Sonntag, 22. Juni 2014

Aussicht vom Kirchturm "Daniel" in Nördlingen im Geopark Ries

Der Geopark Ries ist einer von zur Zeit 14 Nationalen Geoparks in Deutschland. Der Geopark Ries befindet sich zum größten Teil in Bayern und zu einem kleinen Teil in Baden-Württemberg. Der Geopark erstreckt sich über das Nördlinger Ries an der Grenze zwischen der Schwäbischen Alb im Südwesten und der Fränkischen Alb im Nordosten.

Das Nördlinger Ries gilt als größter und besterforschter Meteoritenkrater in Europa. Vor ca. 14,4 Millionen Jahren schlug in dem Gebiet ein Meteorit ein. Für den Zeitraum von einigen Jahrmillionen nach diesem Ereignis bedeckte ein See den Krater.

Der See ist heute längst mit Kies und Schotter sowie mit ausgefälltem Kalkstein gefüllt. Auf den ersten Blick mag man heute bei einem Besuch des Nördlinger Ries enttäuscht sein. Wegen der Vegetation und wegen der langen Zeit seit dem "Riesereignis" sind deutliche Spuren des Meteoriteneinschlags nicht sofort sichtbar. Auf den zweiten Blick bietet der Geopark Ries jedoch Dutzende Stellen, wo Schautafeln das Riesereignis erklären sowie die damit zusammenhängenden Gesteine und Oberflächenformen veranschaulichen.

Mitten im Ries liegt die Stadt Nördlingen. Nördlingen gilt als weltweit einzige Stadt, die einen vollständig erhaltenen, heute noch durchgehend begehbaren Mauerring aufweist. Nördlingen hat auch eine schöne historische Altstadt. Vom Turm der St. Georgs-Kirche, dem sogenannten Daniel, hat man einen beeindruckenden Überblick auf ganz Nördlingen sowie die umgebende Rieslandschaft. Die Aussicht vom Daniel gilt innerhalb des Geoparks Ries als geotouristische Sehenswürdigkeit.


Wie kommt man hin?
Nördlingen liegt an der Romantischen Straße (Würzburg-Füssen), der bekanntesten deutschen Touristenstraße, und an den Bundesstraßen 25, 29 und 466. Nördlingen hat auch einen Bahnhof, an der Strecke von Aalen nach Donauwörth.

Die St. Georgs-Kirche mit dem Daniel ist mitten in der Altstadt von Nördlingen. Der Turm ist das ganze Jahr über geöffnet. Das Eintrittsgeld (zur Zeit 3 Euro pro Erwachsenem) wird ganz oben in der Turmstube erhoben. Der Anstieg ist lang und sehr steil.      


90 Meter hoch ist der Daniel, der Turm der gotischen Kirche Sankt Georg in Nördlingen.
Blick vom Daniel in Nördlingen in Richtung Südsüdost: Man sieht den durchgehenden Verlauf der Stadtmauer im Mittelgrund. Rechts der Bildmitte sieht man vor der Stadtmauer die St. Salvador-Kirche. Hinter der Stadtmauer erhebt sich in der linken Bildhälfte die Marienhöhe mit dem Galgenberg und dem Stoffelsberg. Dort befinden sich drei geotouristische Stellen. Die Marienhöhe gehört zum sogenannten Inneren Kraterring des Rieskraters. 
Blick vom Daniel in Nördlingen in Richtung Südosten: Im Verlauf des Mauerrings sieht man das Reimlinger Tor, eines von fünf Toren mit Tortürmen von Nördlingen. Im Hintergrund sieht man die Grenze zwischen der Schwäbischen Alb (rechts) und der Fränkischen Alb (links). Diese Grenze wird vom Fluss Wörnitz gebildet.
Blick vom Daniel in Nördlingen in Richtung Südwesten: In der rechten Bildhälfte erhebt sich das Berger Tor. Im Hintergrund sieht man die Höhen der Schwäbischen Alb (Härtsfeld).
Blick vom Daniel in Nördlingen in Richtung Westen: In der Bildmitte erhebt sich bei der Stadtmauer der Obere Wasserturm, einer von elf weiteren Türmen in der Stadtmauer. Ganz im Hintergrund sieht man rechts oberhalb des Turms und oberhalb des gelben Feldstreifens eine Bergkuppe. Dies ist der Ipf bei Bopfingen, einer der schönsten Heideberge der Schwäbischen Alb.
Blick vom Daniel in Nördlingen in Richtung Nordwesten: In der Stadtmauer sieht man mehrere kleine Türme, die sogenannten Backofentürme.
Blick vom Daniel in Nördlingen in Richtung Norden: Unten ist der Marktplatz mit dem Rathaus. Links vom Rathaus befindet sich das Brot- und Tanzhaus.
Der Zoom auf das Brot- und Tanzhaus zeigt Störche in einem Nest auf dem Dachfirst.
Blick vom Daniel in Nördlingen in Richtung Ostnordosten: Links im Bild ist das Löpsinger Tor, rechts das Deininger Tor. Im Hintergrund erhebt sich der Trauf der Fränkischen Alb.
Blick vom Daniel in Nördlingen in Richtung Osten: Unten im Bild sieht man auf dem Platz den sogenannten Kriegerbrunnen.

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