Donnerstag, 17. August 2017

Spaniens Nationalpark "Monfragüe"

Der Nationalpark Monfragüe befindet sich im Südwesten der Iberischen Halbinsel am Zusammenfluss der Flüsse Tajo und Tiétar. 

Die Dachorganisation der spanischen Nationalparks hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhunderts) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor.

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalparks unter Zuhilfenahme der in den drei genannten Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Heute ist als dreizehnter Nationalpark der Nationalpark Monfragüe an der Reihe.

Der Mensch ist im Nationalparkgebiet von Monfragüe seit Jahrtausenden sesshaft. Davon zeugen auch Felszeichnungen. Im Nationalpark gibt es eine große Vielfalt an Landschaften, die zahlreichen Tier- und Pflanzenarten eine Heimat bieten.   

Montag, 14. August 2017

Europarat will Europadiplom für Schwedens Nationalpark Store Mosse erneuern

Das beratende Komitee des Europarats zum Europadiplom für Schutzgebiete hat bei seiner Sitzung am 8. März 2017 in Straßburg eine Empfehlung zur Erneuerung des im Jahr 2018 auslaufenden Europadiploms für den Nationalpark Store Mosse in Schweden ausgesprochen.

Die Gültigkeit des Europadiploms soll bis zum 13. Juni 2028 verlängert werden. Die Verlängerung ist verbunden mit fünf Empfehlungen.

Der Nationalpark Store Moose umfasst das größte Moorgebiet südlich von Lappland. Obwohl der Nationalpark in Südschweden liegt, bietet das Gebiet einen Lebensraum für Tiere und Pflanzen, die sonst nur weiter nördlich vorkommen.

Das Gebiet erhielt das Europadiplom im Jahr 1988. Es umfasst eine Fläche von 7.850 Hektar. 

Die erste Empfehlung des Europarats bezieht sich darauf, dass die Abhängigkeit von Freiwilligen für die Restaurierung und die Naturbeobachtung reduziert werden soll.

Freitag, 11. August 2017

Naturschutzgebiet "Naturentwicklungsgebiet Wasserburger Spreewald" ist neue Kernzone des Biosphärenreservats Spreewald

Mit der Verordnung vom 28. April 2017 hat das Bundesland Brandenburg das Naturschutzgebiet "Naturentwicklungsgebiet Wasserburger Spreewald" ausgewiesen.

Das neue Naturschutzgebiet erfüllt die Funktion einer Kernzone im Biosphärenreservat Spreewald. Das Naturentwicklungsgebiet Wasserburger Spreewald besteht aus drei Teilflächen und hat eine Größe von ca. 140 Hektar. Es befindet sich im Landkreis Dahme-Spreewald und in den Gemeinden Krausnick-Groß Wasserburg und Schlepzig. 

Im neuen Naturschutzgebiet "Naturentwicklungsgebiet Wasserburger Spreewald" befinden sich naturnahe Erlenbruch-, Erlen-Eschen- und Stieleichen-Hainbuchen-Wälder auf Niedermoor-, Anmoor- und Gley-Standorten sowie Buchenwälder auf sandigen Standorten. Gemäß §4 (1) der Verordnung ist im Naturschutzgebiet jegliche wirtschaftliche Nutzung verboten. Die Bestandregulierung von wild lebenden Tierarten und die Ausübung der traditionellen Spreewaldfischerei bleiben zulässig.

Gemäß den Angaben auf der Website der Unesco verfügt das Biosphärenreservat Spreewald über eine Kernzonenfläche von 973 Hektar bei einer Gesamtfläche von 47.492 Hektar. Das entspricht einem Anteil der Kernzone von zwei Prozent. Auch wenn bei diesen Zahlen die neue Kernzonenfläche "Naturentwicklungsgebiet Wasserburger Spreewald" noch nicht berücksichtigt ist, kann man festhalten, dass das Biosphärenreservat Spreewald zur Zeit noch nicht über ausreichend Kernzonenfläche verfügt, um den von der Unesco vorgegebenen Anteil der Kernzonenfläche von drei Prozent der Gesamtfläche zu erreichen. Die Ausweisung weiterer Kernzonenflächen ist somit erforderlich.       

Dienstag, 8. August 2017

Spaniens Nationalpark "Islas Atlánticas de Galicia"

Der Nationalpark Islas Atlánticas de Galicia erstreckt sich über mehrere Inseln im Atlantik vor der Küste von Galicien. Der Nationalpark umfasst einen großen Loorbeerwald und mehr als 200 Arten von Meeresalgen. 

Die Dachorganisation der spanischen Nationalparks hat aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums der spanischen Nationalparks Anfang 2017 drei neue Broschüren über die spanischen Nationalparks herausgebracht. Die erste Broschüre befasst sich mit den 15 spanischen Nationalparks. Die zweite Broschüre stellt für jeden Nationalpark eine repräsentative Route (sendero del centenario = Weg des Jahrhunderts) vor. Die dritte Broschüre stellt die Informationszentren und Infostellen in jedem Nationalpark vor.

Wir wollen hier in diesem Blog jeden der 15 spanischen Nationalparks unter Zuhilfenahme der in den drei genannten Broschüren vorhandenen Informationen vorstellen. Heute ist als zwölfter Nationalpark der Nationalpark Islas Atlanticas an der Reihe. 

Samstag, 5. August 2017

Königsbachtal, Lonka-Mäander und Rupanin - drei neue Europaschutzgebiete im Bundesland Salzburg

Das österreichische Bundesland Salzburg hat im Juni 2016 drei neue Europaschutzgebiete verordnet. Diese sind das Königsbachtal, der Lonka-Mäander und Rupanin. Damit gibt es im Bundesland Salzburg jetzt 37 Europaschutzgebiete. 

Damit entspricht das Bundesland Salzburg der EU-FFH-Richtlinie, wonach die in den EU-Listen eingetragenen Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung auch als Schutzgebiete nach nationalem Recht ausgewiesen werden müssen.

Das Europaschutzgebiet Königsbachtal wurde mit der 44. Verordnung der Salzburger Landesregierung vom 22. Juni 2017 ausgewiesen.

Das Gebiet befindet sich in der Osterhorngruppe der Salzburger Kalkvoralpen sowie auf der Gemarkung der Gemeinden St. Gilgen und Strobl. Das Gebiet umfasst den in den beiden Gemeinden gelegenen Abschnitt des Königsbachs einschließlich der beiderseitigen Geländestreifen.

Der Schutzzweck ist die dauernde Erhaltung der Klammstrecke mit ihrem Wasserlauf, die dauernde Erhaltung der standortgemäßen Waldbestockung im Umfeld der Klamm sowie die dauernde Erhaltung der Moosart "Gekieltes Zweizeilblattmoos".

Mittwoch, 2. August 2017

Französischer Geopark Causses du Quercy ist neuer UNESCO Global Geopark

Die UNESCO hat am 5. Mai 2017 den französischen Geopark Causses du Quercy als neuen UNESCO Global Geopark anerkannt. Der Geopark befindet sich am nördlichen Rand der Region Occitanie, die am 01.01.2016 aus dem Zusammenschluss der früheren Regionen Midi-Pyrénées und Languedoc-Roussillon entstanden ist.

Dem voraus ging die Entscheidung des Rats der globalen Geoparks (UNESCO Global Geoparks Council) bei seiner ersten Sitzung im September 2016 zur Anerkennung des Geoparks Causses du Quercy.

Die Fläche des neuen UNESCO Global Geoparks Causses du Quercy ist 1.855 km². Seine Koordinaten sind N44°34’19”, E001°41’11”. Das Kalkstein-Plateau des Quercy, genannt Causses, hebt sich aus den Tiefebenen des Becken von Aquitanien ab. Dieses Becken liegt im Süden und Westen der Causses du Quercy. Das Zentralmassiv liegt im Norden und Osten.

Der Quercy paleokarst stellt die längste derzeit bekannte chronologische Sequenz auf einem Kontinent der Erde dar. Im Gebiet leben 30.967 Menschen. Die Bevölkerungsdichte ist mit 17 Einwohnern pro Quadratkilometer sehr gering.

Der Geopark Causses du Quercy ist der erste Geopark der Region Occitanie und der sechste Geopark Frankreichs.

Hier gibt es eine Übersicht über die UNESCO Global Geoparks in Europa. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Geoparks befassen, verlinkt.