Sonntag, 1. April 2018

Finnland bewirbt sich um das Label UNESCO Global Geopark für den Geopark Saimaa

Finnland hat Ende 2017 eine Bewerbung an die UNESCO geschickt, mit der es sich um das Label UNESCO Global Geopark für einen neuen Geopark in der Region Saimaa in den Landschaften Südsavo and Südkarelien bemüht.

Das Ziel der Bewerbung ist, die einzigarten geologischen Werte der Region zu zeigen und neue Möglichkeiten für verschiedene Aktivitäten einschließlich des Naturtourismus zu schaffen.

Die Initiative für die Gründung eines Geoparks Saimaa ging von dem Gedanken aus, dass die einzigartige geologische Geschichte der Region, die auch die Eiszeiten beinhaltet, bisher nicht besonders gut für den nachhaltigen Tourismus und die damit zusammenhängende Wirtschaft genutzt worden ist. Südkarelien ist zudem die einzige Landschaft in Finnland, in der es keinen Nationalpark gibt. Ursache dafür ist, dass es dort nicht genügend Land im staatlichen Eigentum gibt. 

Der Geopark betrifft die neun Gemeinden Imatra, Lappeenranta, Mikkeli, Savitaipale, Taipalsaari, Juva, Sulkava, Puumala und Ruokolahti. Es wird erwartet, dass der Bewerbungsprozess zwei Jahre dauert. Die UNESCO hat bei einer Voruntersuchung festgestellt, dass Saimaa die Kriterien für die UNESCO Global Geoparks erfüllt. Das ändert aber nichts daran, dass noch viele Details geklärt werden müssen. 

Der vorgeschlagene Saimaa-Geopark umfasst eine Fläche von 6.000 km². Ca. zwei Drittel des Gebiets sind Landfläche. Darunter befinden sich Tausende Inseln und über 8.000 Kilometer Küste. 

In Finnland gibt es zur Zeit auch noch zwei weitere Geopark-Projekte: Lauhanvuori-Hämeenkangas und Salpausselkä.

In Finnland gibt es bisher erst einen UNESCO Global Geopark. Dies ist der Geopark Rokua in der Landschaft Österbotten. 

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