Montag, 21. Mai 2018

UNESCO in Sorge um den Zustand der Weltnaturerbestätte Doñana

Das Welterbekomitee der UNESCO hat bei seiner 41. Sitzung vom 02. bis 12. Juli 2017 auch zum Zustand der Weltnaturerbestätte Doñana in Spanien Stellung genommen.

Die Zusicherung von Spanien, dass die Ausbaggerung des Flusses Guadalquivir nicht weiterverfolgt wird, wird vom Welterbekomitee begrüßt. Es wird zur Kenntnis genommen, dass dieses Projekt bei der nächsten Revision des Hydrologischen Plans für das Quadalquivir-Becken storniert wird.

Das Management der Wasserreserven soll fortgesetzt und intensiviert werden, um den Zustand der Weltnaturerbestätte zu bewahren.

Mit Sorge wird der periodische Bericht aus dem Jahr 2016 zur Kenntnis genommen, wonach sich die Grundwasserleiter durch übermäßige Nutzung verschlechtert haben. Spanien wird aufgefordert, den besonderen Managementplan für das Gebiet im Norden der Waldkrone von Doñana voll umzusetzen.

Samstag, 19. Mai 2018

Die Ramsar-Gebiete in Island

Im heutigen Post in diesem Blog sind die Ramsar-Gebiete Islands aufgelistet. Zukünftige Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Ramsar-Gebieten Islands befassen, werden vom heutigen Post aus verlinkt.

Die Ramsar-Konvention ist ein internationales Übereinkommen über Feuchtgebiete. Das Ramsar-Übereinkommen wurde am 02.02.1971 in der iranischen Stadt Ramsar geschlossen.

In Island ist die Ramsar-Konvention am 02.04.1978 in Kraft getreten. Das Land hat zur Zeit sechs Ramsar-Gebiete. Sie umfassen eine Fläche von 128.666 Hektar. Das sind 1,2 Prozent der Staatsfläche.

Das größte Ramsar-Gebiet Islands ist Gudlaugstungur Nature Reserve  mit einer Fläche von 40.160 Hektar. Das kleinste Ramsar-Gebiet ist Grunnafjördur mit einer Fläche von 1.470 Hektar. Das älteste Ramsar-Gebiet ist Myvatn-Laxá region (1977). 

In Island gibt es zur Zeit - nicht zuletzt wegen der Insellage - kein staatenübergreifendes Ramsar-Gebiet (Transboundary Ramsar Site).

Die Ramsar-Gebiete Islands im Einzelnen (englische Bezeichnung):

Donnerstag, 17. Mai 2018

EU veröffentlicht elfte aktualisierte Liste der FFH-Gebiete in der mediterranen biogeographischen Region

Die Europäische Union hat im EU-Amtsblatt L 15 vom 19. Januar 2018 den "Durchführungsbeschluss (EU) 2018/37 der Kommission vom 12. Dezember 2017 zur Annahme einer elften aktualisierten Liste von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung in der mediterranen biogeographischen Region" veröffentlicht.

Die Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (GGB) (auch: FFH-Gebiete) stützen sich auf die Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen.

An der mediterranen biogeographischen Region haben die EU-Staaten Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Spanien, Vereinigtes Königreich (Territorium von Gibraltar) und Zypern Anteil. Griechenland, Malta und Zypern liegen vollständig innerhalb der mediterranen biogeographischen Region. Die EU hat Anteil an neun biogeographischen Regionen.

Die erste Liste von Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung in der mediterranen biogeographischen Region wurde mit der Entscheidung 2006/613/EC der Kommission verabschiedet. Die letzte (zehnte) Aktualisierung erfolgte mit dem Durchführungsbeschluss (EU) 2016/2328 der Kommission.

Die elfte Aktualisierung berücksichtigt neue Gebiete sowie geänderte Angaben zu bereits vorhandenen Gebieten, die von den Mitgliedsstaaten zwischen dem 18. Februar 2016 und dem 27. Januar 2017 gemeldet worden sind. 

Dienstag, 15. Mai 2018

Italienischer Geopark Sesia Val Grande erhält bei Überprüfung 2017 die Grüne Karte

Der in der Region Piemont gelegene Geopark Sesia Val Grande ist ein UNESCO Global Geopark. Im Rahmen der turnusmäßigen Überprüfung durch die UNESCO im Jahr 2017 erhielt der Geopark Sesia Val Grande die Grüne Karte. Der Geopark darf sich somit für weitere vier Jahre UNESCO Global Geopark nennen.

Die UNESCO hat die Empfehlung ausgesprochen, dass der Geopark im Internet sowie auf den Infotafeln vor Ort auch in englischer Sprache präsent ist. Die Sprache soll zudem allgemeinverständlich und möglichst einfach gehalten werden.

Der Geopark Sesia Val Grande ist im Jahr 2013 dem Global Geoparks Network beigetreten. Im Jahr 2015 wurde der Geopark automatisch als UNESCO Global Geopark anerkannt. UNESCO Global Geoparks müssen sich alle vier Jahre einer turnusmäßigen Überprüfung durch die UNESCO unterziehen.

Die erste derartige Prüfung für den Geopark Sesia Val Grande fand nun im Jahr 2017 statt. Im Jahr 2021 ist die nächste Prüfung fällig.

Sonntag, 13. Mai 2018

Die Ramsar-Gebiete in Tschechien

Im heutigen Post in diesem Blog sind die Ramsar-Gebiete der Tschechischen Republik aufgelistet. Zukünftige Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Ramsar-Gebieten Tschechiens befassen, werden vom heutigen Post aus verlinkt.

Die Ramsar-Konvention ist ein internationales Übereinkommen über Feuchtgebiete. Das Ramsar-Übereinkommen wurde am 02.02.1971 in der iranischen Stadt Ramsar geschlossen.

In Tschechien ist die Ramsar-Konvention am 01.01.1993 in Kraft getreten. Das Land hat zur Zeit 14 Ramsar-Gebiete. Sie umfassen eine Fläche von 60.207 Hektar. Das sind 0,8 Prozent der Staatsfläche.

Das größte Ramsar-Gebiet Tschechiens ist Mokřady dolního Podyjí mit einer Fläche von 11.525 Hektar. Das kleinste Ramsar-Gebiet Tschechiens ist Krkonošská rašeliniště mit einer Fläche von 230 Hektar. 

In Tschechien gibt es zur Zeit zwei staatenübergreifende Ramsar-Gebiete (Transboundary Ramsar Site): 
Mokřady dolního Podyjí (zusammen mit Österreich und der Slowakei) 
Krkonošská rašeliniště (zusammen mit Polen)

Am 02.07.1990 wurden die ersten Ramsar-Gebiete Tschechiens ausgewiesen. Die beiden jüngsten Ramsar-Gebiete Tschechiens sind Jizera Headwaters und Springs and Mires of the Slavkov Forest, die beide 2012 gemeldet worden sind.

Die Ramsar-Gebiete Tschechiens im Einzelnen (englische Bezeichung):


Freitag, 11. Mai 2018

Biosphärenreservat Los Ancares Leoneses in Spanien erfüllt die Kriterien des UNESCO-MAB-Programms

Das Biosphärenreservat Los Ancares Leoneses in der spanischen Region Castilla y León hat im Jahr 2017 einen Bericht an das MAB-Programm der UNESCO gesendet. Das Internationale Koordinierungs-Komitee (ICC) des MAB-Programms der UNESCO hat bei seiner 29. Sitzung vom 12. bis 15.06.2017 diesen Bericht begrüßt und festgestellt, dass das Biosphärenreservat Los Ancares Leoneses die Kriterien erfüllt.

Das Biosphärenreservat Los Ancares Leoneses wurde im Jahr 2006 anerkannt. Im Jahr 2017 wurde der erste periodische Bericht an das MAB-Programm der UNESCO gesendet.

Das Biosphärenreservat befindet sich im äußersten Nordosten der Provinz León. Der Name des Biosphärenreservats leitet sich vom Fluss Ancares ab, der durch das Gebiet fließt.

Mittwoch, 9. Mai 2018

Neues Naturdenkmal "Estratotipo de Fuentelsaz" in der spanischen Region Castilla-La Mancha

Mit der Verordnung (Decreto) 63/2017 vom 12. September 2017, veröffentlicht im Gesetzblatt (Diario Oficial) Nr. 185 vom 22. September 2017, hat die spanische Region Castilla-La Mancha das neue Naturdenkmal Monumento Natural "Estratotipo de Fuentelsaz" ausgewiesen.

Das neue Naturdenkmal umfasst eine Fläche von 85,94 Hektar. Es befindet sich in der Gemeinde Fuentelsaz in der Provinz Guadalajara im Iberischen Gebirge.

Mit der Ausweisung des neuen Naturdenkmals sollen der geologische Aufschluss geschützt werden, Forschungsaktivitäten ermöglicht werden, Umwelterziehung durchgeführt werden und die vorhandenen Naturwerte in der Öffentlichkeit bekanntgemacht werden.

Das neue Naturdenkmal zeigt eine international bedeutsame Folge von Sedimentschichten. Die Internacional Commission on Stratigraphy hat diese Schichtenfolge als Global Boundary Stratotype Section and Point (GSSP) ausgezeichnet. Das Naturdenkmal Estratotipo de Fuentelsaz ist gemäß der Internacional Commission on Stratigraphy die weltweit besterhaltene und respräsentativste Schichtenfolge des Aalenium.

Das Aalenium ist die älteste der vier chronostratigraphischen Stufen des Mitteljura in einem Zeitbereich von vor 174,1 bis 170,3 Millionen Jahren. Benannt ist das Aalenium nach der baden-württembergischen Stadt Aalen.

Die Schichtenfolge des Estratotipo de Fuentelsaz war der erste von fünf GSSP in Spanien. Der Vorschlag zur Eignung als GSSP kam im Jahr 1994. Der Vorschlag wurde im Jahr 1998 akzeptiert und im Jahr 2000 ratifiziert.

In der Region Castilla-La Mancha gibt es zur Zeit 25 Naturdenkmale. Die letzte Ausweisung eines Naturdenkmals vor Estratotipo de Fuentelsaz erfolgte im Jahr 2010.   

Montag, 7. Mai 2018

Die Ramsar-Gebiete in Griechenland

Im heutigen Post in diesem Blog sind die Ramsar-Gebiete Griechenlands aufgelistet. Zukünftige Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Ramsar-Gebieten Griechenlands befassen, werden vom heutigen Post aus verlinkt.

Die Ramsar-Konvention ist ein internationales Übereinkommen über Feuchtgebiete. Das Ramsar-Übereinkommen wurde am 02.02.1971 in der iranischen Stadt Ramsar geschlossen.

In Griechenland ist die Ramsar-Konvention am 21.12.1975 in Kraft getreten. Das Land hat zur Zeit zehn Ramsar-Gebiete. Sie umfassen eine Fläche von 163.501 Hektar. Das sind 1,2 Prozent der Staatsfläche.

Das größte Ramsar-Gebiet Griechenlands ist Messolonghi lagoons mit einer Fläche von 33.687 Hektar. Das kleinste Ramsar-Gebiet Griechenlands ist Lake Mikri Prespa mit einer Fläche von 5.078 Hektar. In Griechenland gibt es zur Zeit kein staatenübergreifendes Ramsar-Gebiet (Transboundary Ramsar Site).

Alle zehn Ramsar-Gebiete Griechenlands wurden im Jahr 1975 gemeldet, dem Jahr des Beitritts Griechenlands zur Ramsar-Konvention. Seither gab es keine Neumeldungen mehr für Ramsar-Gebiete aus Griechenland.  

Die Ramsar-Gebiete Griechenlands im Einzelnen (englische Bezeichnung):


Samstag, 5. Mai 2018

Sakrallandschaft im Saane-Becken ist Schweizer Landschaft des Jahres 2018

Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz hat die Sakrallandschaft im Saane-Becken im Kanton Freiburg (Fribourg) mit ihren Abteien und Klöstern zur Landschaft des Jahres 2018 erklärt.

Das teilte die Stiftung in einer Pressemeldung vom 13. April 2018 mit. Dies ist bereits die achte Landschaft des Jahres in der Schweiz. Der Preis wird seit 2011 vergeben.

Mit dem Preis wird das bedeutende religiöse Bauerbe und das lokale Engagement für eine harmonische Entwicklung und Aufwertung der Freiburger Sakrallandschaften gewürdigt. Die Preissumme beträgt 10.000 SFr. Der diesjährige Preis steht auch im Zeichen des internationalen Kulturerbejahres 2018. Preisempfänger sind die Diözese Lausanne, Genf und Freiburg und die Interessensgemeinschaft "L’esprit des lieux". 

Die Sakrallandschaft des Saane-Beckens ist durch im Laufe der Zeit vorgenommene großflächige Auflichtungen entstanden. Sie schufen Platz für sakrale Architekturelemente wie Kreuze, kleine Schreine, Kreuzwege, Kapellen, Kirchen, Kathedralen, Abteien und dreizehn Klöster. Der Landschaft wird durch dieses prächtige baukulturelle Erbe eine bemerkenswerte spirituelle Dimension verliehen.

Die Saane ist ein Fluss in der Westschweiz. Sie entspringt südlich von Gstaad in den Berner Alpen und erreicht den Kanton Freiburg (Fribourg) südlich von Bulle. 

Donnerstag, 3. Mai 2018

Neue Tiroler Landesregierung plant neues Großschutzgebiet bis 2022

Die neue Tiroler Landesregierung aus ÖVP und Grünen bekennt sich zur Errichtung eines neuen Großschutzgebietes bis spätestens 2022 zum Schutz eines bisher nicht großtechnisch erschlossenen Gebietes.

Das ist eine von mehreren Festlegungen zum Flächennaturschutz, die das Regierungsprogramm der neuen, von 2018 bis 2023 amtierenden Tiroler Landesregierung aus der Tiroler Volkspartei und den Tiroler Grünen beinhaltet.

Bereits im Wahlkampf haben die Grünen ein neues Großschutzgebiet im Raum der Silvretta und angrenzender Gebiete vorgeschlagen und sich hierbei auch auf Aussagen der Betreiber des Ski-Arena Ischgl berufen, wonach diese Ski-Arena gerade mal ca. 4 Prozent der Gemeindefläche umfasse. Das haben die Tiroler Grünen beim Wort genommen und gefolgert, dass es dann ja kein Problem sein könne, ein neues Großschutzgebiet zu gründen.

Mit der geplanten Gründung eines neuen Großschutzgebiets in Tirol (zweiter Nationalpark?) scheinen sich jedenfalls die Tiroler Grünen zu diesem Themenbereich im Regierungsprogramm durchgesetzt zu haben.

Das Regierungsprogramm beinhaltet noch weitere Festlegungen zum Flächennaturschutz.