Dienstag, 15. September 2009

Biosphärenreservate in Österreich

In Österreich gibt es zur Zeit 6 Unesco - Biosphärenreservate wie folgt:

Biosphärenreservat Gossenköllesee
Ausweisung 1977, Größe 100 Hektar, Höhenlage 2413 - 2828 m ü NN, Stubaier Alpen, Tirol, keine Zonierung, Ökosystem eines Hochgebirgssees

Biosphärenreservat Gurgler Kamm
Ausweisung 1977, Größe 1500 Hektar, Höhenlage 1900 - 3400 m ü NN, Ötztaler Alpen, Tirol, keine Zonierung, Hochgebirgs-Ökosystem

Biosphärenreservat Lobau
Ausweisung 1977, Größe 1037 Hektar, Höhenlage 150 - 155 m ü NN, Donauniederung, Wien, keine Zonierung, Laubwälder und Süßwasserfeuchtgebiete

Biosphärenreservat Neusiedler See
Ausweisung 1977, Größe 25000 Hektar, Höhenlage 114 - 500 m ü NN, Burgenland, Kernzone 4.330 Hektar, Laubwälder und Süßwasserfeuchtgebiete

Biosphärenreservat Großes Walsertal
Ausweisung 2000, Größe 19200 Hektar, Höhenlage 580 - 2705 m ü NN, Lechquellengebirge, Vorarlberg, Kernzone 4010 Hektar, Hochgebirgs-Ökosystem

Biosphärenreservat Wienerwald
Ausweisung 2005, Größe 105645 Hektar, Höhenlage 160 - 893 Meter ü NN, Niederösterreich, Kernzone 5576 Hektar, Laubwälder


Diese Biosphärenreservate illustrieren eindrucksvoll die Entwicklung beim Unesco-Programm "man and the biosphere" (mab). Die vor dem Jahr 1995 ausgewiesenen Biosphärenreservate unterscheiden sich wesentlich von den nach diesem Datum anerkannten Reservaten. Im Jahr 1995 hat die Unesco die Bedingungen für Biosphärenreservate angepasst. Unter anderem ist seit diesem Zeitpunkt eine Mindestgröße und eine Zonierung der jeweiligen Gebiete erforderlich.

Das Biosphärenreservat Gossenköllesee zum Beispiel wäre unter den Bedingungen seit 1995 nicht mehr als Biosphärenreservat anerkannt worden. Denn es ist viel zu klein und es weist keine Zonierung auf.

Hingegen erfüllen die neuen Biosphärenreservate Großes Walsertal und Wienerwald mustergültig die seit 1995 geltenden Bedingungen. Das Große Walsertal weist einen Anteil der Kernzonen am gesamten Gebiet von 21 Prozent auf und übertrifft damit die Mindestanforderung von 3 Prozent bei weitem. Dies war nur deshalb möglich, weil ein großer Teil des Gebiets unbewohntes und kaum genutztes Hochgebirge ("Ödland") ist. Das Biosphärenreservat Wienerwald hat einen Kernzonenanteil von 5 Prozent und bewegt sich damit im durchschnittlichen Rahmen. Beachtenswert ist hier die Größe des Gesamtgebiets.

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