Donnerstag, 29. Mai 2014

Anerkennung der Erweiterung des Biosphärenreservats Rhön steht bevor

Der internationale Koordinierungsrat des MAB-Programms der Unesco wird auf seiner 26. Sitzung vom 10. - 13. Juni 2014 in Schweden mit hoher Wahrscheinlichkeit die Erweiterung des Biosphärenreservats Rhön anerkennen.

Das beratende Gremium der Unesco für die Biosphärenreservate hat vorgeschlagen, dass die Unesco der Erweiterung des Biosphärenreservats zustimmt. Das Biosphärenreservat Rhön erstreckt sich über die drei Bundesländer Bayern, Hessen und Thüringen. Im Zusammenhang mit der Ausweisung weiterer Kernzonen wurde das Biosphärenreservat vor allem im bayerischen Teil erweitert. 


Wörtlich heißt es im Bericht des beratenden Gremiums: "Das beratende Gremium heißt die von den deutschen Behörden unterbreitete Erweiterung des im Jahr 1991 anerkannten Biosphärenreservats Rhön willkommen. Als Teil der deutschen Mittelgebirge umfasst das Biosphärenreservat Rhön ein Hochland, das im Tertiär durch vulkanische Aktivitäten geformt wurde.

Mit der jetzt erfolgenden Erweiterung um 58.113 Hektar wird das Biophärenreservat Rhön eine Fläche von insgesamt 243.323 Hektar umfassen. Die durchschnittliche Höhe wird 770 m ü NN betragen mit einer Reichweite zwischen 180 und 950 m ü NN. Die Einmaligkeit und Schönheit des Gebiets resultiert aus der Vielfalt der Landschaften, die auch endemische Arten wie Rhönquellschnecke, Wildkatze, Birkhuhn und Rotmilan beherbergen. 

Im Oktober 2010 lebten im Biosphärenreservat Rhön 135.285 Menschen, mehrheitlich in Dörfern. Als Resultat der Erweiterung des Biosphärenreservats mit der Einbeziehung mehrerer Städte steigt die Bevölkerungszahl auf 225.768 Einwohner. Die Einwohnerdichte steigt von 71,6 auf 87,7 Einwohner / km². Die Haupt-Erwerbszweige sind Forstwirtschaft, Landwirtschaft und Tourismus. 

Das beratende Gremium der Unesco für Biosphärenreservate dankt den deutschen Behörden für den gut vorbereiteten Erweiterungsvorschlag zum Biosphärenreservat Rhön. Der Vorschlag stimmt mit den Kriterien für die Erweiterung von Biosphärenreservaten überein."  

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