Samstag, 5. Dezember 2009

Pfäffiker See in der Schweiz für Europarat-Smaragd-Netzwerk nominiert.

Die Schweiz hat Anfang November den Pfäffiker See im Kanton Zürich für das Smaragd-Netzwerk des Europarats nominiert. Der Pfäffiker See ist einer von zunächst 37 Gebieten, die die Schweiz für dieses Schutzgebiets-Netzwerk des Europarats nominiert hat.

Um ein wenig mehr über das Smaragd-Netzwerk des Europarats herauszufinden, muss man auf die Internetseite des Europarats gehen www.coe.int (coe = council of europe).

In der linken Spalte der Startseite des Europarats sind verschiedene Tätigkeiten aufgelistet. Die hier interessierenden Tätigkeiten sind "Bildung, Kultur und Kulturerbe, Jugend und Sport". Diese Tätigkeit klickt man an. Darauf erscheinen weitere zugeordnete Tätigkeiten. Hier interessiert "Kultur- und Naturerbe". Nach dem Anklicken dieser Tätigkeit geht es leider nur noch in der englischen Sprache weiter.

In der linken Spalte klickt man nun die Schaltfläche "nature" (Natur) an. Darauf erscheinen verschiedene Aktivitäten (activities). Darauf klickt man "Bern Convention of the Conservation of European Wildlife and Natural Habitats" an (dies ist die Berner Konvention). Die Berner Konvention ist also die Grundlage für das Schutzgebiets-Netzwerk "Smaragd". Unten auf der Seite kann man nun weitere Themen anklicken (Issues and Groups of Experts). Das interessierende Thema ist "protected areas and ecological networks" (Schutzgebiete und ökologische Netze). An erster Stelle steht hier das Emerald Network, das ist nichts anderes als der englische Ausdruck für das Schutzgebiets-Netzwerk Samaragd.

Man erfährt nun, dass sich die Vertragsstaaten der Berner Konvention (alle europäischen und einige nordafrikanische Länder) dazu verpflichtet haben, ein Netzwerk von Schutzgebieten auf ihrem Territorium zu schaffen. Auch die EU ist ein Vertragsparnter der Berner Konvention. Die EU hat die Verpflichtung der Berner Konvention zur Schaffung eines Schutzgebietsnetzwerks durch die beiden Natura 2000 - Richtlinien (Vogelschutzrichtlinie und FFH-Richtlinie) bereits umgesetzt. Damit erklärt sich jetzt, warum nur in der Schweiz (nicht EU-Mitglied) vom Smaragd-Netzwerk die Rede ist, nicht jedoch in Deutschland und Österreich.

Der Aufbau des Smaragd (=emerald)-Netzwerks ist zur Zeit im Gange und man kann gespannt darauf sein, wie dieses europaweite (und teilweise sogar afrikanische) Schutzgebietsnetzwerk eines Tages aussehen wird.

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