Mittwoch, 21. Juni 2017

Europarat will Europadiplom für Russlands Totalreservat (zapovednik) Kostomuksha erneuern

Das beratende Komitee des Europarats zum Europadiplom für Schutzgebiete hat bei seiner Sitzung am 8. März 2017 in Straßburg eine Empfehlung zur Erneuerung des im Jahr 2018 auslaufenden Europadiploms für das Totalreservat Kostomuksha in Russland ausgesprochen.

Die Gültigkeit des Europadiploms soll bis zum 18. September 2028 verlängert werden. Die Verlängerung ist verbunden mit sieben Empfehlungen.

Das Totalreservat Kostomuksha in Karelien gehört zum finnisch-russischen Freundschafts-Naturschutzgebiet. Im Gebiet befinden sich zahlreiche Seen. Das Europadiplom wurde dem Totalreservat Kostomuksha zum ersten Mal im Jahr 1998 zuerkannt. Das Totalreservat hat eine Fläche von 48 km². Das Schutzgebiet wurde mit dem Dekret Nr. 557 geschaffen.


Die erste Empfehlung des Europarats bezieht sich auf das Entfernen militärischer Einrichtungen an der russisch-finnischen Grenze, z.B. Zäune, elektrische Zäune und andere Einrichtungen. Dies soll in Zusammenarbeit mit den finnischen Behörden erfolgen. Die Säuberung der Grenze soll die ökologischen Funktionalitäten beidseits der Grenze fördern.

Die zweite Empfehlung hat ein besseres Training und eine bessere Schulung des Personals zum Inhalt. Damit soll das Personal besser für seine Aufgaben gerüstet sein.

Die dritte Empfehlung hat die Erneuerung des Managementplans für das Gebiet zum Inhalt.

Die vierte Empfehlung sieht die Einrichtung eines Biosphärenreservats bis zum Jahr 2022 vor. Das mit dem Europadiplom ausgezeichnete Gebiet soll einen wichtigen Bestandteil des Biosphärenreservats bilden.

Die fünfte Empfehlung bezieht sich auf das Zulassen natürlicher Prozesse in dem Gebiet, z.B. natürliche Feuer.

Die sechste Empfehlung hat die Entwicklung eines Naturtourismus zum Inhalt. Touristische Aktivitäten, die nicht dem Naturtourismus entsprechen, z.B. Füttern von Wildtieren, sollen unterbunden werden.

Die siebte Empfehlung umfasst das Abpumpen von Wasser. Diese Aktivität soll jährlich kontrolliert werden. Ihre Auswirkungen auf die Umwelt sollen erfasst werden.


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