Mittwoch, 11. November 2020

Europadiplom für das ungarische Schutzgebiet "Szénás Hills Protected Area" soll bis 2030 verlängert werden

Der vom Europarat beauftragte Experte Bev Nichols aus dem Vereinigten Königreich hat das ungarische Schutzgebiet "Szénás Hills Protected Area" vom 04. bis 05. September 2019 besucht.

Sein Bericht wurde der Expertengruppe zum Europadiplom des Europarats, die vom 18. bis 19. März 2020 in Straßburg tagte, vorgelegt. Im Bericht wird die Verlängerung der Gültigkeit des Europadiploms für das Gebiet bis 2030 empfohlen.

Das Europadiplom für Schutzgebiete des Europarats wurde dem Schutzgebiet Szénás Hills Protected Area zum ersten Mal im Jahr 1995 und zum bisher letzten Mal im Jahr 2010 zuerkannt. Das Europadiplom soll bis zum 11. September 2030 verlängert werden.

Das Schutzgebiet Szénás Hills Protected Area  ist eines von zur Zeit drei Schutzgebieten in Ungarn, die mit dem Europadiplom des Europarats ausgezeichnet worden sind. Das Gebiet ist vor allem für sein Dolomit-Grasland bekannt, ein sehr seltenes Habitat.

Das Gebiet liegt ca. 17 Kilometer nordwestlich von Budapest innerhalb des Donau-Bogens, wo die Donau von der östlichen in eine südliche Richtung wechselt.

Die Verlängerung der Gültigkeit des Europadiploms ist mit einer Bedingung und acht Empfehlungen verbunden.

 

Bedingung
Der im Jahr 2018 ausgelaufene fünfjährige Managementplan muss bis 2022 durch einen neuen, genehmigten Fünfjahresplan ersetzt werden.
 
Empfehlungen
1. Bis zum Jahr 2023 soll eine langfristige, 25jährige Managementstrategie entwickelt werden.
 
2. Die enge Zusammenarbeit mit dem Danube-Ipoly Nationalpark, der Pilis Forest Company und der Gemeinde Pilisszentiván soll fortgesetzt werden.
 
3. Die von der EU verfügbaren Mittel sollen weiterhin genutzt werden.
 
4. Die verfügbaren Mittel für das Gebiet sollen über längere Zeiträume hinweg gesichert sein.
 
5. Nicht heimische Wildtiere (z.B. Mufflons) sollen weiterhin beseitigt werden.
 
6. Die Beseitigung nicht heimischer Baumarten soll fortgesetzt werden.
 
7. Die Wirksamkeit der Pufferzone soll verbessert werden.
 
8. Das effektive Management für bestimmte Besuchergruppen (z.B. Reitwege, Mountainbike-Routen) soll fortgesetzt werden. Empfindliche Bereiche des Gebiets sollen geschont werden. 
 
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