Sonntag, 14. Juli 2013

Nationalpark Oberösterreichische Kalkalpen soll erweitert werden

Der Nationalpark Oberösterreichische Kalkalpen ist einer von zur Zeit sechs Nationalparks in Österreich. Seine Fläche beträgt aktuell 20.856 Hektar und erstreckt sich über das Sengsengebirge und das Reichraminger Hintergebirge in den Voralpen des österreichischen Bundeslandes Oberösterreich.

Der Nationalpark Oberösterreichische Kalkalpen soll nun großflächig erweitert werden. Wichtig und interessant in diesem Zusammenhang ist, dass die Erweiterung des Nationalparks keine neue Forderung ist. Vielmehr ist bereits im Landesgesetz über die Errichtung und den Betrieb des Nationalparks vom 5.12.1996 ein viel größeres Nationalparkgebiet festgehalten als bisher erreicht worden ist.

Mittwoch, 10. Juli 2013

Die Sierra de Guadarrama ist der 15. Nationalpark Spaniens

Nach langer Vorbereitungszeit ist es jetzt soweit. Die innerhalb des kastilischen Scheidegebirges und nördlich von Madrid gelegene Sierra de Guadarrama ist der 15. Nationalpark Spaniens. Das Nationalparkgesetz wurde am 13. Juni 2013 vom spanischen Parlament verabschiedet und am 26. Juni 2013 im Staatsanzeiger veröffentlicht.

Das Gesetz 7/2013 setzt 33.960 Hektar unter die strengste Schutzgebietskategorie in Spanien. Diese Fläche teilen sich die Region Madrid (21.714 Hektar) und die Region Castilla y Leon (12.246 Hektar). Damit ist der Nationalpark Sierra de Guadarrama der viertgrößte Nationalpark Spaniens. Um die Kernzone des Parks gibt es noch eine Umgebungszone. Der Park ist der erste Nationalpark in der Region Madrid. Der neue Nationalpark erreicht im Berg Peñalara eine Höhe von 2.428 m ü NN.

Im Gebiet des neuen Nationalparks gibt es elf verschiedene Ökosysteme, darunter ein für die iberische Halbinsel einmaliges Ökosystem des mediterranen Hochgebirges. Im Nationalparkgebiet gibt es ca. 1.280 Tierarten, von denen einige vom Aussterben bedroht sind, sowie 1.500 Pflanzenarten. Im Gebiet kommen 45 Prozent der Tierarten in Spanien und 18 Prozent der Tierarten Europas vor.       

Samstag, 6. Juli 2013

Bannwald "Buch" bei Biberach in Oberschwaben

Der Bannwald Buch bei Biberach in Oberschwaben gehört zu den 129 Naturwaldreservaten, die es zur Zeit in Baden-Württemberg gibt. 

Das deutsche Bundesland Baden-Württemberg verwendet als einziges Gebiet im deutschen Sprachraum das Wort Bannwald für ein Naturwaldreservat.

Zählt man auch noch die 27 Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb dazu und berücksichtigt man diejenigen Gebiete, die gleichzeitig Kernzone und Bannwald sind (5), ergeben sich für Baden-Württemberg zur Zeit 151 Wildnisgebiete bzw. Wildnisentwicklungsgebiete.

Der Bannwald Buch hat eine Fläche von 42,7 Hektar. Dieser Bannwald wurde im Jahr 2000 verordnet. Er befindet sich südlich der Gemeinde Ummendorf, die wiederum in der unmittelbaren Nachbarschaft der Stadt Biberach in Oberschwaben liegt.

Dienstag, 2. Juli 2013

Heinz Sielmann Stiftung sucht Deutschlands schönstes Naturdenkmal

Bereits zum fünften Mal sucht die Heinz Sielmann Stiftung Deutschlands schönstes Naturwunder. Dieses Jahr geht es um die Schutzgebietskategorie des Naturdenkmals. Ein Naturdenkmal ist ja ein Naturschutzgebiet im Kleinen. Man unterscheidet punktförmige und flächenhafte Naturdenkmale, wobei die Fläche 5 Hektar nicht übersteigen soll.

Zusammen mit EUROPARC Deutschland e.V. stellt die Heinz Sielmann Stiftung 21 Naturdenkmale zur Auswahl. Bis zum 11.09.2013 kann abgestimmt werden.

Wir wollen hier mal die 21 Naturdenkmale nach den Bundesländern ordnen.

Freitag, 28. Juni 2013

In den Südalpen wurde der erste europäische Naturpark geschaffen

Der französische Nationalpark Mercantour und der italienische Naturpark Alpi Marittime haben sich am 6. Juni 2013 zum ersten europäischen Naturpark vereinigt. Die Verbindung zwischen den beiden Parks findet im Rahmen der EU-Initiative "Europäische Verbünde für territoriale Zusammenarbeit" (EVTZ) statt.

Beide Parks befinden sich in den Seealpen, nicht weit vom Mittelmeer entfernt. Sie grenzen auf eine längere Strecke aneinander und bilden auch geographisch einen einzigen Park.

Montag, 24. Juni 2013

Neue Biosphärenreservate in Frankreich, Italien und Spanien

Das internationale Koordinationskommittee des MAB-Programms der Unesco hat vom 27. bis 30. Mai 2013 seine 25. Sitzung abgehalten. Unter anderem wurden bei dieser Sitzung auch neue Biosphärenreservate anerkannt.

Weltweit wurden 12 neue Biosphärenreservate anerkannt und ein bereits bestehendes Biosphärenreservat erweitert. 6 der neuen Biosphärenreservate sowie das erweiterte Biosphärenreservat befinden sich in Europa.

In Europa ist Frankreich mit zwei neuen Biosphärenreservaten vertreten. In Italien gibt es ein neues Biosphärenreservat. Und in Spanien gibt es gleich drei neue Biosphärenreservate. Ebenso liegt das jetzt erweiterte Biosphärenreservat in Spanien. Spanien festigt damit seine Stellung als das Land mit den meisten Biosphärenreservaten weltweit.

In Frankreich gibt es jetzt insgesamt 13 Biosphärenreservate, in Italien sind es 9 und Spanien verfügt jetzt über 44 Biosphärenreservate.

Die neuen europäischen Biosphärenreservate im Einzelnen:

Samstag, 22. Juni 2013

Vulkan Ätna ist eine von fünf neuen Weltnaturerbestätten

Die UNESCO hat gestern den Vulkan Ätna auf der Mittelmeerinsel Sizilien in Italien als Weltnaturerbestätte anerkannt (siehe auch bereits hier in diesem Blog). Der Ätna ist damit eine von fünf Weltnaturerbestätten sowie die einzige neue Weltnaturerbestätte in Europa, die das Welterbekommittee der UNESCO auf seiner diesjährigen Sitzung in Phnom Penh anerkannt hat.

Außer dem Ätna wurden als Weltnaturerbestätte anerkannt:
  • Tajikistan Nationalpark (Tadschikistan)
  • El Pinacate and Gran Desierto de Altar Biosphere Reserve (Mexico)
  • Xinjiang Tianshan (China)
  • Namib Sand Sea (Namibia)
Außerdem wurde die bestehende Weltnaturerbestätte Mount Kenya Natural Park / Natural Forest (Kenia) vergrößert.

Die neue Weltnaturerbestätte des Ätna umfasst 19.237 Hektar in den oberen Bereichen des riesigen Stratovulkans, die unbesiedelt sind. Der Ätna ist der höchste Berg einer Mittelmeerinsel und der aktivste Stratovulkan der Welt. Die Eruptionsgeschichte des Vulkans kann über 500.000 Jahre zurückverfolgt werden. Mindestens 2.700 Jahre der Tätigkeit des Vulkans wurden dokumentiert.

Hier gibt es eine Übersicht über die UNESCO-Weltnaturerbestätten in Italien. Von dort sind alle Artikel dieses Blogs, die sich mit einzelnen Weltnaturerbestätten befassen, verlinkt.      
 

Donnerstag, 20. Juni 2013

Neue Ramsar-Gebiete in Rumänien, Island, Montenegro, Weißrussland, Türkei und Bulgarien

Im Frühjahr 2013 haben einige europäische Länder weitere Ramsar-Gebiete (Feuchtgebiete im Rahmen der Ramsar-Konvention) ausgewiesen, über die hier in diesem Blog noch nicht berichtet worden ist.

Im Februar 2013 hat Rumänien gleich sieben neue Ramsar-Gebiete gemeldet. Das sind Blahnita (45.286 Hektar), Bratul Borcea (21.529 Hektar), Calafat-Ciuperceni-Danube (29.206 Hektar), Canaralele de la Harsova (7.406 Hektar), Ostroavele Dunarii-Bugeac-Iortmae (82.832 Hektar), Confluenta Jiu-Dunare (19.800 Hektar) und Dunarea-Bratul Macin (26.792 Hektar). Damit hat Rumänien insgesamt 19 Ramsar-Gebiete. 


Sonntag, 16. Juni 2013

Ist der Ätna auf Sizilien bald UNESCO-Weltnaturerbe?

Das UNESCO-Welterbekommittee hält seine jährliche Sitzung vom 16. bis zum 27. Juni 2013 in Phnom Penh in Kambodscha ab. Bei dieser Sitzung werden 32 Vorschläge für neue Stätten des Welterbes untersucht und ggf. gutgeheißen.

Darunter befinden sich 9 Weltnaturerbestätten, 3 gemische Weltnatur- und -kulturerbestätten und 20 Weltkulturerbestätten.

Unter den vorgeschlagenen neuen Weltnaturerbestätten befindet sich eine Stätte in Europa. Das ist der Ätna auf der Insel Sizilien in Italien. Von den vorgeschlagenen gemischten Weltnatur- und -kulturerbestätten befindet sich keine in Europa. Von den vorgeschlagenen Weltkulturerbestätten sind die folgenden in Europa:
  • Bergpark Kassel Wilhelmshöhe (Deutschland)
  • Villen und Gärten der Medici (Italien)
  • Stadt und Schloss Vianden (Luxemburg)
  • Wieliczka und Bochnia königliche Salzminen (Polen)
  • Hölzerne Kirchen der Karpaten (Polen, Ukraine)
  • Universität von Coimbra (Portugal)
  • Historischer und Archäologischer Komplex Bolgar (Russland)
Im Laufe der kommenden Tage wird man wissen, welche Stätten tatsächlich Welterbestätten geworden sind. Bestandteil der Sitzung des Welterbekommittees ist auch die Prüfung des Erhaltungszustands der bestehenden Welterbestätten. Hier könnte es zu Überraschungen kommen.

Hier gibt es eine Übersicht über die UNESCO-Weltnaturerbestätten in Italien. Von dort sind alle Artikel dieses Blogs, die sich mit einzelnen Weltnaturerbestätten befassen, verlinkt.

Mittwoch, 12. Juni 2013

Südtirol will UNESCO-Weltnaturerbegebiet Dolomiten erweitern

Die autonome Region Südtirol will das UNESCO-Weltnaturerbegebiet Dolomiten um die Langkofelgruppe und möglicherweise auch um die Sellagruppe erweitern. Das hat der Südtiroler Landesrat Elmar Pichler am 13. Mai 2013 angekündigt.

Anlass war die Übernahme des Vorsitzes in der Stiftung, die die UNESCO-Welterbestätte Dolomiten verwaltet, durch Südtirol. Anteil am UNESCO-Weltnaturerbegebiet Dolomiten haben die fünf Provinzen Südtirol, Trentino, Belluno, Pordenone und Udine. Der Vorsitz der Stiftung wechselt alle drei Jahre. Seit Gründung der Stiftung am 13. Mai 2010 hatte die Provinz Belluno den Vorsitz inne.

Voraussetzung für die Ausdehnung des Welterbegebiets auf die Langkofelgruppe ist, dass dieses Gebiet bei der Ausarbeitung des neuen Gebietsplans der Seiser Alm als Naturpark ausgewiesen wird. Von den drei betroffenen Gemeinden haben sich bereits St. Christina und St. Ulrich positiv geäußert. Von der Gemeinde Wolkenstein liegt noch keine Stellungnahme vor.