Donnerstag, 25. Mai 2017

Europarat will Europadiplom für Estlands Matsalu-Nationalpark erneuern

Das beratende Komitee des Europarats zum Europadiplom für Schutzgebiete hat bei seiner Sitzung am 8. März 2017 in Straßburg eine Empfehlung zur Erneuerung des im Jahr 2018 auslaufenden Europadiploms für den Nationalpark Matsalu in Estland ausgesprochen.

Die Gültigkeit des Europadiploms soll bis zum 28. Mai 2028 verlängert werden. Die Verlängerung ist verbunden mit einer Bedingung sowie mit sechs Empfehlungen.

Zur Bedingung wurde gemacht, dass der Managementplan für den Zeitraum 2015 - 2024 in Kraft gesetzt sowie ausreichend finanziert wird. Rechtzeitig vor dem Auslaufen des Managementplans 2024 muss der Plan erneuert werden.


Die erste Empfehlung umfasst die Fortführung der Zusammenarbeit mit örtlichen Bauern und anderen Grundbesitzern, um das Management sowie den Erhaltungszustand der Graslandschaften im Park zu verbessern.

Die zweite Empfehlung bezieht sich auf die Gründung einer wissenschaftlichen Beratergruppe im Nationalpark.

Die dritte Empfehlung umfasst die bessere Kontrolle gebietsfremder, invasiver Arten durch die Kooperation mit Jägern.

Die vierte Empfehlung bezieht sich auf den Aufbau eines Warnsystems, um besser gegen invasive Arten vorgehen zu können.

Die fünfte Empfehlung umfasst die Erarbeitung eines Plans zur Anpassung an die Klimaänderung.

Die sechste Empfehlung beschäftigt sich mit dem Besuchermanagement. Über den Nationalpark und die Pfade dort sollen mehr Broschüren in mehreren Sprachen aufgelegt werden. Es sollen weitere Wege für Besucher gebaut werden.

Der Matsalu Nationalpark ist zur Zeit das einzige Schutzgebiet in Esland, das mit dem Europadiplom des Europarats ausgezeichnet worden ist. Zur Zeit gibt es in Europa 74 Gebiete, die mit dem Europadiplom für Schutzgebiete ausgezeichnet worden sind. Sie verteilen sich auf 29 Länder.

Der Matsalu Nationalpark ist einer von fünf Nationalparks in Estland. Seine Fläche umfasst 486 km². Der Nationalpark befindet sich in der Küstenregion des Landes und schützt vor allem die zahlreichen dort vorkommenden Vogelarten.

 

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