Freitag, 28. April 2017

EU veröffentlicht zehnte aktualisierte Liste der FFH-Gebiete in der kontinentalen biogeographischen Region

Die Europäische Union hat im EU-Amtsblatt L 353 vom 23. Dezember 2016 den "Durchführungsbeschluss (EU) 2016/2334 der Kommission vom 9. Dezember 2016 zur Annahme einer zehnten aktualisierten Liste von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung in der kontinentalen biogeographischen Region" veröffentlicht.

Die Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (GGB), (auch: FFH-Gebiete) stützen sich auf die Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen.

An der kontinentalen biogeographischen Region haben die EU-Staaten Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Kroatien, Italien, Luxemburg, Österreich, Polen, Rumänien, Slowenien, Schweden und Tschechien Anteil. Die gesamte EU hat Anteil an neun biogeographischen Regionen.

Dienstag, 25. April 2017

Brandenburg verordnet Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung im Naturpark Westhavelland

Mit der sechsten Verordnung zur Festsetzung von Erhaltungszielen und Gebietsabgrenzungen für Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung vom 6. Februar 2017 hat das Bundesland Brandenburg die FFH-Gebiete festgesetzt, die vollständig oder anteilig im Naturpark Westhavelland liegen.

Dies sind die rechtlichen Hintergründe:

Gemäß §7 Bundesnaturschutzgesetz sind Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung die in die Liste nach Artikel 4 Absatz 2 Unterabsatz 3 der Richtlinie 92/43/EWG (FFH-Richtlinie) aufgenommenen Gebiete...

Gemäß §32(2) Bundesnaturschutzgesetz sind die in die Liste nach Artikel 4 Absatz 2 Unterabsatz 3 der Richtlinie 92/43/EWG aufgenommenen Gebiete zu geschützten Teilen von Natur und Landschaft zu erklären.

Gemäß §32(4) Bundesnaturschutzgesetz kann die Unterschutzstellung unterbleiben, soweit nach gebietsbezogenen Bestimmungen des Landesrechts ein gleichwertiger Schutz gewährleistet ist.

Gemäß §14(3) des Brandenburgischen Ausführungsgesetzes zum Bundesnaturschutzgesetz wird das für Naturschutz und Landschaftspflege zuständige Mitglied der Landesregierung ermächtigt, durch Rechtsverordnung die für das FFH-Gebiet festzulegenden gebietsspezifischen Erhaltungsziele sowie die Gebietsabgrenzung festzusetzen, wenn nach §32(4) des Bundesnaturschutzgesetzes eine Unterschutzstellung unterbleiben kann.

Diese Bestimmung ist im Falle der FFH-Gebiete im Naturpark Westhavelland wirksam geworden. Deshalb werden diese FFH-Gebiete nicht als eigenständige Schutzgebiete gemäß nationalem Recht ausgewiesen. Es werden lediglich durch Rechtsverordnung die Erhaltungsziele und die Gebietsabgrenzung festgesetzt.   

Im Naturpark Westhavelland befinden sich 17 FFH-Gebiete wie folgt:

Samstag, 22. April 2017

Spaniens Nationalpark "Aigüestortes y Lago de San Mauricio"

Der Nationalpark Aigüestortes y Lago de San Mauricio befindet sich in der Region Katalonien und in den Pyrenäen.

Die Dachorganisation der spanischen Nationalparks hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhunderts) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor.

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalparks unter Zuhilfenahme der in den drei Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Den Anfang macht der Nationalpark Aigüestortes y Lago de San Mauricio.

Mittwoch, 19. April 2017

"Marais Breton, Baie de Bourgneuf, Ile de Noirmoutier et Forêt de Monts" ist Frankreichs 45. Ramsar-Gebiet

Frankreich hat am 02. Februar 2017 das Gebiet Marais Breton, Baie de Bourgneuf, Ile de Noirmoutier et Forêt de Monts als Ramsar-Gebiet gemeldet und damit als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung bestimmt.

Die Meldung an das Sekretariat der Ramsar-Konvention, des internationalen Übereinkommens über Feuchtgebiete, erfolgte am internationalen Tag des Feuchtgebiets (World Wetlands Day), der jedes Jahr am 02. Februar begangen wird.

Marais Breton, Baie de Bourgneuf, Ile de Noirmoutier et Forêt de Monts ist bereits das 45. Ramsar-Gebiet Frankreichs. Es hat die Ramsar-Gebietsnummer 2283. Das neue Ramsar-Gebiet ist 55.826 Hektar groß. Es befindet sich an der Atlantikküste in der Region Pays de la Loire und umfasst ein wichtiges Vorkommen von Küstensümpfen und von Küstenlandschaften, die durch die Gezeiten geprägt sind. Die 45 Ramsar-Gebiete Frankreichs umfassen nun eine Fläche von 3.625.472 Hektar. 

Das Gebiet ist Teil einer Kette von Küsten-Feuchtgebieten, die für den Schutz von salz-toleranten Habitaten und Arten von Bedeutung sind. Im Gebiet gibt es 16 Habitate, die in der FFH-Richtlinie der EU als prioritäre Arten genannt sind. 

Das Gebiet ist ein Schwerpunkt (Hotspot) der Biodiversität. Dort halten sich 60.000 Wasservögel auf. Im Gebiet wird Fischerei betrieben und Salz produziert. Es ist ein beliebtes Ziel für Touristen. Es gibt ausgereifte Regelungen zur Minimierung der Auswirkungen des Tourismus auf das Gebiet.      

Sonntag, 16. April 2017

EU veröffentlicht achte aktualisierte Liste der FFH-Gebiete in der pannonischen biogeographischen Region

Die Europäische Union hat im EU-Amtsblatt L 353 vom 23. Dezember 2016 den "Durchführungsbeschluss (EU) 2016/2333 der Kommission vom 9. Dezember 2016 zur Annahme einer achten aktualisierten Liste von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung in der pannonischen biogeographischen Region" veröffentlicht.

Die Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (GGB), (auch: FFH-Gebiete) stützen sich auf die Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen.

An der pannonischen biogeographischen Region haben die EU-Staaten Tschechische Republik, Rumänien, Slowakei und Ungarn Anteil. Die gesamte EU hat Anteil an neun biogeographischen Regionen.

Die erste Liste von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung in der pannonischen biogeographischen Region wurde mit der Entscheidung 2008/26/EG der Kommission verabschiedet. Die letzte Aktualisierung erfolgte mit dem Durchführungsbeschluss (EU) 2015/2368 der Kommission.

Die achte Aktualisierung berücksichtigt neue Gebiete sowie geänderte Angaben zu bereits vorhandenen Gebieten, die von den Mitgliedstaaten zwischen dem 16. Januar 2015 und dem 31. Januar 2016 übermittelt worden sind.

Die Liste umfasst die folgenden Daten:
  • Gebietscode
  • Bezeichnung des Gebiets
  • Vorhandensein von einem oder mehreren prioritären natürlichen Lebensraumtypen und/oder einer oder mehrerer prioritärer Arten im Sinne von Artikel 1 der Richtlinie 92/43/EWG
  • Fläche des Gebiets in Hektar
  • Länge des Gebiets in Kilometer (wo sinnvoll)
  • Geographische Koordinaten 

   

Donnerstag, 13. April 2017

14 neue FFH-Gebiete in Vorarlberg durch Beschluss der EU vom 09.12.2016

Die Europäische Union hat am 23. Dezember 2016 eine zehnte aktualisierte Liste der FFH-Gebiete des Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000 für die alpine biogeographische Region veröffentlicht.

Hierbei gab es für das österreichische Bundesland Vorarlberg einen Zuwachs von 14 neuen FFH-Gebieten gegenüber der neunten aktualisierten Liste . Besonders hervor sticht das neue FFH-Gebiet Ifen mit einer Fläche von 2.466,72 Hektar. Die anderen neuen FFH-Gebiete sind alle unter 100 Hektar groß. Das FFH-Gebiet Ifen umfasst eine der großartigsten Karstlandschaften der Alpen (Hoher Ifen und Gottesackerplateau) und grenzt unmittelbar an ein FFH-Gebiet in Deutschland.  

Der Gebietscode der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (FFH-Gebiete) im Bundesland Vorarlberg beginnt mit "AT34". Dies sind die neuen FFH-Gebiete in Vorarlberg:

Montag, 10. April 2017

Die Ramsar-Gebiete in Belgien

Im heutigen Post in diesem Blog sind die Ramsar-Gebiete Belgiens aufgelistet. Zukünftige Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Ramsar-Gebieten Belgiens befassen, werden vom heutigen Post aus verlinkt.

Die Ramsar-Konvention ist ein internationales Übereinkommen über Feuchtgebiete. Das Ramsar-Übereinkommen wurde am 02.02.1971 in der iranischen Stadt Ramsar geschlossen.

In Belgien ist die Ramsar-Konvention am 4. Juli 1986 in Kraft getreten. Das Land hat zur Zeit neun Ramsar-Gebiete. Sie umfassen eine Fläche von 46.944 Hektar. In Belgien gibt es zur Zeit ein staatenübergreifendes Ramsar-Gebiet (Transboundary Ramsar Site). Dies ist Vallée de la Haute-Sûre (Belgien, Luxemburg).

Das größte Ramsar-Gebiet ist Vallée de la Haute-Sûre mit einer Fläche von 29.000 Hektar. Das kleinste Ramsar-Gebiet ist Grotte des Emotions mit einer Fläche von 3 Hektar.

Die Ramsar-Gebiete Belgiens im Einzelnen:

Freitag, 7. April 2017

Ruhezonen in Frankreichs Naturschutzgebiet (Réserve Naturelle Nationale) Haute Chaîne du Jura

Mit einem Erlass des Präfekten des Departements Ain vom 27. Januar 2017 sind für das im Französischen Jura gelegene Naturschutzgebiet (Réserve Naturelle Nationale) Haute chaîne du Jura mehrere Ruhezonen für die wild lebenden Tiere ausgewiesen worden.

Die Ruhezonen (Zones de Quiétude de la Faune Sauvage) wurden erforderlich, um die Auswirkungen der Freizeitaktivitäten auf empfindliche Tierarten, vor allem den Auerhahn, zu minimieren. In den Ruhezonen sind Freizeitaktivitäten (Wandern, Schneeschuhwandern, Skifahren) in der Zeit vom 15. Dezember bis zum 30. Juni eines Jahres verboten. Offen bleiben jedoch bestimmte Wege, die eigens gekennzeichnet sind. Diese Wege wurden so gelegt, dass sie die Störungen der wild lebenden Tiere minimieren und gleichzeitig attraktive Freizeitmöglichkeiten schaffen.    

Das Naturschutzgebiet Haute chaîne du Jura ist das viertgrößte Naturschutzgebiet Frankreichs (ohne die Übersee-Départements). Es umfasst eine Fläche von 10.909 Hektar (somit mitteleuropäische Nationalparkgröße) und erstreckt sich über 40 Kilometer Länge im Département Ain in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Die Grenze zur Schweiz (Kantone Genf und Waadt) liegt unweit östlich des Naturschutzgebiets.

Das Naturschutzgebiet Haute chaîne du Jura deckt die östlichste, schmalste und zugleich höchste Kette des Französischen Jura ab. Der höchste Punkt ist der Crêt de la Neige, 1.720 m ü NN. 

Das Naturschutzgebiet Haute chaîne du Jura wurde mit der Verordnung (Décret) Nr. 93-261 des Französisichen Umweltministeriums vom 26. Februar 1993 geschaffen. 
Haute-Chaîne du Jura

Dienstag, 4. April 2017

Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue legt Naturdynamikbereiche fest

Die Biosphärenreservatsverwaltung Niedersächsische Elbtalaue hat mit Datum vom 18.10.2016 (veröffentlicht im Niedersächsischen Ministerialblatt 1/2017) eine Allgemeinverfügung zur Bestimmung von Naturdynamikbereichen im Biosphärenreservat "Niedersächsische Elbtalaue" erlassen.

Das Gesetz über das Biosphärenreservat "Niedersächsische Elbtalaue" (NElbtBRG) legt im §7 (Besonderer Schutzzweck des Gebietsteils C), Absatz 2, Satz 1, fest:

"Die Biosphärenreservatsverwaltung bestimmt Flächen, die im Gebietsteil C des Biosphärenreservats liegen und sich im Eigentum des Landes befinden, zu Naturdynamikbereichen. Naturdynamikbereiche sind für das Biosphärenreservat beispielhafte Lebensräume, in denen ein möglichst ungestörter Ablauf der Naturvorgänge in ihrer natürlichen Dynamik gewährleistet wird. Mindestens 3 vom Hundert der Fläche des Biosphärenreservats sind zu Naturdynamikbereichen zu bestimmen".

Die Naturdynamikbereiche entsprechen somit den Kernzonen eines Unesco-Biosphärenreservats. Insgesamt wurden 11 Naturdynamikbereiche festgesetzt.

Dies sind die einzelnen Naturdynamikbereiche:

Samstag, 1. April 2017

EU veröffentlicht zehnte aktualisierte Liste der FFH-Gebiete in der alpinen biogeographischen Region

Die Europäische Union hat im EU-Amtsblatt L 353 vom 23. Dezember 2016 den "Durchführungsbeschluss EU 2016/2332 der Kommission vom 9. Dezember 2016 zur Annahme einer zehnten aktualisierten Liste von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung in der alpinen biogeographischen Region" veröffentlicht.

Die Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (GGB), (auch: FFH-Gebiete) stützen sich auf die Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen.

An der alpinen biogeographischen Region haben die EU-Staaten Bulgarien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Kroatien, Österreich, Polen, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien und Spanien Anteil. Die EU hat Anteil an neun biogeographischen Regionen.