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Freitag, 3. Juli 2026

Biosphärenreservat "Karpaten" in der Ukraine erhält 2026 Besuch vom Europarat

Das Biosphärenreservat Karpaten in der Ukraine wird im Jahr 2026 Besuch eines vom Europarat beauftragten Experten bzw. einer Expertin erhalten.

Das geht aus einer Liste hervor, die bei der Sitzung der Expertengruppe des Europarats zum Europadiplom des Europarats am 18.03.2026 veröffentlicht wurde.

Der Besuch ist im Vorfeld einer rechtzeitigen Erneuerung des Europadiploms wichtig. Bei dem Besuch wird erörtert, ob das Biosphärenreservat Karpaten die Auflagen erfüllt hat. Zudem wird über ggf. erforderliche neue Bedingungen und Empfehlungen entschieden.

Das Europadiplom wurde dem Biosphärenreservat Karpaten am 30.09.1997 zuerkannt. Das Europadiplom wurde bisher zum letzten Mal am 13.07.2022 erneuert.  

Weitere Informationen
 

 

Samstag, 17. Februar 2024

Transnationale Ramsar-Gebiete in Ungarn

In Ungarn gibt es zur Zeit vier transnationale Ramsar-Gebiete (Transboundary Ramsar Sites).

Transnationale Ramsar-Gebiete erstrecken sich über mehr als einen Staat.

Die Ramsar-Konvention ist ein internationales Übereinkommen über Feuchtgebiete.

Im heutigen Post in diesem Blog sind die transnationalen Ramsar-Gebiete mit Beteiligung von Ungarn aufgelistet. Zukünftige Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Gebieten befassen, werden vom heutigen Post verlinkt. 

Domica - Baradla Cave System (Slowakei / Ungarn)
ausgewiesen 18.01.2001 / 14.08.2001
 
Upper Tisza Valley (Ungarn / Slowakei)
ausgewiesen 06.11.2003
 
Ipoly Valley - Poiplie (Ungarn / Slowakei)
ausgewiesen 02.02.2007
 
Neusiedler See-Seewinkel - Fertö-Hanság (Österreich / Ungarn)
ausgewiesen 12.11.2009


Donnerstag, 31. März 2022

Europadiplom für das ukrainische Biosphärenreservat "Carpathian" soll bis 2027 verlängert werden

Der vom Europarat beauftragte Experte Bev Nichols aus dem Vereinigten Königreich hat mit den Repräsentanten des ukrainischen Biosphärenreservats "Carpathian" am 17.06.2021 ein virtuelles Treffen veranstaltet und sich anschließend für eine Verlängerung der Gültigkeit des Europadiploms des Europarats für dieses Schutzgebiet bis 2027 ausgesprochen.

Normalerweise wird die Gültigkeit des Europadiploms um zehn Jahre verlängert. Das gilt jedoch dann nicht, wenn nur ein virtuelles Treffen und kein Vor-Ort-Besuch zustandekam.

Die Gültigkeit des Europadiploms für das Biosphärenreservat Carpathian endet am 30.09.2022.

Für die Verlängerung der Gültigkeit des Europadiploms werden 12 Empfehlungen ausgesprochen:

1. Es soll ein Trainingsprogramm für Ranger entwickelt werden.

2. Die Forschung und Beobachtung soll auf das Thema des Klimawandels erweitert werden.

3. Offene Habitate sollen besser beobachtet und erforscht werden.

4. Die Forschung und Beobachtung von Wildnis soll verbessert werden.

5. Die Beobachtungstechnologien für große Säugetiere sollen überarbeitet werden.

6. Es soll Sorge getragen werden, dass das geplante Skigebiet in der Svydovets-Bergkette keine negativen Auswirkungen auf das Schutzgebiet hat.

7. Für die Schulung und für wissenschaftliche Programme sollen mehr Mittel bereitgestellt werden.

8. Die Zusammenarbeit mit den Forstbehörden soll weitergeführt werden.

9. Traditionelle landwirtschaftliche Techniken sollen gefördert und bezuschusst werden.

10. Der nachhaltige Tourismus soll gefördert werden. Es sollen Arbeitsplätze diesbezüglich einstehen.

11. Das Logo des Europadiploms soll im Schutzgebiet Verwendung finden.

12. Die ökologische Durchlässigkeit zwischen den acht Massiven des Biosphärenreservats soll verbessert werden.

Weitere Informationen
Carpathian Biosphere Reserve in der Ukraine - ein Schutzgebiet mit Europadiplom im Post vom 30.03.2022

 

Mittwoch, 30. März 2022

Carpathian Biosphere Reserve in der Ukraine - ein Schutzgebiet mit Europadiplom

Das Biosphärenreservat "Carpathian" in der Ukraine ist ein Schutzgebiet, das mit dem Europadiplom des Europarats ausgezeichnet worden ist.

Im heutigen Post in diesem Blog wird das Biosphärenreservat Carpathian als Träger des Europadiploms kurz vorgestellt. Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Europadiplom für das Biosphärenreservat Carpathian befassen, sind und werden vom heutigen Post verlinkt.

Das Biosphärenreservat Carpathian repräsentiert nahezu die gesamte Verschiedenheit der Landschaft und Biogeographie der ukrainischen Karpaten. Das Gebiet umfasst auch den größten Buchenurwald Europas (Uholka-Shyrokyi Luh-Massiv). Das Gebiet befindet sich in den östlichen Karpaten in der Südwestukraine und nahe der Grenze zu Rumänien.

Steckbrief
Schutzgebietsname: Carpathian
Schutzgebietskategorie: Biosphärenreservat
Datum der Zuerkennung des Europadiploms: 30.09.1997
Gründung: 1992, Fläche 58.035,8 Hektar

Überprüfungen durch den Europarat
17.06.2021 (virtuelles Treffen)

Europadiplom gültig bis
30.09.2022

Mehr zum Europadiplom für das Carpathian Biosphere Reserve
 

Weitere Informationen

 

Freitag, 4. März 2022

Internationale Schutzgebiete in der Ukraine

Die Ukraine ist ein Staat in Osteuropa.

Im heutigen Post in diesem Blog sind die internationalen Schutzgebiete in der Ukraine aufgelistet. Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Schutzgebietskategorien befassen, sind und werden vom heutigen Post verlinkt.  

UNESCO-Weltnaturerbestätten
In der Ukraine gibt es zur Zeit eine UNESCO-Weltnaturerbestätte:
Buchenwälder

Biosphärenreservate (UNESCO-MAB)
In der Ukraine gibt es zur Zeit acht UNESCO-Biosphärenreservate. 
keine Auflistung

UNESCO Global Geoparks
In der Ukraine gibt es zur Zeit keinen UNESCO Global Geopark.
 
Ramsar-Konvention
In der Ukraine gibt es zur Zeit 50 Ramsar-Gebiete.
keine Auflistung
 
Grüne Liste der IUCN
In der Ukraine gibt es zur Zeit kein Schutzgebiet, das auf der Grünen Liste der IUCN steht.
 
Europadiplom des Europarats
In der Ukraine gibt es zur Zeit ein Schutzgebiet, das mit dem Europadiplom des Europarats ausgezeichnet worden ist:
Carpathian Biosphere Reserve
   
Emerald Network (Netzwerk Smaragd) des Europarats
In der Ukraine gibt es zur Zeit 377 offiziell anerkannte Schutzgebiete des Schutzgebietsnetzes Smaragd (Officially adopted Emerald Network Sites).
 
In der Ukraine gibt es darüber hinaus zur Zeit keine offiziell nominierten Kandidaten-Schutzgebiete des Schutzgebietsnetzes Smaragd (Officially nominated candidate Emerald network sites).

 

Samstag, 19. Juni 2021

Zur Erneuerung des Europadiploms für das ukrainische Biosphärenreservat "Carpathian" ist ein Expertenbesuch im Jahr 2021 erforderlich

Das Europadiplom des Europarats für das ukrainische Biosphärenreservat Carpathian ist bis zum Jahr 2022 befristet. Zur Erneuerung des Europadiploms ist ein Besuch eines vom Europarat beauftragten Experten im Jahr 2021 erforderlich.

Das geht aus einer Auflistung hervor, die bei der Sitzung der Expertengruppe zum Europadiplom am 24.02.2021 vorlag.

Das Europadiplom des Europarats wurde dem ukrainischen Biosphärenreservat Carpathian zum ersten Mal am 30.09.1997 zuerkannt. Es ist das bisher einzige Schutzgebiet in der Ukraine, das das Europadiplom tragen darf.

Weitere Informationen

 

Mittwoch, 16. Dezember 2020

Experte des Europarats soll das ukrainische Biosphärenreservat "Carpathian" im Jahr 2021 besuchen

Das Europadiplom des Europarats für das ukrainische Biosphärenreservat "Carpathian" soll im Jahr 2022 erneuert werden.

Hierzu ist der Besuch eines Experten des Europarats im Jahr 2021 erforderlich. Dies ist einer Liste des Europarats zu entnehmen, die zur 40. Sitzung des Ständigen Ausschusses zur Berner Konvention des Europarats vom 30.11. bis 04.12.2020 vorgelegt wurde.

M. Broggi war der Experte des Europarats, der den letzten Besuch beim Biosphärenreservat Carpathian durchgeführt hat. 

Das Biosphärenreservat Carpathian ist das bisher einzige Schutzgebiet in der Ukraine, die das Europadiplom des Europarats erhalten hat. Das Biosphärenreservat Carpathian erhielt das Diplom am 30.09.1997. 

Freitag, 6. Dezember 2019

Schutzgebietsnetz Smaragd (Emerald Network) in der Ukraine

Die Ukraine gehört zu den Staaten, in denen das Schutzgebietsnetz Smaragd (Emerald Network) des Europarats umgesetzt wird.

Die Ukraine ist seit dem Jahr 1995 Mitglied des Europarats. Die Berner Konvention des Europarats wurde im Jahr 1979 lange vor dem Beitritt der Ukraine verabschiedet. Das Schutzgebietsnetz Smaragd wurde mit der Empfehlung Nr. 16 (1989) des ständigen Ausschusses zur Berner Konvention (Standing Committee to the Bern Convention) geschaffen.

Jedes Schutzgebiet des Schutzgebietsnetzes Smaragd ist gekennzeichnet durch einen Code, dessen erste zwei Buchstaben den Ländercode (2-letter ISO 3166 country-code) darstellen. Der Ländercode der Ukraine ist UA. 

Die Ukraine hat Anteil an vier terrestrischen biogeographischen Regionen des Schutzgebietsnetzes Smaragd. Dies sind die alpine, die panonische und die kontinentale biogeographische Region sowie die biogeographische Steppenregion.


Samstag, 3. November 2018

Die Ukraine besitzt mit Stand Ende 2017 insgesamt 271 Schutzgebiete im Netzwerk Smaragd (Emerald Network) des Europarats

Die Ukraine besitzt mit Stand Ende 2017 insgesamt 271 Schutzgebiete im Schutzgebietsnetzwerk Smaragd (Emerald Network) des Europarats.

Das geht aus der Liste der offiziell angenommenen Smaragd-Schutzgebiete (Updated List of officially adopted Emerald Sites) vom Dezember 2017 hervor, die bei der 37. Sitzung des Ständigen Komitees der Berner Konvention des Europarats vom 05. bis 08.12.2017 verabschiedet wurde. Die Liste heißt mit vollständigem Namen: "List of Emerald Network Areas of special Conservation Interest" (Abkürzung: ASCI-List).

Das Schutzgebietsnetzwerk Smaragd (Emerald Network) leitet sich aus der Berner Konvention des Europarats ab. Alle Staaten, die Mitglied des Europarats sind, müssen Schutzgebiete auf ihrem Territorium zur Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume ausweisen. Die EU-Staaten sind nur mittelbar am Schutzgebietsnetzwerk Smaragd beteiligt. Denn das EU-Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 gilt als Umsetzung des Schutzgebietsnetzwerks Smaragd auf EU-Territorium. Einige Staaten Afrikas nehmen ebenfalls am Schutzgebietsnetzwerk Smaragd teil.

Die Liste der offiziell angenommenen Smaragd-Schutzgebiete in der Ukraine umfasst acht Spalten.

Mittwoch, 27. Dezember 2017

UNESCO-Weltnaturerbestätte "Buchenwälder" in der Ukraine

Die Ukraine besitzt 15 Flächen mit einer Größe von insgesamt 28.985,97 Hektar im Rahmen der seriellen und transnationalen UNESCO-Weltnaturerbestätte "Buchenwälder".

Am 07. Juli 2017 hat das Welterbekomitee der UNESCO bei seiner 41. Sitzung in Krakau der Erweiterung der seriellen UNESCO-Welterbestätte Buchenwälder zugestimmt. Die Weltnaturerbestätte umfasste bisher Flächen in drei Staaten und hatte den Namen "Primeval Beech Forests of the Carpathians and Ancient Beech Forests of Germany" (Buchenurwälder der Karpaten und alte Buchenwälder Deutschlands). 

Seit dem 7. Juli 2017 umfasst die Welterbestätte 78 Flächen in 45 Schutzgebieten in zwölf Staaten und hat den neuen Namen "Ancient and Primeval Beech Forests of the Carpathians and other Regions of Europe" (Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas).

Die Gesamtfläche der Weltnaturerbestätte Buchenwälder beträgt 92.023,24 Hektar. Dazu kommen Pufferzonenflächen von insgesamt 253.815,38 Hektar.

Die Ukraine gehört zu den Staaten, die bereits von Anfang an - das ist seit dem Jahr 2007 - bei der UNESCO-Weltnaturerbestätte Buchenwälder dabei waren. Die Welterbestätte Buchenwälder wurde im Jahr 2007 geboren. Sie umfasste zunächst nur zwei Staaten, die Slowakei und die Ukraine. Die Ukraine beteiligte sich im Jahr 2007 mit sechs Flächen an der Weltnaturerbestätte. Die Welterbestätte hieß ab 2007 zunächst "Primeval Beech Forests of the Carpathians, Slovakia and Ukraine".

Im Jahr 2011 wurde die Welterbestätte zum ersten Mal erweitert mit Flächen in Deutschland.

Im Rahmen der zweiten Erweiterung der Welterbestätte Buchenwälder im Jahr 2017 brachte die Ukraine neun weitere Buchenwaldflächen ein. Die Welterbestätte Buchenwälder ist zur Zeit die einzige UNESCO-Weltnaturerbestätte der Ukraine.

Die Flächen der Welterbestätte Buchenwälder in der Ukraine im Einzelnen:

Sonntag, 12. Februar 2017

Vier neue Ramsar-Gebiete in der Ukraine - Jetzt insgesamt 37 Ramsar-Gebiete

Die Ukraine hat Ende 2016 in zwei Tranchen vier neue Ramsar-Gebiete gemeldet. Das gab das Sekretariat der Ramsar-Konvention bekannt. Die bei der Unesco angesiedelte Ramsar-Konvention ist das internationale Abkommen zum Schutz der Feuchtgebiete.

Gemäß den Angaben des Sekretariats der Ramsar-Konvention gibt es in der Ukraine jetzt insgesamt 37 Ramsar-Gebiete. Sie umfassen eine Fläche von 770.545 Hektar. Die Ramsar-Konvention trat in der Ukraine am 1. Dezember 1991 in Kraft.

In einer Meldung vom 01.12.2016 gab das Sekretariat der Ramsar-Konvention die beiden neuen Ramsar-Gebiete Cheremske Bog und Sim Maiakiv Floodplain bekannt.

Das neue Ramsar-Gebiet Cheremske Bog (Cheremske-Moor) hat die Gebietsnummer 2272. Das Gebiet umfasst eine Fläche von 2.975,7 Hektar. Das Gebiet befindet sich zwischen den Flüssen Prypiat, Styr and Stokhid. Es besteht aus mesotrophischen Sümpfen, Moorwäldern und zwei glazialen Karst-Seen.

Freitag, 29. Januar 2016

Liste der vorgeschlagenen Gebiete für das Schutzgebietsnetzwerk Smaragd des Europarats wurde Ende 2015 aktualisiert

In den Mitgliedsstaaten des Europarats soll ein Netzwerk von Schutzgebieten entstehen. Dieses Netzwerk wird Netzwerk Smaragd genannt (emerald network). Das Natura 2000-Schutzgebietsnetzwerk der EU gilt als Umsetzung des Netzwerks Smaragd des Europarats, so dass in der EU im Rahmen des Netzwerks Smaragd keine neuen Schutzgebiete ausgewiesen werden müssen.

Bei der 35. Sitzung des ständigen Ausschusses (Standing Committee) der Berner Konvention des Europarats, die vom 1. bis 4. Dezember 2015 in Straßburg stattfand, wurde eine neue aktualisierte Liste der Kandidatengebiete für das Netzwerk Smaragd vorgelegt. Bisher gibt es erst 37 Gebiete in der Schweiz, die offiziell als Bestandteil des Netzwerks Smaragd festgesetzt worden sind. Bei den Kandidatengebieten gibt es jedoch eine ständige Entwicklung. Die Liste der Kandidaten-Gebiete wird jedes Jahr aktualisiert.

Die folgenden Staaten sind in der Liste genannt:
1. Albanien mit 25 Gebieten
2. Armenien mit 13 Gebieten
3. Aserbaidschan mit 12 Gebieten
4. Weißrussland mit 16 Gebieten
5. Bosnien und Herzegowina mit 29 Gebieten
6. Mazedonien mit 35 Gebieten
7. Georgien mit 28 Gebieten
8. Montenegro mit 32 Gebieten
9. Marokko mit 11 Gebieten
10. Norwegen mit 712 Gebieten
11. Moldawien mit 18 Gebieten
12. Serbien mit 61 Gebieten
13. Russland mit 1.453 Gebieten
14. Ukraine mit 159 Gebieten

Internetseite des Europarats:
www.coe.int 

Freitag, 6. November 2015

Organisation "Rewilding Europe" hat bereits 41 Mitglieder in 18 Ländern

Die im Jahr 2011 von WWF Niederlande, ARK Nature, Wild Wonders of Europe und Conservation Capital gegründete Organisation Rewilding Europe hat mit Stand Oktober 2015 bereits 41 Mitglieder in 18 europäischen Ländern. Im Oktober 2015 traten drei niederländische Schutzgebiete der Organisation Rewilding Europe bei.

Rewilding Europe hat sich zum Ziel gesetzt, 10 große Gebiete in Europa auszuwählen, um dort Wildnisentwicklung in großem Stil durchzuführen (Rewilding Areas). Mit Stand Oktober 2015 sind bereits acht der zehn Gebiete festgelegt. Darüber hinaus gibt es aber auch ein europäisches Netzwerk für die Wildnisentwicklung (European Rewilding Network) innerhalb von Rewilding Europe, zu dem alle Gebiete beitreten können, die Wildnisentwicklung betreiben. Außer den Rewilding Areas können auch kleinere Gebiete dem European Rewilding Network beitreten. 

Die Internetseite von Rewilding Europe weist mit Stand Anfang November 2015 die folgenden 41 Mitglieder aus:

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Bereits 1.988 Schutzgebiete für das Netzwerk Smaragd (emerald network) des Europarats gemeldet

Der Europarat hat seinen Internetauftritt zur Berner Konvention und zu dem damit verbundenen Netzwerk Smaragd (emerald network) überarbeitet und modernisiert. Nun sind auf einen Blick alle Schutzgebiete aufgelistet, die die einzelnen Mitglieder des Europarats als Kandidaten für die Aufnahme in das Netzwerk Smaragd bisher gemeldet haben.

Nicht darin enthalten sind die 37 Schutzgebiete der Schweiz, die bereits (und bisher als einzige) als Smaragd-Gebiete anerkannt worden sind. Ohne die Schweizer Gebiete gibt es bisher 1.988 Schutzgebiete, die für das Netzwerk Smaragd gemeldet worden sind. Die meisten Gebiete hat bisher Russland gemeldet mit einer Zahl von 923. An zweiter Stelle steht Norwegen mit 633 Gebieten. Russland hat auch die größte gemeldete Fläche mit 31.204.715,34 Hektar. An zweiter Stelle folgt die Ukraine mit 4.332.283,24 Hektar.  

Die einzelnen Staaten haben bisher die folgende Anzahl Gebiete gemeldet:

Montag, 13. Juli 2015

Unesco-Weltnaturerbe "Buchenurwälder" soll auf mehrere Staaten in Europa erweitert werden

Die bestehende serielle Unesco-Weltnaturerbestätte "Buchenurwälder der Karpaten und alte Buchenwälder Deutschlands" soll mit Gebieten aus mehreren europäischen Ländern signifikant erweitert werden. Das geht aus einem Papier des Welterbekommittees der Unesco hervor (WHC-15/39.COM/8A), das zur 39. Sitzung des Welterbekommittees in Bonn vom 28.06.-08.07.2015 vorlag.

In diesem Papier werden die seit dem 16.06.2014 bis zum 15.04.2015 vorgenommenen Änderungen bei den Vorschlagslisten der einzelnen Staaten für zukünftige Welterbestätten beschrieben. Bei den Weltnaturerbestätten haben mehrere Europäische Staaten nun Gebiete für die Erweiterung der seriellen Weltnaturerbestätte "Buchenurwälder" in die Vorschlagslisten aufgenommen.

Samstag, 27. Juni 2015

Unesco besorgt um Buchenurwälder in der Slowakei

Die Unesco hat sich besorgt über den Zustand der Buchenurwälder in der Slowakei gezeigt. Bei einer periodischen Überprüfung des slowakischen Teils der trinationalen Unesco-Weltnaturerbestätte "Buchenurwälder der Karpaten und alte Buchenwälder in Deutschland", die bei der kommenden 39. Sitzung des Welterbekommittees vom 28.06.2015 bis 08.07.2015 in Bonn verabschiedet werden soll, werden der Slowakei einige Aufgaben gestellt, die bis zum 01.12.2016 erledigt werden sollen.

Dienstag, 23. Juni 2015

Europarat teilt Europa in elf biogeographische Regionen ein

Im Rahmen des Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000 der EU wurde die Fläche der EU in neun biogeographische Regionen eingeteilt. Der Europarat hat für seine Mitgliedsstaaten ein ähnliches Programm aufgelegt wie das Natura 2000-Programm der EU. Dieses Programm heißt "Netzwerk Smaragd" (emerald network).

Im Rahmen des Netzwerks Smaragd müssen alle Mitgliedsstaaten des Europarats Schutzgebiete melden, die dann als Smaragd-Gebiete (emerald sites) anerkannt werden. Die Mitgliedstaaten der EU müssen jedoch dem Europarat keine neuen Gebiete melden. Denn das Natura 2000-Programm der EU wird vom Europarat für das Netzwerk Smaragd übernommen. 

Die Mitgliedstaaten des Europarats, die nicht Mitglied der EU sind, müssen neue Smaragd-Gebiete melden. Diese Gebiete werden zunächst als "candidate Emerald sites" geführt. Nach einer Genehmigung durch die Gremien des Europarats dürfen die Gebiete den Titel "officially adopted emerald sites" tragen. Mit Stand Ende 2014 besitzt lediglich die Schweiz offiziell anerkannte Smaragd-Gebiete. Die folgenden Staaten besitzen Smaragd-Gebiete mit Kandidaten-Status: 
Albanien, Armenien, Aserbaidschan, Weißrussland, Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Georgien, Montenegro, Marocco*, Norwegen, Moldawien, Serbien, Russland, Ukraine
* Das Smaragd-Netzwerk erstreckt sich auch über einige nordafrikanische Staaten.

Sonntag, 10. Mai 2015

73 Schutzgebiete sind mit dem Europadiplom des Europarats ausgezeichnet

Der Europarat hat Anfang 2015 eine überarbeitete Broschüre zum Europadiplom für Schutzgebiete herausgebracht. In dieser Broschüre wird eine Auswahl der Schutzgebiete, die bisher mit dem Europadiplom ausgezeichnet worden sind, vorgestellt. Die Gebiete werden hierbei nach ihrem Landschaftstyp geordnet. Insgesamt wurden bisher 73 Gebiete in 28 Staaten mit dem Europadiplom ausgezeichnet.

62 dieser Gebiete werden in der Broschüre näher vorgestellt. Nachfolgend sind die einzelnen Gebiete entsprechend der in der Broschüre vorgenommenen Ordnung aufgelistet:

Mittwoch, 5. März 2014

Totalreservat Karadag (Karadag Nature Reserve) in Ukraine soll Europadiplom erhalten

Das Totalreservat Karadag (Karadag Nature Reserve, KNR) in der Ukraine soll mit dem Europadiplom des Europarats ausgezeichnet werden. Diese begehrte Auszeichnung soll dem Naturschutzgebiet am 24. März 2014 zuerkannt werden, wenn sich die Expertengruppe des Europarats in Sachen Europadiplom zu ihrer jährlichen Sitzung in Straßburg trifft.

Aktueller Hinweis: Dieser Artikel bezieht sich auf die Tagesordnung der Expertengruppe des Europarats zum Europadiplom für die Sitzung am 24.03.2014. Aktuelle politische Entwicklungen sind hierbei nicht berücksichtigt.

KNR befindet sich im südöstlichen Teil der Halbinsel Krim, ca. 150 Kilometer von Simferopol entfernt. Das Schutzgebiet erstreckt sich entlang der Schwarzmeerküste. Es hat eine Fläche von 2.874 Hektar, davon 809 Hektar Meeresfläche. Im Jahr 2004 wurden die Küsten- und Meeresflächen von KNR als Ramsar-Gebiet gemeldet. KNR ist zudem eine International Bird Area (IBA). KNR befindet sich innerhalb der biogeographischen Steppe-Region. KNR beherbergt mehr als 3.000 Pflanzenarten und mehr als 5.500 Tierarten.     Das Gebiet ist auch als Kandidat für das Netzwerk Smaragd (emerald-Network) des Europarats gemeldet. Das emerald-network ist das Äquivalent des Europarats zum EU-Schutzgebietssystem Natura 2000. KNR wird von der IUCN in die Schutzgebietskategorie Ia eingestuft. 

Montag, 23. September 2013

UNESCO ist nicht zufrieden mit dem Zustand des Weltnaturerbes "Buchenwälder"

Die UNESCO-Weltnaturerbestätte "Buchenurwälder der Karpaten und alte Buchenwälder in Deutschland" ist eine sogenannte serielle Naturerbestätte. Diese Weltnaturerbestätte besteht aus Flächen in Deutschland, der Slowakei und der Ukraine.

Auf seiner Sitzung im Juni 2013 in Phnom Pengh hat sich das UNESCO-Welterbekommittee unzufrieden mit dem Zustand der Welterbestätte Buchenurwälder vor allem in der Slowakei gezeigt.

Die UNESCO zeigt sich besorgt über den Bedrohungsgrad des Welterbes und über das Fehlen eines Managementplans, der diesen Bedrohungen entgegenwirken könnte. Die Slowakei wurde aufgefordert, für das dortige Teilgebiet des Weltnaturerbes Buchenwälder einen Managementplan zu entwickeln, der Bedrohungen des Naturerbes unterbindet. Dieser Managementplan wird nicht nur von der UNESCO, sondern auch vom Europarat gefordert.