröffentlicht. Das neue Naturdenkmal befindet sich in den Provinzen Huesca und Zaragoza. Das Gebiet liegt im Talsystem des Flusses Río Gállego zwischen den Pyrenäen und dem Ebrobecken. Die Fläche des neuen Naturdenkmals ist 188,43 Hektar groß. 

Gemäß dem Schutzgebietsgesetz von Aragón sind Naturdenkmale Gebiete oder Naturerscheinungen, die seltene oder besonders schöne Einzelbildungen der Natur darstellen und die eines besonderen Schutzes würdig sind.

Die Fläche des neuen Naturdenkmals ist auch Teil des Europäischen Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000 (Vogelschutzgebiet Sierra de Santo Domingo y Caballera y río Onsella und FFH-Gebiet Sierras de Santo Domingo y Caballera).

Die drei Teilgebiete des neuen Naturdenkmals sind auch im Katalog der Gebiete von besonderem geologischem Interesse in Aragón enthalten. Dieser Katalog wurde mit der Verordnung 274/2015 geschaffen. 

Unter dem Begriff Mallos versteht man Felswände, die ganz oder teilweise aus Berghängen herausragen. Die Felswände erreichen Höhen von bis zu 250 Metern. Der höchste dieser Felsgipfel ist der Cerro de San Cristóbal en Riglos mit einer Höhe von 1.179 m ü NN.

In Aragón gibt es jetzt sechs Naturdenkmale. 

Dienstag, 31. Januar 2017

Thüringen vergrößert Biosphärenreservat Thüringer Wald

Mit der Thüringer Verordnung über das Biosphärenreservat Thüringer Wald (ThürBRThWVO) vom 6. Dezember 2016 (Gesetz- und Verordnungsblatt Thüringen 12/2016) hat das Bundesland Thüringen die gesetzliche Grundlage für das vergrößerte Biosphärenreservat Thüringer Wald geschaffen.

Das Biosphärenreservat hieß zunächst Vessertal und dann Vessertal-Thüringer Wald. Es wurde im Jahr 1979 geschaffen. Flächenerweiterungen gab es 1986 und 1990. Mit der neuen Verordnung vom 6. Dezember 2016 gibt es eine weitere markante Flächenerweiterung von 171 km² auf nunmehr 327 km² sowie eine erneute Namensänderung in "Thüringer Wald".

Das erweiterte und neustrukturierte Biosphärenreservat entspricht nun allen aktuellen Anforderungen der Unesco, so dass einer erneuten Anerkennung durch die Unesco nichts mehr im Wege stehen dürfte.

Freitag, 27. Januar 2017

Kärntner Naturpark Weißensee bleibt bis mindestens 31.12.2031 bestehen

Mit der 76. Verordnung vom 13. Dezember 2016 hat die Kärntner Landesregierung die vom  06.06.2006 stammende Verordnung zum Naturpark Weißensee dahingehend geändert, dass der Naturpark Weißensee bis zum 31.12.2031 weiterbesteht.

Die Verordnung zum Naturpark Weißensee wäre zum 31. Dezember 2016 außer Kraft getreten. Dieses Datum des Außerkrafttretens ist nun auf den 31.12.2031 verschoben worden.

Die zeitliche Befristung der Verordnungen zu den Naturparks in Kärnten macht insofern Sinn, als es sich bei den Naturparks nicht um eigenständige Schutzgebiete handelt. Im Kärntner Naturschutzgesetz werden die Naturparks im § 26 aufgeführt. Gemäß §26 (1) können nur bestehende Landschaftsschutz-, Naturschutz- und Europaschutzgebiete zum Naturpark erklärt werden. Die Verordnung eines Naturparks bringt somit für das betreffende Gebiet keinen zusätzlichen Schutz.

Montag, 23. Januar 2017

Die Europäischen Vogelschutzgebiete in Nordrhein-Westfalen

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen hat in seinem Ministerialblatt, Ausgabe 2016, Nr. 12, 13. April 2016, die Europäischen Vogelschutzgebiete in diesem Bundesland bekanntgemacht. 

Demnach gibt es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 28 EU-Vogelschutzgebiete (Richtlinie 2009/147/EG, Europäische Vogelschutzrichtlinie als Teil des Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000). Das größte Vogelschutzgebiet in NRW ist das Gebiet Hellwegbörde mit einer Fläche von 48.379 Hektar.

Das neue Gesetz zum Schutz der Natur in Nordrhein-Westfalen (Landesnaturschutzgesetz, LNatSchG NRW) vom 15. November 2016 bestimmt im § 52, dass die am 13. April 2016 im Ministerialblatt bekannt gemachten Europäischen Vogelschutzgebiete ...... gesetzlich geschützt sind. Damit wird die von der EU verlangte Ausweisung der Natura 2000-Gebiete als Schutzgebiete nach nationalem Recht für die Vogelschutzgebiete in NRW umgesetzt.   

Nachfolgend sind die EU-Vogelschutzgebiete in Nordrhein-Westfalen in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet. Angegeben sind der Name des Gebiets, der Gebietscode, der Kreis und die Flächengröße.

Donnerstag, 19. Januar 2017

Weißrussland vergrößert Ramsar-Gebiet Osveiski

Mit Datum vom 30. November 2016 hat das Sekretariat der Ramsar-Konvention, des internationalen Übereinkommens zum Schutz der Feuchtgebiete, eine Aktualisierung bei den Ramsar-Gebieten Weißrusslands mitgeteilt.

Das Ramsar-Gebiet Osveiski wurde um über 35 Prozent vergrößert. Seine Fläche beträgt nun 30.567 Hektar. Darüber hinaus hat Weißrussland aktualisierte Informationen zu acht Ramsar-Gebieten unterbreitet. Die zur Verfügung stehenden Infos und Daten zu allen 26 Ramsar-Gebieten Weißrusslands sind jetzt aktuell. Die Gesamtfläche der Ramsar-Gebiete Weißrusslands beträgt nun 778.303 Hektar. Das sind 3,7 Prozent der Landesfläche.

Das Ramsar-Gebiet Osveiski wurde im Jahr 2002 als Ramsar-Gebiet gemeldet. Es hat die Ramsar-Gebietsnummer 1217. Die Koordinaten sind 56°04'N 28°09'E. Osveiski ist ein großer Komplex von Seen, Wäldern sowie Übergangs- und Sumpfmooren an der Grenze mit Lettland und Russland. Im Jahr 2016 wurden die Außengrenzen des Ramsar-Gebiets neu festgelegt, so dass die Grenzen mit denen des Landschaftsschutzgebiets übereinstimmen. Dadurch vergrößerte sich die Fläche des Ramsar-Gebiets um fast 8.000 Hektar.

Im Zentrum des Ramsar-Gebiets Osveiski befindet sich der See Osveiskoe. Dies ist der größte eutrophe See (= Gewässer mit hohem Phosphatgehalt) Weißrusslands. Der See wächst schnell mit Wasserpflanzen zu. Er spielt aber immer noch eine wichtige Rolle beim Wasserhaushalt des nördlichen Weißrussland. Das Ramsar-Gebiet beherbergt regelmäßig mehr als 10.000 Zugvögel.    

 

Sonntag, 15. Januar 2017

Neues Naturschutzgebiet "Schlosspark Buch und angrenzende Waldfläche" in Berlin

Mit Datum vom 16. September 2016 hat die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt das neue Naturschutzgebiet "Schlosspark Buch und angrenzende Waldfläche" verordnet.

Das neue Naturschutzgebiet ist identisch mit dem FFH-Gebiet "Schlosspark Buch" des EU-Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000. Dieses FFH-Gebiet hat den Gebietscode DE-3347-303. Die Landesnummer des FFH-Gebiets ist FFH 12. Die Naturschutzgebietsverordnung dient der von der EU geforderten Ausweisung der FFH-Gebiete als Schutzgebiete nach nationalem Recht.

Das Naturschutzgebiet "Schlosspark Buch und angrenzende Waldfläche" befindet sich im Berliner Bezirk Pankow und im dortigen Ortsteil Buch. Buch ist der nördlichste Ortsteil von ganz Berlin. Die Flächengrößte des NSG ist 26,11 Hektar.

Das neue Naturschutzgebiet ist durch einen bemerkenswerten Altbaum- und Totholzbestand sowie einen hohen Grundwasserstand geprägt. Die Naturschutzgebietsverordnung nennt als Schutzzweck insbesondere den Schutz des mitteleuropäischen Stieleichen-Hainbuchenwalds, des Erlen-Eschenwalds als Rest des Pankeauenwaldes, der prioritären Käferart Eremit, des Mittelspechts sowie der Baumhöhlen bewohnenden Fledermausarten. Die Erhaltung der prioritären Käferart Eremit hat Vorrang, wenn bei einem Vorhaben mehrere Schutzgüter betroffen sind.

Das neue Naturschutzgebiet Schlosspark Buch und angrenzende Waldfläche befindet sich im landschaftlichen Gebiet Barnim, einem von drei Naturräumen Berlins. Dieses Gebiet weist zur Zeit 13 Naturschutzgebiete auf. Die beiden anderen Naturräume sind das Berliner Urstromtal (13 Naturschutzgebiete) und Teltow (16 Naturschutzgebiete). Somit gibt es im Bundesland Berlin zur Zeit insgesamt 42 Naturschutzgebiete.   

Mittwoch, 11. Januar 2017

Galicien gründet Netzwerk seiner Naturparks

Mit der Verordnung 69/2016 vom 19. Mai 2016 hat die autonome spanische Region Galicien ein Netzwerk ihrer Naturparks gegründet (Rede de parques naturais de Galicia).

Das Netzwerk hat zum Ziel, eine abgestimmte Führung der einzelnen Naturparks zu ermöglichen, gemeinsame Projekte durchzuführen, sowie den Bekanntheitsgrad der Naturparks zu steigern.  

Zur Zeit gibt es in Galicien sechs Naturparks: