Donnerstag, 31. Januar 2013

Kärnten erlässt Gesetz zum Biosphärenpark Nockberge

Das österreichische Bundesland Kärnten hat mit dem Gesetz 124/2012 vom 13.12.2012 den Biosphärenpark Nockberge errichtet. Mit der Verordnung 125/2012 vom 18.12.2012 wurde zudem der mit der Verordnung 79/1986 gegründete Nationalpark Nockberge aufgehoben. Die von der Unesco im Rahmen des MAB-Programms ins Leben gerufene Schutzgebietskategorie biosfere reserve heißt in Österreich Biosphärenpark.

Damit ist das Gebiet des bisherigen Nationalparks Nockberge in Kärnten jetzt zum Biosphärenpark erklärt worden. Die Unesco hat die unmittelbar aneinandergrenzenden Biosphärenparks Lungau im Bundesland Salzburg und Nockberge im Bundesland Kärnten bereits im Sommer 2012 anerkannt.

Donnerstag, 24. Januar 2013

Thüringen will 25.000 Hektar Waldwildnis bis zum Jahr 2022 ausweisen

Der Freistaat Thüringen will bis zum Jahr 2022 ca. 25.000 Hektar Waldfläche der forstwirtschaftlichen Nutzung entziehen und als Wildnis ausweisen. Das hat der Umweltminister von Thüringen am 22.01.2013 erklärt.

Die Stilllegung von Waldflächen und deren Widmung als Wildnisflächen ist ein Teil der Koalitionsvereinbarung der Regierung von Thüringen. Zu den Wildnisflächen gehören Naturwaldreservate und die Kernzonen des Nationalparks Hainich sowie der Biosphärenreservate Vessertal und Rhön.

Zur Zeit sind bereits 13.500 Hektar Waldfläche ohne forstwirtschaftliche Nutzung. Mit der Ausweisung weiterer zukünftiger Wildnisflächen ist die Landesregierung im Verzug. Allerdings wird aus heutiger Sicht das Ziel von 25.000 Hektar Waldfläche bereits sieben Jahre früher erreicht als in der Koalitionsregierung vereinbart (2022 anstatt 2029).

Portugal meldet zwei neue Ramsar-Gebiete

Portugal hat Ende des Jahres 2012 zwei neue Ramsar-Gebiete, Schutzgebiete im Rahmen des internationalen Übereinkommens über Feuchtgebiete, gemeldet. Damit erhöht sich die Zahl der Ramsar-Gebiete in Portugal auf 30. Die Gesamtfläche der Ramsar-Gebiete in Portugal beträgt nun 132.471 Hektar.

Wie das Ramsar-Sekretariat mitteilt, gehören die beiden neuen Gebiete zu den bedeutendsten Feuchtgebieten Portugals. Sie umfassen den größten Süßwassersee der iberischen Halbinsel und den einzigen Fluss Portugals, der noch nicht von Regulierungsmaßnahmen betroffen ist.

Sonntag, 20. Januar 2013

Westerwald-Lahn-Taunus ist der 14. Nationale Geopark Deutschlands

Die für die Zertifizierung von Geoparks in Deutschland zuständige Geo-Union Alfred-Wegener-Stiftung hat den Geopark Westerwald-Lahn-Taunus im November 2012 als Nationalen Geopark ausgezeichnet. Damit verfügt Deutschland jetzt über 14 Nationale Geoparks.

Der neue Geopark Westerwald-Lahn-Taunus befindet sich in den Bundesländern Hessen und Rheinland-Pfalz. Er umfasst eine Fläche von ca. 3.800 km².

Das Hauptthema des neuen Geoparks ist die Nutzung von geogenen Rohstoffen im Verlauf der verschiedene Phasen der Regionalgeschichte. Dazu gehören zum Beispiel die Gewinnung von Eisenerz, der Abbau von Basalt zur Verwendung als Straßenschotter, der Abbau von Marmor als Baumaterial, der Abbau von Kalkstein für die Zementherstellung und die Abfüllung von Mineralwasser.

Das Gebiet des Geoparks gehört zum rechtsrheinischen Teil des rheinischen Schiefergebirges. Es teilt sich auf in zwei großräumige geologische Strukturen, die Lahn-Dill-Mulde und den Westerwald. Das rheinische Schiefergebirge wird von Sedimentgesteinen des Erdaltertums aufgebaut. Die Sedimente sind von vulkanischem Gestein durchsetzt. Das Gebiet ist seit der variszischen Gebirgsbildung emporgehoben und seit dieser Zeit nicht mehr überflutet worden. 

Der neue Geopark Westerwald-Lahn-Taunus grenzt unmittelbar an den Geopark Grenzwelten, der sich beidseits der Grenze zwischen Hessen und Nordrhein-Westfalen erstreckt. In Hessen gibt es jetzt drei Geoparks (Bergstraße-Odenwald, Grenzwelten, Westerwald-Lahn-Taunus). In Rheinland-Pfalz gibt es zwei Geoparks (Vulkanland Eifel, Westerwald-Lahn-Taunus). 


Die Internetseite des Geoparks Westerwald-Lahn-Taunus ist: http://geopark-wlt.de/

Mittwoch, 16. Januar 2013

Durch den Steigbachtobel bei Immenstadt im Allgäu im Naturpark Nagelfluhkette

Der Steigbachtobel ist der unterste Teil des Steigbachtals in den Allgäuer Voralpen bei Immenstadt im Allgäu. 

Das Steigbachtal wird als sogenanntes Hängetal bezeichnet. Das ist ein Taltyp, der im Vergleich zum übergeordneten Haupttal (im konkreten Fall zum Illertal) weit weniger eingetieft ist. Das Illertal wurde durch den großen Illergletscher in der letzten Eiszeit glazial übertieft. Das kleine Steigbachtal konnte damit nicht schritthalten.

Der Steigbachtobel gleicht nun den Höhenunterschied zwischen dem Steigbachtal und dem Illertal aus. Der im Naturpark Nagelfluhkette liegende Steigbachtobel ist als Geotop ausgewiesen. Dort sind Schichten der Unteren Süßwassermolasse aufgeschlossen. Die Molassegesteine wurde während des Tertiärs in einem Trog im Bereich des heutigen Alpenvorlands abgelagert. Die im Steigbachtobel aufgeschlossenen Schichten nennt man die Höheren Steigbachschichten. Sie entstammen einem Ur-Iller Flusssystem.

Samstag, 12. Januar 2013

Die Naturparks des Schwarzwalds sind der 21. Teilnehmer der Aktion "Fahrtziel Natur"

Die beiden Naturparks des Schwarzwalds in Baden-Württemberg sind gemeinsam der 21. Teilnehmer der Aktion Fahrtziel Natur, die die Deutsche Bahn zusammen mit den Umweltverbänden BUND, NABU und VCD sowie mit den örtlichen Touristikinitiativen der teilnehmenden Schutzgebiete betreibt.

Die Zahl der Teilnehmer an dieser seit dem Jahr 2001 laufenden Kooperation erhöht sich immer weiter. Der 20. Teilnehmer am Fahrtziel Natur war das Biosphärenreservat Bliesgau im Saarland (siehe den Post vom 22.01.2012 in diesem Blog). Außer in Deutschland gibt es auch in Österreich und in der Schweiz Schutzgebiete, die an der Aktion Fahrtziel Natur teilnehmen. Die beiden Naturparks des Schwarzwalds sind die ersten Teilnehmer aus Baden-Württemberg an der Aktion.

Samstag, 5. Januar 2013

Bannwald Altspöck bei Schwäbisch Hall

Als einzigem Gebiet im deutschsprachigen Raum verwendet man in Baden-Württemberg den Begriff Bannwald für ein Naturwaldreservat. Auch wenn in Baden-Württemberg zur Zeit noch ein Wildnis-Großschutzgebiet wie z.B. ein Nationalpark fehlt, gibt es in diesem Bundesland doch überdurchschnittlich viele Naturwaldreservate.

Viele Bannwälder sowie Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb in Baden-Württemberg haben eine Flächengröße unterhalb der von vielen Fachleuten geforderten Mindestgröße für Wildnisgebiete von 100 Hektar. Einer der größten  Bannwälder des Neckargebiets sowie der Keuperstufe innerhalb der Südwestdeutschen Schichtstufenlandschaft ist der Bannwald Altspöck bei Schwäbisch Hall.

Mittwoch, 2. Januar 2013

Lahku ist der 43. Nationalpark Norwegens

Norwegen hat am 14. Dezember 2012 seinen 43. Nationalpark eröffnet. Der Láhku-Nationalpark befindet sich in der norwegischen Provinz Nordland und hat eine Fläche von 188 km².

Der neue Nationalpark Láhku grenzt an den Nationalpark Saltfjellet-Svartisen. Die Nationalparks Sjunkhatten und Junkerdal befinden sich ganz in der Nähe. In der Region befinden sich auch viele weitere, kleine Schutzgebiete.

Der neue Nationalpark Láhku ist durch Berge und Felsen charakterisiert. Der Nationalpark umfasst die größte Karstlandschaft Norwegens mit tiefen Schluchten, Höhlen, unterirdischen Flüssen und natürlichen Gesteinsbrücken über die Flüsse. Das Gestein bietet Lebensraum für eine ganz besondere Flora und Fauna. Die Seen im Gebiet haben einen hohen Anteil an Kalzium. Dies ist der Lebensraum für eine einzigartige Vielfalt von Wasserpflanzen. 

Im Láhku-Nationalpark gibt es keine technischen Spuren der Zivilisation. Es gibt jedoch Spuren der früher im Gebiet ausgeübten Jagd und Herdenhaltung. Heute gibt es markierte Wanderwege im Sommer und Loipen im Winter.