Dienstag, 28. Oktober 2014

Golfe du Morbihan in der Bretagne ist der 50. Naturpark Frankreichs

Mit einer Verordnung vom 2. Oktober 2014 hat die französische Regierung den neuen Naturpark (Parc naturel régional) Golfe du Morbihan geschaffen. Dies ist der 50. Naturpark Frankreichs.

Die Vorarbeiten zur Schaffung des neuen Naturparks starteten bereits im Jahr 1994. Der Golf von Morbihan befindet sich im gleichnamigen Departement in der Region Bretagne. 30 Kommunen befinden sich innerhalb des Parks. Die Fläche des Parks ist 64.100 Hektar groß. Dazu kommen noch 17.000 Hektar Meeresfläche. Im neuen Naturpark leben ca. 110.000 Menschen. 

Freitag, 24. Oktober 2014

The Mersey Narrows ist das neueste Ramsar-Gebiet Großbritanniens

Im Apri 2014 hat Großbritannien sein neuestes Ramsar-Gebiet (Internationales Abkommen zum Schutz der Feuchtgebiete) gemeldet. Es heißt The Mersey Narrows and North Wirral Foreshore. Damit hat Großbritannien nun insgesamt 170 Ramsar-Gebiete - und ist damit das Land mit der mit Abstand größten Zahl von Ramsar-Gebieten weltweit.

Das neue Ramsar-Gebiet hat eine Fläche von 2.078 Hektar. Die Koordinaten sind 53°25'0"N 3°10'60"W. Das Gebiet befindet sich an der Küste der Irischen See in Nordwestengland zwischen den Mündungsgebieten der Flüsse Mersey und Dee, in der Nähe der Stadt Liverpool. Das Ramsar-Gebiet ist gleichzeitig als Nature Reserve sowie Site of Special Scientific Interest auf nationaler Ebene sowie als FFH-Gebiet und Vogelschutzgebiet auf EU-Ebene geschützt.

Das Gebiet umfasst große Flächen mit Salzwiesen sowie Sand- und Lehmebenen, die von den Gezeiten beinflusst sind. Diese Gebiete sind international bedeutsame Nahrungsflächen für Watvögel. Mehr als 20.000 Wasservögel halten sich im Gebiet auf. Zum Ecosystem-Service, den das Gebiet leistet, gehören die Stabilisierung der Küstenlinie, das Auffangen erosiver Kräfte, die Bildung von Sedimenten sowie die Wasserversorgung. Bedrohungen für das Gebiet bestehen aus einer Zunahme der Freizeitaktivitäten sowie im Wunsch nach der Errichtung von Sandstränden.       

Montag, 20. Oktober 2014

Welterbestatus für Chaîne des Puys im französischen Zentralmassiv zurückgestellt

Das UNESCO-Welterbekommittee hat auf seiner 38. Sitzung vom 15. bis 25. Juni 2014 in Doha, Katar, den Antrag Frankreichs auf Anerkennung der Vulkankette Chaîne des Puys im französischen Zentralmassiv als UNESCO-Welterbestätte nicht angenommen und auf die erforderliche Klärung bestimmter Sachverhalte verwiesen. Der vollständige englische Name des geplanten Welterbegebiets lautet: "Tectono-volcanic ensemble of the Chaîne des Puys and Limagne Fault".

Die Bergkette Chaîne des Puys befindet sich im Norden des französischen Zentralmassivs. Die Bergkette besteht aus ca. 80 Vulkanen, die in ungefährer Nord-Süd-Richtung angeordnet sind, und erstreckt sich über 45 Kilometer Länge. Chaîne des Puys befindet sich im Naturpark Volcans d'Auvergne westlich von Clermont-Ferrand im Departement Puy-de-Dôme und in der Region Auvergne. Östlich an diese Bergkette schließt eine geologische Verwerfung an, die wie auch die angrenzende Ebene Limagne genannt wird.

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Albiskette-Reppischtal - Landschaft von nationaler Bedeutung

Die Albiskette mit dem Reppischtal im Schweizer Kanton Zürich ist als Landschaft im Schweizer Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN) enthalten. Die Aufnahme in das Inventar erfolgte im Jahr 1983. Die Naturlandschaft Albiskette-Reppischtal umfasst eine Fläche von 4.135 Hektar.

Das BLN-Gebiet Albiskette-Reppischtal befindet sich westlich des Zürichsees und grenzt unmittelbar südwestlich an die Stadt Zürich an. Die Albiskette besteht aus Sandsteinen und Mergel. Der Höhenzug ragte während der letzten Eiszeit aus der umgebenden Gletscherbedeckung des Schweizer Mittellands heraus.

Sonntag, 12. Oktober 2014

Sila in Kalabrien ist neues UNESCO-Biosphärenreservat

Auf seiner 26. Sitzung vom 10. - 13. Juni 2014 hat das Internationale Koordinierungs-Kommittee des MAB-Programms der UNESCO das neue Biosphärenreservat Sila in der italienischen Region Kalabrien anerkannt. Dies ist das zehnte UNESCO-Biosphärenreservat Italiens.

Das neue Biosphärenreservat Sila hat eine Fläche von 357.294 Hektar. Die Kernzone umfasst 6.803 Hektar, die Pufferzone 59.558 Hektar. Die Koordinaten des Mittelpunkts sind 39°20’26"N - 16°26’30"E. Der Sila-Nationalpark ist Bestandteil des Biosphärenreservats.

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Geopark Kupferlandschaft im Bundesland Salzburg wurde ins Weltnetzwerk der Geoparks aufgenommen

Das Weltnetzwerk der Geoparks (Global Geoparks Network) hat auf seiner 6. Weltgeoparkskonferenz (18. - 22. September 2014 in Stonehammer, Kanada) den Geopark Kupferlandschaft im österreichischen Bundesland Salzburg als Mitglied aufgenommen. Damit ist dieser Geopark nun von der Unesco anerkannt.

Insgesamt wurden auf der Konferenz elf neue Geoparks aufgenommen. Das Weltnetzwerk der Geoparks umfasst nun 111 Mitglieder in 32 Staaten. Der Geopark Kupferlandschaft ist der erste Geopark im Bundesland Salzburg und der vierte anerkannte Geopark Österreichs. 

Samstag, 4. Oktober 2014

Zunächst 32,7 Prozent Kernzone im neuen Nationalpark Schwarzwald


Der am 1. Januar 2014 gegründete Nationalpark Schwarzwald in Baden-Württemberg ist ein sogenannter Entwicklungsnationalpark. Über einen Zeitraum von maximal 30 Jahren kann in Teilen des Gebiets ein Waldumbau hin zu einer standortgerechten Bestockung erfolgen. Spätestens 30 Jahre nach Gründung des Nationalparks müssen mindestens 75 Prozent der Fläche des Nationalparks der natürlichen Entwicklung überlassen bleiben.

Im Nationalparkgesetz wird des weiteren festgelegt, dass spätestens ein Jahr nach der Gründung des Nationalparks Informationen im Internet zu den Gebieten vorhanden sein müssen, die jeweils bereits der natürlichen Entwicklung überlassen werden.


Dienstag, 30. September 2014

Biosphärenreservat Rhön ist jetzt Sternenpark (International Dark Sky Reserve)

Die International Dark Sky Association mit Sitz in Tucson (Arizona) hat am 7. August 2014 das Biosphärenreservat Rhön in den Bundesländern Bayern, Hessen und Thüringen als International Dark Sky Reserve (Schutzgebiet zur Bewahrung des dunklen Nachthimmels) anerkannt. Damit würdigt die Vereinigung die Anstrengungen, die im Biosphärenreservat Rhön seitens der Gemeiden, der Bundesländer und von engagierten Aktivisten zur Vermeidung der Lichtverschmutzung unternommen worden sind.

Das Biosphärenreservat Rhön erhielt die Anerkennung in Silber (aus den drei Stufen Gold, Silber und Bronze). In Deutschland wird das Gebiet unter dem Namen "Sternenpark Rhön" vermarktet. Ähnlich wie auch das Biosphärenreservat weist die Dark Sky Reserve eine Zonierung auf. Der dunkelste Nachthimmel ist in den Kernzonen der Dark Sky Reserve. In den Pufferzonen achten die Gemeinden darauf, dass der dunkle Nachthimmel möglichst wenig durch Licht verschmutzt wird.

Freitag, 26. September 2014

Sielmann-Stiftung sucht die schönste Moorlandschaft Deutschlands

Die Sielmann-Stiftung sucht die schönste Moorlandschaft Deutschlands. 18 Moorlandschaften stehen zur Wahl auf der Internetseite der Sielmann-Stiftung. Abgestimmt werden kann noch bis zum 30. September 2014.

Die folgenden Moorlandschaften stehen zur Auswahl:
  • Waldmoor Smoling im Dahmeland, Bundesland Brandenburg, Naturpark Dahme-Heideseen
  • Rambower Moor in der Prignitz, Bundesland Brandenburg, Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg
  • Ursprüngliche Moorlandschaft im Nationalpark Harz, Niedersachsen, Nationalpark Harz
  • Schopflocher Moor auf der Schwäbischen Alb, Baden-Württemberg, Biosphärengebiet Schwäbische Alb
  • Hühnerfeld im Kaufunger Wald, Niedersachsen, Naturpark Münden
  • Wolfsbruch im Naturschutzgebiet Ebbemoore, Nordrhein-Westfalen, Naturpark Ebbegebirge
  • Venner Moor, Niedersachsen, Natur- und Geopark TERRA.vita
  • Wollenscheider und Hoscheider Venn in der Eifel, Nordrhein-Westfalen, Nationalpark Eifel
  • Heidemoor im Naturpark Hohes Venn - Eifel, Nordrhein-Westfalen, Deutsch-Belgischer Naturpark Hohes Venn - Eifel
  • Hornisgrinde im Schwarzwald, Baden-Württemberg, Nationalpark Schwarzwald
  • Rotes Moor in der Rhön, Hessen, Biosphärenreservat Rhön
  • Schwarzes Moor an der Hochrhönstraße, Bayern, Biosphärenreservat Rhön
  • Stedtlinger Moor bei Stedtlingen, Thüringen, Biosphärenreservat Rhön
  • Mümmelkensee auf Usedom, Mecklenburg-Vorpommern, Naturpark Insel Usedom
  • Moor im Naturpark Erzgebirge/Vogtland, Sachsen, Naturpark Erzgebirge/Vogtland
  • Jeggauer Moor, Sachsen-Anhalt, Naturpark Drömling
  • Moorlandschaft "Oberthaler Bruch", Saarland, Naturpark Saar-Hunsrück
  • Salemer Moor, Schleswig-Holstein, Naturpark Lauenburgische Seen
Dies ist bereits das sechste Mal, dass die Heinz-Sielmann-Stiftung eine Umfrage nach dem schönsten Naturwunder Deutschlands durchführt. Jedes Mal wird die Auswahl des schönsten Naturwunders Deutschlands unter einem anderen Landschaftstyp vorgenommen. Die Heinz-Sielmann-Stiftung wurde im Jahr 1994 gegründet.    


www.sielmann-stiftung.de  

Montag, 22. September 2014

Bannwald Hohentwiel im Hegau

Der Hegau ist eine Landschaft im Süden Baden-Württembergs in der Nähe des Bodensees. Der Hegau ist vulkanisch geprägt. Nördlich und westlich der Stadt Singen (Hohentwiel) befinden sich mehrere erstarrte Vulkanschlote, die im Miozän entstanden sind.

Der Hohentwiel ist der wohl bekannteste dieser Vulkanberge. Er erhebt sich unmittelbar westlich von Singen (Hohentwiel). Auf dem Gipfel des Hohentwiel befindet sich eine ehemals württembergische Festungsruine. Die Hänge des Hohentwiel sind sehr steil. Trotzdem siedeln seit 9.000 Jahren Menschen an den Hängen des Bergs.  

Im Jahr 1923 wurde an den steilen Hängen des Hohentwiels der erste Bannwald Württembergs eingerichtet (Bannwald = Naturwaldreservat). Im Jahr 1941 wurde der Berg und seine Umgebung als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Die Fläche war 108,1 Hektar groß. Im Jahr 2004 wurde das Naturschutzgebiet auf 137,9 Hektar vergrößert. Dazu kommt noch ein abhängiges Landschaftsschutzgebiet mit einer Fläche von 63 Hektar. Der Bannwald Hohentwiel hat eine Größe von 18,9 Hektar. Er ist jetzt Bestandteil des Naturschutzgebiets.