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Montag, 29. September 2025

UNESCO-Welterbekomitee beschäftigt sich 2025 mit UNESCO-Weltnaturerbestätte "Białowieża Forest" in Polen

Das UNESCO-Welterbekomitee hat sich bei seiner 47. Sitzung, die vom 6. bis 16. Juli 2025 in Paris stattfand, mit der UNESCO-Weltnaturerbestätte "Białowieża Forest" beschäftigt.

Dies ist eine transnationale Welterbestätte (Belarus, Polen).

Unter anderem wurden die folgenden Punkte angesprochen:

Mit Sorge wird die politische Situation gesehen, die einen effektiven Schutz des Gebiets verhindert.

Mit äußerster Sorge wird das geplante Ost-Schild-Projekt gesehen.

Die ökologische Durchlässigkeit ist wesentlich für die Bewahrung des herausragenden ökologischen Werts des Gebiets.

Im Jahr 2027 soll erneut eine Vor-Ort-Mission stattfinden, um die Umsetzung früherer Empfehlungen zu prüfen.

Belarus und Polen sollen ihre grenzüberschreitende Arbeit wiederaufnehmen.

Begrüßt wird der Stopp der Wolfsjagd in Belarus. 

Der neue Vorschlag zur Zonierung des Gebiets in Polen erweitert leider die Fläche mit aktivem Waldschutz nicht.

Im polnischen Teil des Gebiets bereiten Straßenbaumaßnahmen Sorge.

Begrüßt werden Maßnahmen in beiden Staaten zur Wiederherstellung ökologischer Prozesse und zur Reduzierung der Fragmentierung von Habitaten.

Bis zum 01. Februar 2026 soll ein Bericht über den aktuellen Stand der Schutzmaßnahmen im Gebiet an das Welterbezentrum gesandt werden. Dieser Bericht soll Thema bei der 48. Sitzung des Welterbekomitees sein.     


Donnerstag, 5. September 2024

UNESCO beschäftigt sich im Jahr 2024 mit der Weltnaturerbestätte "Białowieża Forest" in Belarus und Polen

Das Welterbekomitee der UNESCO hat sich bei seiner 46. Sitzung, die vom 21. bis 31. Juli 2024 in Neu Delhi in Indien stattfand, auch mit der Weltnaturerbestätte "Białowieża Forest" in Belarus und Polen beschäftigt.

Mit äußerster Sorge nimmt die UNESCO zur Kenntnis, dass die Grenzbarriere in Polen noch mächtiger ist als in Belarus. Die Wanderungsbewegungen vieler Tierarten sind dadurch beeinträchtigt. Die Welterbestätte läuft Gefahr, auf die Rote Liste des UNESCO-Welterbes gesetzt zu werden.

Die ökologische Durchgängigkeit des Gebiets muss wiederhergestellt werden. Polen wird aufgefordert, Maßnahmen für eine bessere Durchgängigkeit der Grenze vorzunehmen. Im Jahr 2027 ist eine neue Mission der UNESCO vor Ort geplant. Maßnahmen, die den natürlichen Zustand der Wälder beeinträchtigen, sollen vermindert oder gestoppt werden.

Bis zum 1. Februar 2025 soll ein überarbeiteter Bericht zum Zustand der Welterbestätte an die UNESCO gesandt werden. Dieser Bericht soll bei der 47. Sitzung des Welterbekomitees diskutiert werden.  

Mittwoch, 27. Dezember 2023

UNESCO beschäftigte sich 2023 mit der Weltnaturerbestätte "Białowieża Forest" in Polen und Belarus

Die UNESCO beschäftigte sich bei der erweiterten 45. Sitzung des Welterbekomitees vom 10. bis 25. September 2023 auch mit dem Nationalpark sowie der Weltnaturerbestätte "Białowieża Forest" in Polen und Belarus.

Die UNESCO drückte ihre äußerste Besorgnis aus in Bezug auf den Bau einer Grenzbarriere zwischen Polen und Weißrussland, die vorher nicht der UNESCO vorgelegt worden ist. Möglicherweise wird Białowieża Forest demnächst auf die Liste des UNESCO Welterbes in Gefahr gesetzt. Es soll eine Mission der UNESCO und der IUCN vor Ort die Sache untersuchen.

Mit Sorge wird auch betrachtet, dass in den Berichten der einzelnen Staaten zum UNESCO Weltnaturerbe kein staatenübergreifender Managementplan vorhanden ist.

Belarus wird aufgefordert, dass die Jagd auf den Wolf im Gebiet verboten wird.

Polen wird aufgefordert, dass die Zone ohne menschliche Eingriffe nicht verkleinert wird.

Polen wird aufgefordert, dass der Verkehr auf der Narewkowska-Straße keine negativen Auswirkungen auf das Gebiet hat.

Die Renaturierung des Flusses Narewka wird begrüßt.

Weitere Informationen
UNESCO-Weltnaturerbestätten in Polen im Post vom 06.12.2022 in diesem Blog 


   

Donnerstag, 23. Juni 2022

Schutzgebietsnetz Smaragd des Europarats in Belarus mit Stand Ende 2021 gemäß dem neuen Emerald Network Barometer

Das Ende 2021 auf der Website des Europarats veröffentlichte Emerald Network Barometer (Barometer zum Schutzgebietsnetz Smaragd des Europarats) bietet auch Daten zu Belarus.

Im Emerald Network Barometer werden die Zahlen der angenommenen Schutzgebiete (Adopted Emerald Sites), der Kandidaten-Schutzgebiete (Candidate Emerald Sites) sowie der vorgeschlagenen Schutzgebiete (Proposed Emerald Sites) mit Stand 02. Dezember 2021 genannt. Die Daten werden jährlich aktualisiert.

Für Belarus sieht das wie folgt aus:
Adopted Emerald Sites: 155
Candidate Emerald Sites: 7
Proposed Emerald Sites: 15

Im Emerald Network Barometer wird auch die Gesamtfläche der Schutzgebiete aufgeführt.

Für Belarus sieht das wie folgt aus:
Adopted Emerald Sites Landfläche: 23.209,5 km²
Candidate Emerald Sites Landfläche: 973,3 km²
Proposed Emerald Sites Landfläche: 2.067,5 km²
 
Dann wird noch der Anteil der Schutzgebietsfläche an der Gesamtfläche des Landes aufgeführt.
 
Für Belarus sieht das wie folgt aus:
Anteil der Landfläche bei den Adopted Emerald Sites: 11,2 Prozent
Anteil der Landfläche bei den Candidate Emerald Sites: 0,5 Prozent
Anteil der Landfläche bei den Proposed Emerald Sites: 1,0 Prozent

Die Schutzgebiete in Belarus umfassen keine Meeresfläche.
 
Weitere Informationen

Freitag, 10. Dezember 2021

Schutzgebietsnetz Smaragd des Europarats in Belarus

Belarus gehört zu den Staaten, in denen das Schutzgebietsnetz Smaragd (Emerald Network) des Europarats umgesetzt werden soll.

Belarus ist kein Mitglied, jedoch ein Beitrittskandidat des Europarats. Belarus hat die Berner Konvention des Europarats ratifiziert. Die Berner Konvention des Europarats wurde im Jahr 1979 vereinbart. Das Schutzgebietsnetz Smaragd wurde mit der Empfehlung Nr. 16 (1989) des ständigen Ausschusses zur Berner Konvention (Standing Committee to the Bern Convention) geschaffen.

Jedes Schutzgebiet des Schutzgebietsnetzes Smaragd ist gekennzeichnet durch einen Code, dessen erste zwei Buchstaben den Ländercode (2-letter ISO 3166 country code) darstellen. Der Ländercode von Belarus ist BY.

Belarus hat Anteil an zwei der elf terrestrischen biogeographischen Regionen des Schutzgebietsnetzes Smaragd. Dies sind die boreale und die kontinentale biogeographische Region. Belarus besitzt mit Stand Ende 2020 155 angenommene Schutzgebiete im Schutzgebietsnetz Smaragd (officially adopted emerald sites) sowie sieben offizielle Kandidaten-Schutzgebiete im Schutzgebietsnetz Smaragd (officially nominated candidate sites).

Belarus hat im Vorfeld der 41. Sitzung des ständigen Ausschusses zur Berner Konvention (vom 29.11. bis 03.12.2021) angekündigt, dass 15 weitere Smaragd-Gebiete identifiziert worden sind.

Landfläche von Belarus
207.600 km²
 
Schutzgebietsnetz Smaragd in Belarus (Stand: 02.12.2021)
Anerkannte Schutzgebiete: 155
Kandidaten-Schutzgebiete: 7
Vorgeschlagene Schutzgebiete: 15

Weitere Informationen
 

 

Samstag, 27. November 2021

Internationale Schutzgebiete in Belarus

Belarus ist ein Staat in Osteuropa.

Im heutigen Post in diesem Blog sind die internationalen Schutzgebiete in Belarus aufgelistet. Zukünftige Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Schutzgebieten befassen, werden vom heutigen Post verlinkt. 

UNESCO-Weltnaturerbestätten
In Belarus gibt es zur Zeit eine UNESCO-Weltnaturerbestätte:
Białowieża Forest
 
Biosphärenreservate (UNESCO-MAB)
In Belarus gibt es zur Zeit drei UNESCO-Biosphärenreservate: 
Berezinskiy, Belovezhskaya Puschcha, West Polesie (transnationales Biosphärenreservat: Belarus, Polen, Ukraine)
 
UNESCO Global Geoparks
In Belarus gibt es zur Zeit keinen UNESCO Global Geopark.
 
Ramsar-Konvention
In Belarus gibt es zur Zeit 26 Ramsar-Gebiete.
keine Auflistung
 
Grüne Liste der IUCN
In Belarus gibt es zur Zeit kein Schutzgebiet, das auf der Grünen Liste der IUCN geführt wird. 
 
Europadiplom des Europarats
In Belarus gibt es zur Zeit zwei Schutzgebiete, die mit dem Europadiplom des Europarats ausgezeichnet worden sind:
Nationalpark Belovezhskaya Pushcha, Biosphärenreservat Berezinsky State
 
Schutzgebietsnetz Smaragd des Europarats
In Belarus gibt es zur Zeit (Stand Ende 2020) 155 offiziell anerkannte Schutzgebiete im Schutzgebietsnetz Smaragd (officially adopted Emerald Network sites).

In Belarus gibt es darüber hinaus zur Zeit (Stand Ende 2020) sieben offiziell nominierte Kandidaten-Schutzgebiete im Schutzgebietsnetz Smaragd (officially nominated candidate Emerald Network sites).

Schutzgebietsnetz Smaragd in Belarus im Post vom 10.12.2021


Donnerstag, 2. September 2021

UNESCO Welterbe "Białowieża Forest" in Belarus und Polen war Thema bei der 44. Sitzung 2021 des Welterbekomitees

Die transnationale UNESCO-Weltnaturerbestätte "Białowieża Forest" in Belarus und Polen war eines der Themen bei der 44. Sitzung 2021 des UNESCO-Welterbekomitees.

Die Behandlung der Welterbestätte Białowieża Forest erfolgte im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung über den Zustand der Bewahrung der Welterbestätten.

Mit Zufriedenheit hat das Welterbekomitee registriert, dass forstwirtschaftliche Aktivitäten im Gebiet nur sehr eingeschränkt und nur in der Zone für aktives Management stattgefunden haben.

Die Versicherung Polens, wonach die vor kurzem durchgeführten Änderungen des Managementplans im Einklang mit der Empfehlung der Mission der UNESCO vor Ort im Jahr 2018 sind, wird entgegengenommen. Nur in den Managementzonen sind begrenzte forstwirtschaftliche Tätigkeiten erlaubt und auch dort nur für Sicherungsmaßnahmen und für die Umsetzung der Natura 2000-Ziele.

Sonntag, 14. Februar 2021

IUCN fordert Schutzgebiete mit Wiesenanteil für den Europäischen Bison

Die IUCN fordert, dass zukünftig für den Europäischen Bison nicht nur Schutzgebiete mit Waldanteil, sondern auch Schutzgebiete mit Wiesenanteil geschaffen werden.

Im Jahr 2020 hat die IUCN den Europäischen Bison von anfällig (vulnerable) auf fast bedroht (near threatened) zurückgestuft.

Die wilde Population des Europäischen Bisons ist von ca. 1.800 Expemplaren im Jahr 2003 auf über 6.200 Exemplare im Jahr 2019 gewachsen. Das ist ein Ergebnis des langfristigen Erhaltungs-Managements.

Im frühen 20. Jahrhundert überlebte der Europäische Bison nur in Gefangenschaft. In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden zum ersten Mal wieder Bisons in die Freiheit entlassen.Die größten Populationen finden sich zur Zeit in Russland, Belarus und Polen. Zur Zeit gibt es 47 wilde Bison-Herden. Jedoch sind diese Herden sehr weit voneinander entfernt und auf nicht optimale Wald-Habitate beschränkt. Nur acht der Herden sind groß genug, um auch langfristig genetisch zu überleben. Die Art bleibt weiterhin abhängig von Managementmaßnahmen. 

Vor allem im Winter verlassen die Bisons wegen Nahrungsmangel die Wälder und wandern in Gebiete mit Wiesen. Dort geraten sie oft in Konflikt mit der lokalen Bevölkerung. Deshalb ist es notwendig, dass für die Bisons Wiesen-Schutzgebiete geschaffen werden.      

Sonntag, 7. Februar 2021

Ministerkomitee des Europarats erneuert Europadiplom für das Biosphärenreservat "Berezinsky" in Belarus bis September 2030

Mit der Resolution CM/ResDip(2020)13 vom 23. September 2020 hat das Ministerkomitee des Europarats bei der 1.384. Sitzung der Ministerabgeordneten das Euroapdiplom für das Biosphärenreservat "Berezinsky" in Belarus erneuert.

Das Europadiplom wurde bis zum 11. September 2030 erneuert. Die Erneuerung des Europadiploms ist verbunden mit zwei Bedingungen und fünf Empfehlungen.

Das Biosphärenreservat Berezinsky ist eines von zwei Schutzgebieten in Belarus, die das Europadiplom des Europarats zuerkannt bekommen haben. Berezinsky erhielt das Diplom am 11.09.1995.

Weitere Informationen

Dienstag, 15. Dezember 2020

Der Europarat ermutigt die Behörden von Belarus zur Erweiterung des Schutzgebietsnetzes Smaragd

Die Expertengruppe zum Netzwerk Smaragd des Europarats hat bei ihrer elften Sitzung die Behörden von Belarus zur Erweiterung des Schutzgebietsnetzes Smaragd ermutigt.

Das geht aus einem Protokoll der Sitzung der Expertengruppe hervor, das bei der 40. Sitzung des Ständigen Ausschusses zur Berner Konvention des Europarats vom 30.11. bis 04.12.2020 vorgelegt wurde.

Die Expertengruppe ermutigte die staatlichen Stellen von Belarus, die technische und wissenschaftliche Unterstützung der Berner Konvention zu nutzen, um die Liste der Smaragd-Gebiete zu erweitern und um eine genügende Abdeckung der Arten und Habitate zu gewährleisten. 

Dem Europarat wurde von Belarus ein Aktionsplan zugeleitet. Darin werden eine Reihe von Aktivitäten genannt, um das Netzwerk Smaragd in Belarus zu erweitern. Dazu gehören, dass die Schlussfolgerungen früherer biogeographischer Untersuchungen umgesetzt werden, dass die Smaragd-Schutzgebiete in nationales Recht umgesetzt werden sowie dass Aktionen zum Managment der Schutzgebiete eingeleitet werden.

Zehn lokale und zwei internationale Experten wurden beauftragt. Trotz der politisch unstabilen Situation in Belarus wurde am 21.08.2020 ein Treffen abgehalten, um die lokalen Experten zu schulen. 

Im Laufe des Jahres 2021 kann ein Treffen avisiert werden, um die Liste der Smaragd-Gebiete von Belarus auf ihre Vollständigkeit zu überprüfen.

Weitere Informationen

Mittwoch, 9. Dezember 2020

Europadiplom für das Biosphärenreservat "Berezinsky" in Belarus soll bis 2030 verlängert werden

Die vom Europarat beauftragte Expertin Blanca Ramos aus Spanien hat das Biosphärenreservat "Berezinsky" in Belarus vom 19. bis 20. Juni 2019 besucht.

Ihr Bericht wurde der Expertengruppe zum Europadiplom des Europarats, die vom 18. bis 19. März 2020 in Straßburg tagte, vorgelegt. Im Bericht wird die Verlängerung der Gültigkeit des Europadiploms für das Gebiet bis 2030 empfohlen. 

Das Europadiplom für Schutzgebiete des Europarats wurde dem Biosphärenreservat Berezinsky zum ersten Mal im Jahr 1995 und zum bisher letzten Mal im Jahr 2010 zuerkannt. Das Europadiplom soll bis zum 11. September 2030 verlängert werden.

Das Biosphärenreservat ist eines von zur Zeit zwei Schutzgebieten in Belarus, die mit dem Europadiplom des Europarats ausgezeichnet worden sind.

Das Gebiet befindet sich im Berezina-Flussbecken, einem Nebenfluss des Dnieper, der ins Schwarze Meer mündet. Die Hauptstadt Minsk befindet sich ca. 80 Kilometer südwestlich des Biosphärenreservats. Die Kernzone des Biosphärenreservats ist 27.204 Hektar groß. Die Pflegezone ist 58.868 Hektar groß.

Donnerstag, 4. Oktober 2018

Weißrussland besitzt mit Stand Ende 2017 insgesamt 162 Schutzgebiete im Netzwerk Smaragd (Emerald Network) des Europarats

Weißrussland besitzt mit Stand Ende 2017 insgesamt 162 Schutzgebiete im Schutzgebietsnetzwerk Smaragd (Emerald Network) des Europarats. 

Das geht aus der Liste der offiziell angenommenen Smaragd-Schutzgebiete (Updated List of officially adopted Emerald Sites) vom Dezember 2017 hervor, die bei der 37. Sitzung des Ständigen Komitees der Berner Konvention des Europarats vom 05. bis 08.12.2017 verabschiedet wurde. Die Liste heißt mit vollständigem Namen: "List of Emerald Network Areas of special Conservation Interest" (Abkürzung: ASCI List).

Das Schutzgebietsnetzwerk Smaragd (Emerald Network) leitet sich aus der Berner Konvention des Europarats ab. Alle Staaten, die Mitglied des Europarats sind, müssen Schutzgebiete auf ihrem Territorium zur Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume ausweisen. Die EU-Staaten sind nur mittelbar am Schutzgebietsnetzwerk Smaragd beteiligt. Denn das EU-Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 gilt als Umsetzung des Schutzgebietsnetzwerks Smaragd auf EU-Territorium. Einige Staaten Afrikas nehmen ebenfalls am Schutzgebietsnetzwerk Smaragd teil.


Die Liste der offiziell angenommenen Smaragd-Schutzgebiete in Weißrussland umfasst acht Spalten.

Dienstag, 24. Juli 2018

Experte des Europarats empfiehlt Erneuerung des Europadiploms für den weißrussischen Nationalpark Belovezhskaya Pushcha

Der vom Europarat beauftragte Experte Hervé Lethier aus der Schweiz hat den weißrussischen Nationalpark Belovezhskaya Pushcha vom 11. bis 13. April 2017 besucht und in seinem Bericht für die vom 27. bis 30.11.2018 stattfindende 38. Sitzung des Ständigen Komitees zur Berner Konvention des Europarats die Verlängerung des Europadiploms für das Gebiet bis 2028 empfohlen.

Das Europadiplom für Schutzgebiete des Europarats wurde dem Nationalpark Belovezhskaya Pushcha zum ersten Mal im Jahr 1997 zuerkannt. In den Jahren 2002 und 2013 wurde das Europadiplom erneuert. Das Europadiplom ist aktuell bis 2018 gültig. Das Europadiplom soll bis zum 30. September 2028 verlängert werden.

Der Nationalpark Belovezhskaya Pushcha befindet sich im äußersten Westen von Weißrussland, 300 Kilometer von Minsk entfernt, an der Grenze zu Polen, nahe der kleinen Stadt Kameniuki in der Region Brest. Der Nationalpark umfasst über 150.000 Hektar Mischwald.

Die Verlängerung des Europadiploms ist mit einer Bedingung und mit dreizehn Empfehlungen verbunden:

Mittwoch, 13. September 2017

Weißrussland erweitert Ramsar-Gebiet Morochno

Weißrussland hat im Juli 2017 eine Erweiterung des Ramsar-Gebiets Morochno (Морочно) gemeldet. Ramsar-Gebiete sind Feuchtgebiete, die von den einzelnen Staaten im Rahmen des Ramsar-Abkommens, des internationalen Abkommens über Feuchtgebiete, als Schutzgebiete gemeldet werden.

Die Fläche des Ramsar-Gebiets Morochno wurde von 5.845 Hektar um 599,39 Hektar auf 6.444,39 Hektar vergrößert. Das Gebiet wurde am 07. September 2012 zum ersten Mal als Ramsar-Gebiet gemeldet. Die Ramsar-Gebietsnummer ist 2139. Die Koordinaten des Gebiets sind 51°51'08"N 26°38'03"E.

Morochno ist ein staatenübergreifendes (Weißrussland / Ukraine) Sumpfgebiet. Es liegt nahe der Flussebene des Flusses Horyn. Dies ist einer der wenigen Sümpfe, die in dieser Region nach intensiver Trockenlegung übriggeblieben sind. Es ist einer der drei größten Sümpfe, die es in Weißrussisch Polesien noch gibt. Das Gebiet ist auch eine IBA (important bird area). 

Die Vergrößerung des Gebiets wurde erforderlich, weil das zugrundeliegende nationale Schutzgebiet (zakaznik), das im Jahr 2015 ausgewiesen worden ist, einen größeren Perimeter hat als das ursprünglich gemeldete Ramsar-Gebiet. Die neue Fläche des Ramsar-Gebiets deckt sich mit der Fläche des nationalen Schutzgebiets. 

In Weißrussland gibt es zur Zeit insgesamt 26 Ramsar-Gebiete. Sie bedecken eine Fläche von insgesamt 778.903 Hektar. 
 

Donnerstag, 19. Januar 2017

Weißrussland vergrößert Ramsar-Gebiet Osveiski

Mit Datum vom 30. November 2016 hat das Sekretariat der Ramsar-Konvention, des internationalen Übereinkommens zum Schutz der Feuchtgebiete, eine Aktualisierung bei den Ramsar-Gebieten Weißrusslands mitgeteilt.

Das Ramsar-Gebiet Osveiski wurde um über 35 Prozent vergrößert. Seine Fläche beträgt nun 30.567 Hektar. Darüber hinaus hat Weißrussland aktualisierte Informationen zu acht Ramsar-Gebieten unterbreitet. Die zur Verfügung stehenden Infos und Daten zu allen 26 Ramsar-Gebieten Weißrusslands sind jetzt aktuell. Die Gesamtfläche der Ramsar-Gebiete Weißrusslands beträgt nun 778.303 Hektar. Das sind 3,7 Prozent der Landesfläche.

Das Ramsar-Gebiet Osveiski wurde im Jahr 2002 als Ramsar-Gebiet gemeldet. Es hat die Ramsar-Gebietsnummer 1217. Die Koordinaten sind 56°04'N 28°09'E. Osveiski ist ein großer Komplex von Seen, Wäldern sowie Übergangs- und Sumpfmooren an der Grenze mit Lettland und Russland. Im Jahr 2016 wurden die Außengrenzen des Ramsar-Gebiets neu festgelegt, so dass die Grenzen mit denen des Landschaftsschutzgebiets übereinstimmen. Dadurch vergrößerte sich die Fläche des Ramsar-Gebiets um fast 8.000 Hektar.

Im Zentrum des Ramsar-Gebiets Osveiski befindet sich der See Osveiskoe. Dies ist der größte eutrophe See (= Gewässer mit hohem Phosphatgehalt) Weißrusslands. Der See wächst schnell mit Wasserpflanzen zu. Er spielt aber immer noch eine wichtige Rolle beim Wasserhaushalt des nördlichen Weißrussland. Das Ramsar-Gebiet beherbergt regelmäßig mehr als 10.000 Zugvögel.    

 

Montag, 5. September 2016

Weißrussland meldet sechs neue Ramsar-Gebiete, Gesamtzahl jetzt 26

Weißrussland hat Anfang Juli 2016 sechs neue Ramsar-Gebiete an das Sekretariat für das Ramsar-Abkommen (das internationale Abkommen zum Schutz der Feuchtgebiete) gemeldet. Die Gesamtzahl der Ramsar-Gebiete in Weißrussland steigt damit auf 26. Die Ramsar-Gebiete Weißrusslands bedecken nun eine Fläche von 760.000 Hektar.

Die neu gemeldeten Ramsar-Gebiete umfassen wichtige Flussebenen mit Sümpfen und Mooren, die sich in weitgehend natürlichem Zustand befinden sowie seltene Pflanzen- und Tierarten beherbergen. 

Dies sind die sechs neuen Ramsar-Gebiete:

Freitag, 25. März 2016

Mit vier neu gemeldeten Ramsar-Gebieten hat Weißrussland jetzt 20 international anerkannte Feuchtgebiete

Weißrussland hat Anfang Februar 2016 vier neue Ramsar-Gebiete an das Sekretariat der Ramsar-Konvention, dem internationalen Übereinkommen zum Schutz der Feuchtgebiete, gemeldet. Damit hat Weißrussland jetzt insgesamt 20 Ramsar-Gebiete. Sie bedecken eine Fläche von über 680.000 Hektar. Das gab das Sekretariat der Ramsar-Konvention in einer Meldung vom 05.02.2016 bekannt.

Dies sind die vier neuen Ramsar-Gebiete:

Montag, 25. August 2014

Weltnaturerbestätte Bialowieza-Wald in Polen und Weißrussland erweitert

Das Welterbekommittee der Unesco hat bei seiner 38. Sitzung vom 15. - 25. Juni 2014 in Qatar der Erweiterung der Weltnaturerbestätte Bialowieza-Wald (Białowieża Forest) in Polen und Weißrussland zugestimmt.

Białowieża ist ein großer Waldkomplex an der Grenze zwischen Polen und Weißrussland. Dieser Wald war bereits zu einem frühen Zeitpunkt geschützt. Deshalb ist Białowieża einer der größten und besterhaltenen Urwälder Europas. Es handelt sich um Tieflandwald mit einer Höhenlage von 134 - 202 m ü NN. 

Samstag, 12. Juli 2014

2014 bringt eine neue und zwei erweiterte Weltnaturerbestätten für Europa

Auf seiner 38. Sitzung im Juni 2014 in Doha (Katar) hat das Unesco-Welterbekommittee 26 neue Welterbestätten anerkannt. Darunter sind auch die 1000. Welterbestätte sowie die erste Welterbestätte von Myanmar. Insgesamt gibt es jetzt 1007 Welterbestätten.

In Europa wurden eine neue Weltnaturerbestätte sowie fünf neue Weltkulturerbestätten anerkannt. Die neue Weltnaturerbestätte in Europa ist Stevns Klint in Dänemark (siehe auch den Post vom 10.06.2014 in diesem Blog).

Erweitert wurde die Weltnaturerbestätte Wattenmeer. Diese bisher binatinale Welterbestätte wurde mit der Anerkennung des dänischen Wattenmeers zu einer trinationalen Welterbestätte (siehe den Post vom 25.05.2014 in diesem Blog).

Ebenfalls erweitert wurde der Bialowieza-Urwald in Polen und Weißrussland. Zudem wurde dieses Weltnaturerbegebiet umbenannt von Bialowieza Forest in "Belovezhskaya Pushcha / Białowieża Forest". Die Flächenänderungen bei diesem Gebiet sehen wie folgt aus: Der Flächenanteil Weißrusslands wurde um 5.000 Hektar reduziert. Dagegen wurde der Flächenanteil Polens von 5.069 Hektar auf beachtliche 59.576 Hektar vergrößert. Die transnationale Welterbestätte hat nun eine Gesamtfläche von 141.885 Hektar.


Bei den Weltkulturerbestätten gibt es auch die Kategorie der Kulturlandschaft. In dieser Kategorie gibt es eine neue Welterbestätte in Europa, die Weinberg-Landschaft Piemonts (Vineyard Landscape of Piedmont) in Norditalien.

Weitere Informationen

Montag, 14. April 2014

Drei neue Ramsar-Gebiete in Weißrussland

Weißrussland hat im Januar 2014 drei neue Ramsar-Gebiete ausgewiesen. Damit besitzt Weißrussland jetzt insgesamt 16 Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung im Rahmen der Ramsar-Konvention zum Schutz der Feuchtgebiete. Sie bedecken eine Fläche von insgesamt 614.708 Hektar.

Alle drei neu ausgewiesenen Ramsar-Gebiete sind Important Bird Areas (IBA). Das größte der drei Gebiete ist der Pripyatsky Nationalpark. Dieses Gebiet befindet sich in der Region Gomel und umfasst eine Fläche von 88.553 Hektar. Die Koordinaten sind 52 00 N / 28 00 E. Das Gebiet besteht aus einer großen Flussebene im Tal des Pripyat-Flusses.

Das neue Ramsar-Gebiet Kozyansky befindet sich in der Region Vitebsk und umfasst eine Fläche von 26.060 Hektar. Die Koordinaten sind 55 25 N / 29 22 E. Das Gebiet besteht aus Flüssen, Seen und Mooren. 

Das neue Ramsar-Gebiet Vydritsa befindet sich in der Region Gomel und umfasst eine Fläche von 21.292 Hektar. Die Koordinaten sind 52 46 N / 29 40 E. Das Gebiet besteht aus einer Überschwemmungsebene zwischen den Flüssen Berezina und Vydritsa im Südosten Weißrusslands.

www.ramsar.org