Freitag, 1. Juli 2011

Frankreichs Causses und Cevennen zum Unesco-Welterbe erklärt

Auf seiner Sitzung am 28. Juni 2011 hat das Unesco-Welterbekomitee die Landschaften der Causses und der Cevennen in Frankreich zum Unesco-Welterbe erklärt. Die Causses und die Cevennen gehören nun zum Unesco-Weltkulturerbe, genauer gesagt, zu den Kulturlandschaften (ein Beispiel hierfür aus Deutschland ist das Mittelrheintal).

Das neue Unesco-Welterbegebiet ist 302.319 Hektar groß, dazu kommt eine 312.425 Hektar große Pufferzone. Das Gebiet befindet sich im südlichen Teil von Zentralfrankreich. Hier findet man eine Gebirgslandschaft, die von tiefen Tälern durchzogen ist. Das Gebiet wird seit langer Zeit stark von menschlichen Einflüssen geprägt. Es ist repräsentativ für die Wechselwirkung zwischen einer auf Ackerbau und Weidewirtschaft basierenden Landwirtschaft und der biophysikalischen Umwelt. Im Gebiet von Mont Lozere (höchster Berg der Cevennen) innerhalb des neuen Welterbegebiets wird noch die Sommer-Transhumance praktiziert. Das ist eine Art der Weidewirtschaft, bei der Schafherden weite Strecken zurücklegen, um Weidegründe für den Sommer zu erreichen.

Die Causses sind Hochplateaus aus Kalkstein. Das Regenwasser versickert weitgehend. Dies führt dazu, dass die Hochflächen des Plateaus steppen- oder wüstenhaft wirken. Die fast waldlosen Hochflächen führten zu einer örtlichen Architektur, die fast ohne Holz auskommt. Die Cevennen sind eine Mischung aus Bergketten und Hochplateaus. Bestehende Großschutzgebiete sind der Nationalpark Cevennen sowie die Naturparks Grands Causses und Haut-Languedoc.      

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