Donnerstag, 14. Juni 2018

IUCN bewertet deutsche Weltnaturerbestätte Grube Messel

Die IUCN (International Union for Conservation of Nature, Internationale Union zur Bewahrung der Natur und natürlicher Resourcen) hat in einer Untersuchung (Conservation Outlook) vom Jahr 2017 den Zustand aller UNESCO-Weltnaturerbestätten bewertet, darunter auch die Weltnaturerbestätte Grube Messel in Deutschland (Bundesland Hessen).

Die Welterbestätte Grube Messel hat die beste Gesamtbewertung "Good" erhalten. Diese Welterbestätte wurde unter dem Kriterium (viii) anerkannt. Dieses Kriterium umfasst weltweit bedeutende Schichtenfolgen, Fossil-Fundstätten sowie geomorphologische Strukturen.

Die Grube Messel ist die weltweit reichste Fundstätte aus dem Erdzeitalter des Eozäns, vor 57 bis 36 Millionen Jahren. Im Besonderen bietet die Fundstätte einzigartige Informationen über die frühen Stadien der Evolution von Säugetieren und beherbergt außergewöhnlich gut erhaltene Säugetier-Fosslilien.


Die einzige aktuelle Bedrohung sind gemäß der IUCN Erdrutsche am Rand der Fossilgrube. Die Bedrohung durch zunehmende, starke Regenfälle wird als gering angesehen. Die Gefahren durch die steigenden Besucherzahlen werden als sehr gering eingestuft. Ebenfalls sehr gering sind die Gefahren als Folge zunehmender Ausgrabungsaktivitäten.

Die Weltnaturerbestätte ist mit einem Zaun umgeben, der regelmäßig kontrolliert wird. Unbefugtes Betreten der Welterbestätte ist somit nicht möglich.

Die Welterbestätte Grube Messel wurde im Jahr 1995 von der UNESCO anerkannt. Im Jahr 2010 gab es eine kleine Änderung der Außengrenze. Die Welterbestätte ist 42 Hektar groß und besitzt eine Pufferzone von 22,5 Hektar. Die Koordinaten sind N49 55 0.012 E8 45 14.004.

Hier gibt es eine Übersicht über die UNESCO-Weltnaturerbestätten in Europa. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit den Weltnaturerbestätten einzelner Staaten befassen, verlinkt.

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