Mittwoch, 15. Mai 2013

Burgenland verordnet Europaschutzgebiet Neusiedler See - Nordöstliches Leithagebirge

Das österreichische Bundesland Burgenland hat mit der Verordnung 25/2013 den Natura 2000-Gebieten Neusiedler See und Nordöstliches Leithagebirge einen nationalen Rechtsrahmen gegeben. Sowohl der Neusiedler See als auch das Nordöstliche Leithagebirge wurden bereits vor längerer Zeit sowohl gemäß der Vogelschutzrichtlinie als auch gemäß der FFH-Richtlinie nach Brüssel gemeldet.

Die Verordnung führt die bisher getrennten Gebiete Neusiedler See - Seewinkel und Nördöstliches Leithagebirge als gemeinsames Schutzgebiet zusammen. Die Vogelschutzgebiete und FFH-Gebiete im Rahmen des europäischen Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000 werden in Österreich unter der Bezeichnung Europaschutzgebiet geführt.


Insgesamt gibt es im Burgenland 16 Europaschutzgebiete. Es gibt 6 Vogelschutzgebiete und 12 FFH-Gebiete, wobei einige Gebiete sowohl Vogelschutzgebiete als auch FFH-Gebiete sind. Das jetzt neu verordnete Europaschutzgebiet hat eine Flächengröße von 48.052 Hektar. Davon entfallen auf das Gebiet Neusiedler See-Seewinkel 41.735 Hektar und auf das Gebiet Nordöstliches Leithagebirge 6.317 Hektar. Damit ist dieses Europaschutzgebiet das mit Abstand größte derartige Schutzgebiet im Burgenland.

Der Neusiedler See gehört zu den wenigen Steppenseen in Europa. Durch den See verläuft die Staatsgrenze zwischen Österreich und Ungarn. Teile des Sees und seiner Umgebung in den beiden Staaten sind als Nationalpark ausgewiesen. Zudem ist der See eine Kulturlandschaft im Rahmen des Unesco-Welterbes. Der österreichische Teil des Neusiedler Sees stellt die größte Seefläche Österreichs dar.

Das ca. 35 Kilometer lange Leithagebirge befindet sich am Rand des Wiener Beckens. Die Landesgrenze zwischen dem Burgenland und Niederösterreich verläuft über das Gebirge. Das Leithagebirge ist mit den Alpen nicht unmittelbar verbunden. Jedoch bildet das Leithagebirge eine Brücke zwischen den Alpen und den Karpaten.       

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