Donnerstag, 29. Oktober 2009

Bergtour auf den Stuiben im Naturpark Nagelfluhkette im Allgäu


Der Naturpark Nagelfluhkette in Bayern hat eine Größe von 24.700 Hektar. Hinzu kommen weitere ca. 15.000 Hektar im angrenzenden Österreich / Vorarlberg. Der Naturpark wurde im Mai 2008 von beiden Ländern feierlich eröffnet. Dies ist der 18. Naturpark Bayerns.

Vielleicht etwas überraschend ist, dass dies der erste Naturpark Bayerns im Alpenraum ist. Die anderen 17 Naturparke des Freistaats befinden sich in den Mittelgebirgsregionen vor allem in Nordbayern. Der Hintergrund ist der in Deutschland etwas problematische Zweck der Naturparks. Naturparks stellen eine nur sehr schwache Schutzgebietskategorie dar und dienen in erster Linie zur Förderung des Tourismus. Vor diesem Hintergrund hat man in Bayern zunächst Naturparks in den nördlichen Landesteilen ausgewiesen, um dort den Tourismus gezielt zu fördern. Der Tourismus in den Alpen war dagegen ein Selbstläufer, für den es keiner Einrichtung von Naturparks bedurfte. Erst in jüngster Zeit beginnt man hier etwas umzudenken und versucht, die Naturparks gleichmäßiger über die Landesfläche zu verteilen.

Montag, 26. Oktober 2009

Vorschlag für Nationalpark Ammergebirge

Bereits im Post vom 14. August 2009 habe ich das Naturschutzgebiet Ammergebirge (Bayerische Alpen) kurz angesprochen. Dies ist mit einer Fläche von 28.850 Hektar das größte Naturschutzgebiet ganz Süddeutschlands - und größer als so mancher Nationalpark.

Und dieser Gedanke des Nationalparks blieb im Post vom 14.08.09 unausgesprochen. Ich war damals einfach nicht mutig genug, meinte mich andererseits auch daran zu erinnern, dass Vorschläge für einen Nationalpark Ammergebirge bereits einmal als nicht realisierbar abgelehnt worden sind.

Umso mehr besteht jetzt Grund zur Freude. Denn das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat vor wenigen Tagen die Studentinnen Stefanie Barnsteiner und Ariane Lubberger mit einem Sonderpreis für ihre Projektarbeit eines Nationalparks Ammergebirge ausgezeichnet.

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Naturdenkmal Tauro auf Gran Canaria




Über 40 Prozent der Insel Gran Canaria sind in einem der zahlreichen Schutzgebiete geschützt. Dies ist umso bemerkenswerter, als die Insel Gran Canaria zu den am dichtesten besiedelten Inseln überhaupt gehört und gleichzeitig eines der Weltzentren des Massentourismus ist.

Der Flächennaturschutz wird auf den Kanaren überaus ernst genommen. Politik und Verwaltung weisen mit großem Elan und mit unglaublicher Genauigkeit Schutzgebiete aus und verfassen hunderte Seiten lange Pflegepläne.

Der Flächennaturschutz ist auf den Kanaren möglicherweise für das Überleben noch wichtiger als anderswo. Denn ohne die kanarische Kiefer zum Beispiel, die mit ihren langen Nadeln die Feuchtigkeit aus den Passatwolken zieht und dem Grundwaser zuführt, wäre ein Überleben auf den Inseln kaum möglich. Und der Flächennaturschutz ist auch deshalb unabdingbar, weil die Kanaren einige der schönsten Landschaften und Naturdenkmäler der Welt beherbergen.

Das Naturdenkmal (Monumento natural) de Tauro befindet sich im Süden der Insel Gran Canaria im Gemeindegebiet von Mogan. Es umfasst eine Fläche von 1256,6 Hektar und wurde im Jahr 1987 ausgewiesen und im Jahr 1994 neu klassifiziert. Das Gebiet ist gleichzeitig Vogelschutzgebiet gemäß der EU-Vogelschutzrichtlinie.

Sonntag, 18. Oktober 2009

Dänemark`s Nationalparks im Internet

Genauer gesagt geht es hier um die Nationalparks in Dänemark ohne Grönland. Grönland besitzt seit längerer Zeit den größten Nationalpark der Welt, das ist ein Thema für sich. Dänemark gehörte, wenn man von Grönland absieht, bis vor kurzem noch zu den wenigen Ländern in Europa, die keinen Nationalpark ausgewiesen haben. Das hat sich seit kurzer Zeit jedoch geändert.

Am 28. 08. 2008 wurde als erstes der Nationalpark Thy ausgewiesen. Inzwischen sind bereits fünf Nationalparks festgesetzt worden. Gemäß der Definition des Nationalparkbegriffs in Dänemark entspricht die dänische Version des Nationalparks jedoch nicht vollumfänglich der Unesco-Kategorie II für Nationalparks. Denn in den dänischen Nationalparken befinden sich auch Siedlungen und agrarwirtschaftlich genutzte Gebiete.

Ruhegebiet Muttekopf in den Lechtaler Alpen



In Tirol gibt es die Schutzgebietskategorie des Ruhegebiets. Darunter versteht man ein großräumiges Gebiet, das frei von öffentlich befahrbaren Straßen sowie von Seilbahnen und Siedlungen ist. Eines dieser Ruhegebiete ist das Ruhegebiet Muttekopf in den östlichen Lechtaler Alpen.

Das Gebiet hat eine Größe von 38 km², es erstreckt sich in einer Höhe von 1360 - 2827 m ü NN und wurde im Jahr 1991 ausgewiesen. Der höchste Berg des Ruhegebiets Muttekopf ist die Große Schlenkerspitze, 2827 m, ein Berg, der nur auf relativ schwierigen und langwierigen Routen erstiegen werden kann. Der Muttekopf, 2774 m, kann auf einem Weg ab der Muttekopfhütte erreicht werden. Außer der Muttekopfhütte, die südlich des Lechtaler Hauptkamms gegen das Inntal zu liegt, gibt es im Gebiet noch die Hanauer Hütte, nördlich des Hauptkamms im obersten Angerletal.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Unesco-Weltnaturerbe in Europa

Europa, die "alte Welt", ist das Gebiet der Unesco-Weltkulturerbestätten. So weist zum Beispiel allein Italien 42 Weltkulturerbestätten auf. Und die Mehrzahl der Europäer denkt beim Begriff Unesco-Welterbe automatisch an die Kulturerbestätten. Naturerbestätten in Europa? Bei den Naturerbestätten fallen einem zunächst Gebiete in Nord- und Südamerika oder in Australien ein.

Es gibt jedoch auch in Europa Unesco-Weltnaturerbestätten sowie gemischte Kultur-/Naturerbestätten. Gerade die im Jahr 2009 neu anerkannten Weltnaturerbestätten - das Wattenmeer und die Dolomiten - zeigen, dass sich Europa mit seinen Naturschätzen überhaupt nicht verstecken muss. Denn weder das Wattenmeer noch die Dolomiten gibt es in dieser Form auch nur annähernd ein zweites Mal irgendwo auf der Welt. Vielleicht bietet die Anerkennung eines Gebiets als Unesco-Weltnaturerbestätte für uns Europäer die Chance, uns auf neue Weise mit der großartigen Natur dieses Kontinents zu befassen.

Maximiliansweg durch das Vogelschutzgebiet Estergebirge in Oberbayern




Das Vogelschutzgebiet Estergebirge ist ein Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000. Das Schutzgebiet hat eine Größe von 11.993 Hektar. Es befindet sich in Deutschland, Bayern, Regierungsbezirk Oberbayern, Landkreise Bad Tölz und Garmisch-Partenkirchen.

Das Schutzgebiet erstreckt sich nahezu über das gesamte Estergebirge und einen Teil des nördlich daran anschließenden Vorgebirges von Herzogstand und Heimgarten, das zu den Walchenseebergen gehört.

Montag, 12. Oktober 2009

Finnland`s Nationalparks im Internet

Finnland besitzt zur Zeit 35 Nationalparks, die ca. 2,5 Prozent der Fläche des Landes umfassen. Der erste Nationalpark wurde im Jahr 1938 eingerichtet, die jünsten Nationalparks im Jahr 2005. Die finnische Naturschutzgebehörde heißt Metsähallitus. Glücklicherweise hat Metsähallitus eine englischsprachige Seite über die Schutzgebiete des Landes eingerichtet.

Man geht auf die Seite www.outdoors.fi


Oben auf der Seite wählt man die Schaltfläche destinations (Ziele). Darauf wählt man die Schaltfläche National Parks. Nun erscheint eine Seite mit einer Auflistung aller Nationalparks in Finnland sowie eine interaktive Karte. Als Beispiel könnte man den Nationalpark Oulanka anklicken. Dieser Nationalpark befindet sich an der Grenze zu Russland und ist mit einem benachbarten Park auf russischem Territorium verbunden.

Samstag, 10. Oktober 2009

Oberer Grindelwaldgletscher und Glecksteinhütte in den Berner Alpen



Das Tal des Oberen Grindelwaldgletschers ist ein Teil der Berner Alpen und ein Bestandteil des Unesco-Weltnaturerbes Jungfrau - Aletsch - Bietschhorn. Die Berner Alpen sind die am meisten vergletscherte Gebirgsgruppe der Alpen, sie beinhalten zudem den längsten Gletscher der Alpen, die größte Gletscherebene der Alpen und am Nordrand bei Grindelwald und Lauterbrunnen die längste und höchste Fels- und Gletschererhebung der Alpen. All diese und weitere Merkmale zeichnen die großartige Gebirgsgruppe der Berner Alpen nicht nur innerhalb der Alpen, sondern weltweit als Besonderheit aus.

Das Unesco-Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn umfasst wesentliche Teile der vergletscherten Berner Alpen. Das Talbecken des Oberen Grindelwaldgletschers ist eines von vielen Gletscherbecken und -tälern der Berner Alpen. Dieses Talbecken ist Bestandteil des Erweiterungsgebiets des Unesco- Weltnaturerbes und wurde im Jahr 2007 dem ursprünglichen Gebiet aus dem Jahr 2001 hinzugefügt.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Schweden`s Nationalparks im Internet

Schweden ist ohne Zweifel ein Vorbild in Europa, was die Nationalparks betrifft. Vor nunmehr 100 Jahren (1909) wurden in diesem Land die ersten Nationalparks Europas ausgewiesen. Mit inzwischen 29 Nationalparks (als 29. NP wurde im September 09 der Kosterhavet Nationalpark ausgewiesen) weist das Land zudem eine weit überdurchschnittliche Zahl dieser Schutzgebiete auf. Und als dritter Pluspunkt ist zu vermelden, dass es in Schweden auch für die Zukunft ehrgeizige Nationalparkpläne gibt. So sollen bis zum Jahr 2013 13 neue Nationalparks ausgewiesen und 7 bestehende Nationalparks erweitert werden. Werden alle Pläne Wirklichkeit, sind in Schweden über 4 Prozent der Landesfläche als Nationalpark geschützt. Das ist zumindest für Europa einmalig.

Samstag, 3. Oktober 2009

Schweizer Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung

Das Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz der Schweiz verpflichtet den Staat, Inventare über besonders zu schützende Landschaften und Naturdenkmäler anzulegen.

Das Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung war das erste dieser Inventare. Eine entsprechende Verordnung trat am 21.11.1977 in Kraft. Heute umfasst dieses Inventar 162 Objekte, die ca. 19 Prozent der Landesfläche der Schweiz abdecken.

Die Inventare sind gemäß dem Natur- und Heimatschutzgesetz offene Inventare, die bei Bedarf erweitert und geändert werden können. Auch beim Inventar der Landschaften und Naturdenkmäler gab es verschiedene Etappen. So wurde das im Jahr 1977 erstellte Verzeichnis bis heute dreimal erweitert (1983, 1996, 1998).

Die im Inventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung aufgenommenen Objekte werden an Hand von vier Kriterien ausgewählt: