Montag, 29. August 2011

Zwei neue Schutzgebiete in Oberösterreich

Das österreichische Bundesland Oberösterreich hat zwei neue Schutzgebiete ausgewiesen.

Mit der Verordnung Nr. 56 vom 29. Juli 2011 wurde das Naturschutzgebiet Eibenwald festgestellt. Das neue, 2,37 Hektar große Naturschutzgebiet befindet sich in der Gemeinde Laussa im politischen Bezirk Steyr-Land. Das Schutzgebiet liegt südwestlich der Ortschaft Laussa südöstlich angrenzend an den Güterweg Wolfsberg. In diesem Gebiet wird ein Eibenbestand geschützt. Die forstwirtschaftliche Nutzung der Eiben unterbleibt. Oberösterreich hat jetzt insgesamt 113 Naturschutzgebiete.

Mit der Verordnung Nr. 65 vom 29. Juli 2011 wurde das Europaschutzgebiet Reinthallermoos ausgewiesen. Das neue 16 Hektar große Europaschutzgebiet, das im Jahr 1991 auf 12 Hektar Fläche bereits als Naturschutzgebiet festgelegt wurde, befindet sich in der Gemeinde Attersee im politischen Bezirk Vöcklabruck. Das Gebiet zeichnet sich durch ein zwei Hektar großes Quelltuffried mit artenreicher Niedermoorvegetation sowie einem angrenzenden Schwarzerlenwald sowie einem naturnah aufgebauten Rotbuchenwald aus. Bestandteil der Pflegemaßnahmen für das Gebiet sind auch ein dauernder Nutzungsverzicht von Teilen des Waldes sowie die Schaffung von Altholzinseln. Oberösterreich hat jetzt insgesamt 14 Europaschutzgebiete.      

Mittwoch, 24. August 2011

Mallorca`s Traumstrand Coll Baix bei Alcudia


Im Nordosten der Baleareninsel Mallorca befindet sich die Halbinsel von Alcudia. Sie trennt die großen Buchten von Pollenca und von Alcudia. Der größere Teil der Halbinsel von Alcudia steht unter Schutz. Es kommen gleich mehrere Schutzgebietskategorien zur Anwendung.

Die Halbinsel Alcudia ist Landschaftsschutzgebiet (ANEI=Area natural de especial interes=Naturgebiet von besonderem Interesse). Das Landschaftsschutzgebiet heißt Victoria, benannt nach der Eremitei, die sich auf der Halbinsel befindet. 

Dann ist die Halbinsel Alcudia auch ein FFH-Gebiet sowie ein Vogelschutzgebiet im Rahmen des europäischen Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000. Die Größe des Natura 2000-Gebiets ist 996 Hektar. Das Gebiet wird beschrieben als felsige Halbinsel mit Kalkgesteinen, die steile Abbrüche zur Küste hin sowie ein kleines Gebirge im Inneren der Halbinsel bilden.

Sonntag, 21. August 2011

Kärnten weist Europaschutzgebiet Görtschacher Moos aus

Das Götschacher Moos im Gailtal ist eines der größten zusammenhängenden Feuchtgebiete Kärntens. Das Gailtal verläuft in ungefährer West-Ost-Richtung durch den Südwesten Kärntens. Nördlich des Gailtals befinden sich die Gailtaler Alpen mit den Lienzer Dolomiten. Südlich des Gailtals erstreckt sich der Hauptkamm der Karnischen Alpen. Östlich von Villach mündet der Fluss Gail in die Drau.

Mit der 56. Verordnung von 2011 hat nun die Kärntner Landesregierung das Europaschutzgebiet "Görtschacher Moos - Obermoos im Gailtal" ausgewiesen. Das Schutzgebiet umfasst die Gebiete Görtschacher Moos, Obermoss, Untermoos sowie Teile der Gail in den Gemeinden Hermagor-Pressegger See, St. Stefan im Gailtal, Feistritz an der Gail und Nötsch im Gailtal. Das Gebiet ist sowohl nach der FFH-Richtlinie als auch nach der Vogelschutzrichtlinie der EU ausgewiesen.

Mittwoch, 17. August 2011

Wasser- und Zugvogelreservate in der Schweiz

Am 20. April 2011 wurden drei Schutzgebiete im Kanton Zürich neu in das Schweizer Bundesinventar der Wasser- und Zugvogelreservate von nationaler Bedeutung aufgenommen. Dies sind Teile des Neeracherrieds, des Pfäffikersees und des Greifensees.

Das Neeracherried ist eines der letzten großen Flachmoore der Schweiz. Das Gebiet befindet sich westlich der Stadt Bülach. Der Pfäffikersee ist ein 3,3 km² großer See als Relikt der letzten Eiszeit im Zürcher Oberland östlich der Stadt Uster. Der 8,4 km² große Greifensee befindet sich westlich von Uster. Auch dieser See ist nach der letzten Eiszeit entstanden.

Damit gibt es in der Schweiz jetzt 29 Wasser- und Zugvogelreservate von nationaler Bedeutung. Weiter gibt es 11 Wasser- und Zugvogelreservate von internationaler Bedeutung (Ramsar-Abkommen). Gesetzlicher Hintergrund für diese Reservate ist die im Jahr 1991 erlassene Verordnung über die Wasser- und Zugvogelreservate von internationaler und nationaler Bedeutung. Diese wiederum leitet sich aus dem Jagdgesetz sowie dem Natur- und Heimatschutzgesetz ab. 

Das erste Gebiet wurde im Jahr 1991 in das Inventar der Wasser- und Zugvogelreservate aufgenommen, im Jahr 1992 folgte ein zweites Gebiet. Weitere 16 Gebiete folgten im Jahr 2001. Im Jahr 2009 wurden 8 Gebiete aufgenommen. Und im Jahr 2011 sind jetzt die genannten drei Gebiete hinzugekommen. Die Mehrzahl der Gebiete befindet sich am Bodensee, am Neuenburgersee, am Genfersee, sowie entlang des Rheins und der Aare.    

Sonntag, 14. August 2011

Vogelerlebnispfad Pflach im Naturpark Tiroler Lechtal


Der Lech ist in seinem Oberlauf auf Tiroler Boden der letzte Wildfluss der Nordalpen. In den gesamten Alpen wird der Tiroler Lech nur noch vom Tagliamento in den Südalpen übertroffen, was die Wildheit und Unversehrtheit des Flusssystems angeht.

Eine Zeitlang hat man auch am Tiroler Lech und seinen Seitenflüssen Pläne für die Nutzung der Wasserkraft gehabt. Diese Pläne wurden Gott sei Dank nicht umgesetzt. In der Folge gab es Pläne für einen Nationalpark Tiroler Lechtal. Jedoch wäre diese Schutzgebietskategorie wohl zu weit gegangen. Denn das Tiroler Lechtal wird eben auch fast durchgehend landwirtschaftlich genutzt.

Im Jahr 2004 hat die Tiroler Landesregierung das 41,38 km² große Naturschutzgebiet Tiroler Lechtal ausgewiesen. Es erstreckt sich fast durchgehend entlang des Lech von Pflach nahe der Grenze zu Deutschland bis hinauf zur Landesgrenze zwischen Tirol und Vorarlberg. Auch die Mehrzahl der Seitenbäche des Tiroler Lechs ist im Schutzgebiet enthalten. Ebenfalls im Jahr 2004 wurde das Naturschutzgebiet zum Naturpark Tiroler Lechtal erklärt, einer von zur Zeit fünf Naturparks in Tirol.

Dienstag, 9. August 2011

Fast 10.000 Hektar Fläche im Besitz der NABU-Stiftung

Ein Flächenzuwachs von 2.728 Hektar auf insgesamt 9.580 Hektar - das ist nur eine der Erfolgsmeldungen im vor wenigen Tagen erschienenen Jahresbericht 2010 der NABU-Stiftung. Der NABU ist eine der größten Naturschutzorganisationen in Deutschland. Für die im Besitz des NABU befindlichen Flächen ist die NABU-Stiftung zuständig.

Der enorme Flächenzuwachs im Jahr 2010 ist zum größeren Teil auf die Übertragung von Flächen des Nationalen Naturerbes von der Bundesrepublik Deutschland auf den NABU zurückzuführen. Entsprechende Flächen wurden im Jahr 2010 vor allem im Bundesland Brandenburg übertragen. Dieses Bundesland hat bereits eine Rahmenvereinbarung mit den für die Flächenübertragung zuständigen Institutionen des Bundes abgeschlossen. Da in den kommenden Jahren auch in anderen Bundesländern entsprechende Rahmenvereinbarungen wirksam werden, ist auch zukünftig mit einer starken Zunahme der Flächen im Besitz der NABU-Stiftung zu rechnen.

Samstag, 6. August 2011

Biosphärenpark Lungau in Österreich vor der Realisierung

Österreich wird wahrscheinlich im kommenden Jahr einen neuen Biosphärenpark bekommen. Mit dem Begriff Biosphärenpark bezeichnet man in Österreich ein Unesco-Biosphärenreservat. Zur Zeit gibt es weltweit 580 Biosphärenreservate in 114 Staaten.

Der gesamte Lungau, einer der fünf Gaue des österreichischen Bundeslandes Salzburg, soll nun Biosphärenpark werden. Der Lungau befindet sich in den Niederen Tauern. Die Talschaft wird von der Mur entwässert.

Bereits seit einigen Jahren ist im Lungau ein Biosphärenpark geplant. Inzwischen stehen alle 15 Gemeinden des Lungaus dem Projekt positiv gegenüber. Bis zum Herbst 2011 soll die Verordnung zum Biosphärenpark fertiggestellt sein. Noch im Jahr 2011 sollen die Unterlagen für den Biosphärenpark der Unesco übergeben werden. Mit einer Anerkennung durch die Unesco wird im Jahr 2012 gerechnet.

In Österreich gibt es zur Zeit 6 Biosphärenparks. Davon entsprechen allerdings 4 nicht den seit dem Jahr 1995 geltenden Bedingungen (Sevilla-Strategie) für Biosphärenreservate. 

"Richtige" Biosphärenreservate sind zur Zeit nur der Wienerwald (Wien, Niederösterreich) und das Große Walsertal (Vorarlberg). Die anderen 4 Biosphärenparks Österreichs müssen entweder in den kommenden Jahren erweitert und mit einer Zonierung versehen werden. Oder das Land muss diese Gebiete bei der Unesco wieder abmelden. Geplant ist auch, dass der Nationalpark Nockberge im Bundesland Kärnten, der nur in die IUCN-Kategorie V eingestuft ist, zu einem Biosphärenpark umgewandelt wird.    

Montag, 1. August 2011

Zwei neue Grands Sites (Große Orte) in Frankreich

In Frankreich gibt es das Netzwerk der Grands Sites. Das ist ein Zusammenschluss von bekannten Orten und Landschaften mit dem Ziel, diese Gebiete nach einheitlichen Kriterien weiterzuentwickeln, für Besucher erlebbar zu machen und gleichzeitig den Schutz der Natur zu verbessern. Grand Site ist seit wenigen Jahren auch eine Schutzgebietskategorie nach dem französischen Umweltgesetzbuch. Eine Grand Site innerhalb des Netzwerks wird von der französischen Regierung mit dem Label Grand Site ausgezeichnet, wenn eine Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung der Situation für die Natur und die Besucher erfolgreich umgesetzt worden sind.

Ein bestimmtes Gebiet wird somit zunächst einmal Mitglied im Netzwerk der Grands Sites. Wenn das Gebiet eine erfolgreiche Entwicklung im Einklang mit den Bedingungen des Label Grand Site durchlaufen hat, wird nach einer unterschiedlich großen Zahl von Jahren die eigentliche Auszeichnung Grand Site vergeben.

Das Netzwerk der Grands Sites hat nun im Juni 2011 Zuwachs erhalten. Zwei neue Orte sind dazugestoßen und haben die Zahl der Mitglieder auf 37 erhöht. 10 dieser 37 Mitglieder haben bereits das Label Grand Site erhalten.

Die beiden neuen Mitglieder im Netzwerk der Grands Sites sind l`Anse de Paulilles und Vallee de la Restonica.