Freitag, 1. September 2017

Naturschutzgebiet Vilsalpsee in Tirol

Das Naturschutzgebiet Vilsalpsee befindet sich im Tiroler Teil der Allgäuer Alpen und umfasst ein Seitental des Tannheimer Tals, das von der Vils durchflossen wird, sowie das oberste Birkental, ein Seitental des Tiroler Lechtals.

Das Naturschutzgebiet Vilsalpsee wurde 1957 verordnet (Neuverordnung 1998). Es hat eine Fläche von 18,29 km². Neben dem namengebenden Vilsalpsee befinden sich im Naturschutzgebiet drei weitere Seen, der Traualpsee, die Lache und der Alplsee. Im Westen ist die Außengrenze des Naturschutzgebiets identisch mit der deutsch-österreichischen Grenze. Das Naturschutzgebiet befindet sich innerhalb des Tiroler Bezirks Reutte in den Gemeinden Tannheim und Weißenbach.

Im Naturschutzgebiet gibt es mit Ausnahme der Vilsalpseestraße und dem zur Vils-Alpe führenden Alpweg keine für Kraftfahrzeuge befahrbare Wege. Die Landsberger Hütte sowie die Obere Trau-Alpe werden mit Materialseilbahnen versorgt. In Teilen des Naturschutzgebiets findet eine intensive Alpwirtschaft statt (Kühe, Ziegen, Schafe, Lamas).

Die Naturausstattung des Gebiets umfasst Bergfichtenwald, steile Kalkwände, Fichten-Block-Urwald, Wasserfälle, Seen, Hochkare, Latschen, Grünerlen, Birken, Zwergsträucher, Zirben (nördlichstes Vorkommen in Tirol) und alpine Rasengesellschaften.   


Wie kommt man hin?
Zum Vilsalpsee, dem Mittelpunkt und Tourenstartpunkt des Gebiets, kommt man auf verschiedene Weise. Vom Ort Tannheim kann man zu Fuß zum Vilsalpsee gelangen. Der Weg führt zum Teil entlang der Zufahrtstraße, zum Teil über Forstwege. Die Entfernung von Tannheim zum Vilsalpsee ist ca. vier Kilometer. Es gibt sommers auch Linienbusverkehr von Tannheim zum Vilsalpsee sowie ein touristisches Züglein auf Gummirädern. Die Parkplätze in Tannheim sind gebührenpflichtig. Von Tannheim kommt man mit Linienbussen nach Reutte und ins benachbarte Allgäu. Die Parkplätze direkt am Vilsalpsee dürfen nur in der Zeit von 17 Uhr bis 10 Uhr angefahren werden.

Es gibt viele Wandermöglichkeiten ab dem Vilsalpsee. Man kann den See umrunden. Man kann auf Bergpfaden auch zur Landsberger Hütte, zur Oberen Traualpe, zum Jubiläumsweg (Bestandteil der Allgäuer Höhenwege) sowie zum Gaishorn ansteigen. Beliebt ist auch der Landsberger Höhenweg, der von der Bergstation der Neunerköpflebahn bei Tannheim zur Landsberger Hütte führt.      

An den Außengrenzen des Naturschutzgebiets Vilsalpsee befinden sich Infotafeln zum Gebiet, wie hier an der Zufahrtstraße von Tannheim zum Vilsalpsee.
Blick vom Nordufer des Vilsalpsees über den See auf das Kugelhorn (rechts) und das Geierköpfle (links)
Blick vom Nordostufer des Vilsalpsees über den See auf das Gaishorn (rechts hinten) und das Rauhhorn (links)
Blick vom Anstieg zur Landsberger Hütte auf das Gaishorn (Mitte) und das Rauhhorn (links): Unten ist der Vilsalpsee.
Östlich des Vilsalpsees ereignete sich am 07. November 2012 ein großer Bergsturz, der die mehrjährige Unterbrechung des Uferwegs zur Folge hatte. Das Gelände ist bis heute nicht zur Ruhe gekommen. Ein großer Erddamm soll weitere Schäden am Uferweg des Vilsalpsees verhindern.
Blick über den Traualpsee auf die Lachenspitze: Rechts unter den Wänden der Lachenspitze sieht man die Landsberger Hütte, eine Unterkunftshütte des Alpenvereins.
Blick von der Landsberger Hütte zur Steinkarspitze
Blick über den See "Lache" auf die Landsberger Hütte mit der Roten Spitze dahinter
Blick in das oberste Birkental mit der Leilachspitze (linke Bildhälfte) und den Krottenköpfen (rechts)

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