Freitag, 23. August 2013

Kantonales Inventar der schutzwürdigen Landschaften im Schweizer Kanton Bern

Der Schweizer Kanton Bern ist gerade dabei, ein kantonales Inventar der schutzwürdigen Landschaften zu erstellen. Der Entwurf dieses Inventars liegt bereits vor. Im Juli 2013 ist die Frist für Stellungnahmen abgelaufen.

Das geplante kantonale Inventar der schutzwürdigen Landschaften bezieht sich auf das Baugesetz des Kantons Bern. Dieses Gesetz fordert das Erstellen von Inventaren über "Objekte des besonderen Landschaftsschutzes".

Mit dem kantonalen Inventar der schutzwürdigen Landschaften geht der Kanton Bern nun denselben Weg, den die Bundesregierung der Schweiz mit dem Natur- und Heimatschutzgesetz bereits gegangen ist. Bundesweit gibt es in der Schweiz bereits verschiedene Inventare, zum Beispiel das Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung oder das Inventar der Moorlandschaften von nationaler Bedeutung.

Montag, 19. August 2013

Naturdenkmal Rappenlochschlucht im Bregenzerwald


Bei der im Alpenrheintal gelegenen Vorarlberger Stadt Dornbirn erreicht die aus dem Bregenzerwaldgebirge kommende Dornbirner Ache die Ebene. Die Dornbirner Ache entwässert einen großen Talbereich des Bregenzerwaldgebirges, der im Hohen Freschen auf 2.004 m ü NN gipfelt. Vor dem Erreichen des Alpenrheintals muss sich die Dornbirner Ache durch einen harten Gesteinsriegel aus Kalksteinen der Kreidezeit kämpfen. Hierbei hat die Dornbirner Ache zwei Schluchten geschaffen, das Alploch und die Rappenlochschlucht. Beide Schluchten sind als Naturdenkmal ausgewiesen. Die Rappenlochschlucht ist gemäß Eigenwerbung der Stadt Dornbirn die größte Schlucht der Ostalpen.

Das Wasser der Dornbirner Ache wurde bereits im 19. Jahrhundert zum Teil für den Antrieb von Maschinen in den Fabriken am unteren Ausgang der Rappenlochschlucht genutzt. Auch wenn diese Fabriken heute zum Teil nicht mehr vorhanden sind, so sind die Rohre und Staumauern in der Rappenlochschlucht heute noch in Betrieb. Obwohl sie bereits historisch sind, beeinträchtigen sie ein wenig den Naturgenuss.

Donnerstag, 15. August 2013

Wildniswälder in Nordrhein-Westfalen

Als einziges Bundesland in Deutschland hat Nordrhein-Westfalen die Schutzgebietskategorie des Wildnisgebiets definiert. In diesem Zusammenhang hat die Regierung von NRW im Juli 2013 eine erste Liste der Wildniswälder des Bundeslands veröffentlicht.

Diese Liste enthält alle Naturwaldzellen des Bundeslands sowie darüber hinaus alle im Staatsforst liegenden Wälder, die nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt werden. Diese Wälder liegen zum Beispiel in Naturschutzgebieten oder in Natura 2000-Gebieten. Ebenfalls enthalten ist die Fläche im Nationalpark Eifel, die Bestandteil des Staatsforsts ist und die bereits heute nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt wird. Zusätzlich enthalten ist das Wildnisgebiet im Siebengebirge, das dem Verschönerungsverein für das Siebengebirge gehört.

Sonntag, 11. August 2013

Naturdenkmal Liechtensteinklamm im Salzburger Land

Die Liechtensteinklamm zählt zu den bedeutendsten Klammen der Alpen und zu den herausragendsten Naturdenkmälern des österreichischen Bundeslandes Salzburg.

Die zum Gemeindegebiet von Sankt Johann im Pongau gehörende Liechtensteinklamm wurde bereits im Jahr 1942 zum Naturdenkmal erklärt. Eine Neuverordnung erfolgte im Jahr 1974. Das Naturdenkmal hat eine Fläche von 25,0277 Hektar. Es umfasst einen Geländestreifen von jeweils 50 Metern auf beiden Seiten der Großarler Ache. Gemäß der Naturschutzverordnung sind Maßnahmen, die den Wasserlauf in der Liechtensteinklamm beeinträchtigen, zu verhindern, auch wenn diese außerhalb der Fläche des Naturdenkmals vorgenommen werden.

Mittwoch, 7. August 2013

Licht und Schatten bei Korsika`s Weltnaturerbestätte Golfe de Porto

Beim Golfe de Porto an der Westküste der Mittelmeerinsel Korsika befindet sich die einzige Weltnaturerbestätte im europäischen Teil Frankreichs. Das UNESCO-Welterbekommittee hat sich bei seiner 37. Sitzung im Juni 2013 in Phnom Penh mit dem Zustand der Weltnaturerbestätte Golfe de Porto befasst.

Der volle Name der Welterbestätte lautet (englisch): "Gulf of Porto: Calanche of Piana, Gulf of Girolata, Scandola Reserve". Die Weltnaturerbestätte hat eine Fläche von 11.800 Hektar. Sie wurde im Jahr 1983 anerkannt. Die Welterbestätte erstreckt sich über einen langen Küstenstreifen im Westen Korsikas und schließt den Golf von Porto sowie den Golf von Girolata mit ein. Bestandteil der Weltnaturerbestätte ist auch das Naturschutzgebiet Scandola, das eine Halbinsel nördlich des Golf von Girolata umfasst. Ebenso gehört zur Welterbestätte die Steilküstenlandschaft am südlichen Golf von Porto in der Nähe des Orts Piana (Calanche of Piana). Teile des Welterbegebiets gehören zum Naturpark Korsika. 

Samstag, 3. August 2013

Naturschutzgebiet "Hohlohsee bei Kaltenbronn" im Nordschwarzwald

Das Naturschutzgebiet "Hohlohsee bei Kaltenbronn" ist Teil des größeren Natur- und Waldschutzgebiets "Kaltenbronn". Weitere Bestandteile dieses Gebiets sind das Naturschutzgebiet "Wildseemoor bei Wildbad-Kaltenbronn", der Bannwald "Wildseemoor", der Bannwald "Altlochkar-Rotwasser", der Schonwald "Kaltenbronn" und der Schonwald "Blockmeer Oberes Rollwassertal". 

Das Naturschutzgebiet Hohlohsee bei Kaltenbronn hat eine Fläche von 216 Hektar. Die Verordnung des Natur- und Waldschutzgebiets Kaltenbronn wurde am 22. Dezember 2000 erlassen. Der Hohlohsee war jedoch schon früher geschützt. Der Hohlohsee ist ein Hochmoorkolk. Er liegt fast hundert Meter höher als die benachbarten, größeren und wesentlich bekannteren Hochmoorkolke Wildsee und Hornsee. Das Naturschutzgebiet Hohlohsee schützt ein lebendes Hochmoor und die Moorwälder der Umgebung. 

Dienstag, 30. Juli 2013

Natura 2000 in Kroatien

Kroatien ist seit dem 1. Juli 2013 der 28. Mitgliedsstaat der EU. Die Mitgliedschaft in der EU bedeutet für Kroatien, dass dort ab sofort die Naturschutzrichtlinien der EU (FFH-Richtlinie und Vogelschutzrichtlinie) voll zur Anwendung kommen. Die Vorbereitungen für die Umsetzung der beiden EU-Richtlinien in Kroatien sind seit Jahren im Gange. Bereits im Jahr 2003 wurde ein Gesetz verabschiedet, das ein ökologisches Netzwerk von Schutzgebieten als Vorbereitung von Natura 2000 ausgewiesen hat.

Voraussichtlich wird über ein Drittel der Fläche von Kroatien als FFH-Gebiet bzw. als Vogelschutzgebiet ausgewiesen. Dieser Wert liegt weit über dem Durchschnittswert der EU. Das zeigt einerseits die Bereitschaft Kroatiens, die Biodiversität zu erhalten. Andererseits weist dies auch auf den außergewöhnlichen Naturreichtum des Landes hin. In Kroatien gibt es besonders viele endemische Arten. Kroatien ist eines der drei bedeutendsten europäischen Länder für botanischen Endemismus. 

Freitag, 26. Juli 2013

Moore im FFH-Gebiet Hörnergruppe in den Allgäuer Alpen

Die Hörnergruppe ist eine kleine Berggruppe in den Allgäuer Voralpen links (westlich) des Illertals. Diese Berge bestehen aus Flyschgestein. Dieses Gestein wurde während der Kreidezeit in einem Tiefseetrog abgelagert. Der Flysch besteht aus wasserstauenden Mergel-, Ton- und Sandsteinen. Berge aus Flysch sind einerseits mit einem üppigen Bewuchs überzogen. Andererseits neigt der Flysch zu Instabilität und Rutschungen sowie zu Vermoorungen.

Das FFH-Gebiet Hörnergruppe ist 1.183 Hektar groß und liegt im Landkreis Oberallgäu. Es besteht aus zwei Teilgebieten. Das südliche der beiden Gebiete umfasst den Gipfelbereich des Wannenkopfs und dessen Südhänge. Das nördliche Teilgebiet erstreckt sich über den Großen Ochsenkopf und dessen Nordhänge.  Das FFH-Gebiet befindet sich innerhalb des Naturparks Nagelfluhkette.

Montag, 22. Juli 2013

Unesco besorgt über Skipistenpläne in Bulgariens Weltnaturerbe Pirin Nationalpark

Bei der 37. Sitzung des Welterbekommittees der Unesco im Juni 2013 war unter vielen anderen Themen auch der aktuelle Zustand der Unesco-Weltnalturerbestätte Pirin Nationalpark in Bulgarien auf der Tagesordnung.

Die Unesco hat hierbei zum wiederholten Mal ihre Besorgnis über Pläne ausgedrückt, die den Bau von Seilbahnen und Pisten im Gebiet der Welterbestätte Pirin Nationalpark vorsehen. Zur Zeit erwägt die Regierung Bulgariens eine Änderung des Managementplans für das Gebiet, so dass innerhalb der Pufferzone eine weitere skitouristische Entwicklung möglich wäre. 

Donnerstag, 18. Juli 2013

Naturdenkmal Gollinger Wasserfall im Salzburger Land

Der Gollinger Wasserfall gehört zu den wichtigsten Naturdenkmalen des österreichischen Bundeslands Salzburg. Dies ist wohl der bekannteste und schönste Wasserfall des Bundeslands.

Der Gollinger Wasserfall im Tennengau wurde im Jahr 1985 zum Naturdenkmal erklärt. Das Naturdenkmal hat eine Fläche von 3,0077 Hektar. Das Besondere am Gollinger Wasserfall ist einerseits der sehr pittoreske untere Fall und andererseits der Umstand, dass das Wasser des Wasserfalls nicht im Verlauf eines Baches von weither kommt, sondern oberhalb des Wasserfalls aus einer Höhle (Schwarzbachfallhöhle) entspringt.

Der Gollinger Wasserfall besteht aus zwei Fällen. Der bekanntere und fast immer abgebildete der beiden Fälle ist der untere Wasserfall. Der obere Wasserfall beginnt direkt unterhalb der Quellhöhle. Das Wasser stürzt dort hinter einer Felswand und unter einem Felsbogen hindurch. Die gesamte Fallhöhe beider Fälle beträgt 76 Meter. Der untere Fall hat eine Höhe von 25 Metern.